Depressa entdecken: Castello, Ölmühle und Weingut
File:Menhir Croce di Principano, Tricase, fraz. Depressa -FG1.jpg
Foto: Fabrizio Garrisi via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Depressa zwischen Geschichte und Alltagskultur
Depressa erzählt seine Geschichte über mehrere konkrete Orte hinweg. Für Sie wird dabei nicht nur ein einzelnes Bauwerk interessant, sondern ein Ensemble aus Schloss, Museum, Plätzen, Sakralarchitektur, unterirdischen Anlagen und Weinbau. Der älteste Kern des Castello di Depressa stammt aus dem 14. Jahrhundert. Im Untergeschoss befindet sich ein Museum, das die Geschichte der Familie Winspeare sowie ihrer Vorfahren, Trachten und Traditionen dokumentiert. So treffen Architektur und Familiengeschichte an einem historischen Ort zusammen.
Castello, Piazza und Wege durch den Ort
Depressa liegt am Hang der Serre di Andrano und Castiglione. Diese Lage bildet den landschaftlichen Rahmen für die historischen Orte im und am Ort. Von der Piazza Castello aus ist der Palazzo Winspeare zu sehen, ein kürzlich restauriertes historisches Gebäude. Ein anderer Bezugspunkt liegt an der Straße von Depressa nach Castiglione, einem Ortsteil von Andrano: Links an der Straße befindet sich die Croce di Principano im als „di Principano“ bezeichneten Lehen. Damit reichen die Zeugnisse vom Platz bis in das Umfeld der Straße nach Castiglione.
Calvario und die Geschichte der Restaurierung
Das Calvario di Depressa wurde 1885 errichtet. Am 15. April 1973 wurde es mit fünf skulpturalen Keramikbildern restauriert. Für kulturinteressierte Besucher fügt sich der Ort in die Folge jener historischen Stationen ein, an denen sich die Entwicklung von Depressa anhand konkreter Bauwerke betrachten lässt.
Neoklassizismus und unterirdische Zeugnisse
Die Cupola di Simone Murat setzt einen anderen architektonischen Akzent. Sie wurde vom französischen Önologen Simone Murat als Ruheort nach der Arbeit errichtet. Ausgeführt ist die Cupola im neoklassizistischen Stil; vollständig gefertigt wurde sie aus Lecce-Stein. Für Sie verbindet sich hier ein persönlicher Zweck mit einer klaren Formensprache und einem charakteristischen regionalen Baumaterial.
Unter der Erde führt die Grotta dei Municeddhri in die Geschichte der Olivenverarbeitung. Sie ist eine antike unterirdische Ölmühle, deren Bau vermutlich um 1400 erfolgte. Oliven wurden dort durch eine Öffnung in der Decke direkt auf einen Mahlstein gegeben, um Öl herzustellen. Der Ort zeigt damit nicht nur ein unterirdisches Bauwerk, sondern auch den technischen Ablauf einer früheren Ölproduktion. Am Largo dei Pozzi Messapici umfasst der Platz 15 kleine, brunnenähnliche Strukturen, die den Zugang zu unterirdischen Hohlräumen ermöglichen. Der Platz ergänzt die Ölmühle um ein weiteres unterirdisches Element.
Weinbau und ein Fest auf der Piazza Castello
Zur lokalen Kultur gehört auch Castel di Salve, ein historisches Weingut in Depressa. Antonio Winspeare gründete es 1885; heute wird es von der vierten und fünften Generation der Familie Winspeare geführt. Für Ihre Reiseplanung verbindet dieser Ort Weinbau mit der Familiengeschichte. Die Festa della „Simeddha“ fand am 19. Juli 2025 in ihrer dritten Ausgabe auf der Piazza Castello in Depressa statt. So umfasst die Ortsgeschichte neben den Bauwerken auch ein konkret datiertes lokales Fest.
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