Tiggiano: Kirchen, Torre Nasparo und lokale Traditionen
Das Ortsbild von Tiggiano lässt sich über Kirchen mit Bau- und Kunstzeugnissen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert, über lokale Traditionen und über die umgebende Kulturlandschaft betrachten. Die Torre Nasparo ergänzt dieses Bild mit einem historischen Bauwerk an der Küstenstraße Otranto–Leuca.
Kirchen und ihre Kunstwerke
Die Chiesa di Sant’Ippazio stammt in ihrer heutigen Form aus der Mitte des 18. Jahrhunderts und steht am Standort einer in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts erbauten Kirche. Sie bewahrt ein Taufbecken aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Das Gemälde von Sant’Ippazio und sein Altar in der Chiesa di Sant’Ippazio stammen aus dem Jahr 1626.
Die Chiesa della Madonna Assunta stammt wahrscheinlich aus dem späten 17. Jahrhundert. Ihre Fassade ist barock dekoriert; über dem Portal ist ein ovales Relief der Jungfrau angebracht. Außerdem beherbergt die Kirche eine Orgel mit Pfeifen aus dem 18. Jahrhundert. Entstehungszeit, Portalgestaltung und Orgel geben dem Bau mehrere klar unterscheidbare historische Merkmale.
Das Oratorio di San Michele
Auch das Oratorio di San Michele wurde vor 1590 errichtet. Am 2. Januar 2001 wurde hinter dem Altargemälde ein Fresko sicherer Renaissance-Ausführung entdeckt. Bau und Fresko stehen damit für zwei unterschiedliche historische Ebenen innerhalb von Tiggianos sakraler Architektur.
Torre Nasparo und Küstenlandschaft
Die Torre Nasparo wurde 1565 erbaut und ist mit den 1569 aufgeführten Türmen der Regia Corte verbunden. Ihr Sockel ist 11 Meter breit und kegelstumpfförmig; oberhalb des Gesimses wird er zylindrisch.
Die Torre Nasparo liegt in einer Landschaft an der Küstenstraße Otranto–Leuca und steht in visueller Verbindung mit der Torre Palane im Norden und der Torre Specchia Grande im Süden. Für Sie entsteht dadurch ein konkreter Bezug zwischen Turmarchitektur, Küstenstraße und räumlicher Anordnung historischer Bauwerke.
Traditionen und ein fester Festtag
Am 19. Januar findet in Tiggiano (LE) die Sagra di Sant’Ippazio statt. Vor der Prozession müssen Männer im Lauf einen sieben Meter langen Holzpfahl namens „stannardhu“ hochheben. Wenn Sie diesen Termin in Ihre Reiseplanung einbeziehen möchten, steht damit ein genau bestimmter Festtag mit einem charakteristischen Brauch im Kalender.
Lokaler Geschmack
Die Carota giallo-viola di Tiggiano trägt auch den Namen „Pestanaca de Santu Pati“ und stammt aus Tiggiano (LE). Der Name und die Herkunft machen die Karotte zu einem konkreten lokalen Bezugspunkt für Reisende, die neben Kirchen und Bauwerken auch regionale Erzeugnisse beachten.
Natur in der näheren Umgebung
In der näheren Umgebung von Tiggiano liegt der Parco naturale regionale Costa di Otranto – Santa Maria di Leuca – Bosco di Tricase mit Steineichenwäldern und Trockenmauern.
Weitere Orte zur eigenen Reiseplanung: Casamassella, Tuglie, San Cataldo, Depressa, Torre Mozza, Porto Cesareo, Aradeo, Patù
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