Santa Maria al Bagno zwischen Strand, Erinnerung und Meereswelt
Santa Maria al Bagno verbindet die Küste mit Erinnerungskultur und Einblicken in die Meereswelt des Salento. Der Sandstrand liegt an der niedrigen, felsigen Küste von Nardò zwischen Lido Conchiglie und Santa Caterina.
Sandstrand und felsige Küste
Der Sandstrand von Santa Maria al Bagno ist höchstens 150 Meter lang; von der Piazza des gleichnamigen Küstenorts führen Stufen zu ihm. Diese kurze Strecke kann bei der Tagesplanung als eigener Strandabschnitt berücksichtigt werden. Der Zugang liegt damit unmittelbar im Ortsbild von Santa Maria al Bagno und nicht abseits des Küstenorts.
Nahe den Quattro Colonne liegen kleine, in den Fels gehauene Becken; außerdem gibt es dort eine ausgestattete Badeanstalt. Im Strandbereich werden Wassersport, Gerätetauchen und Bootsausflüge angeboten. Sandstrand, Felsbecken und Badeanstalt gehören damit zu demselben Küstenbereich, während diese Angebote unterschiedliche Formen des Aufenthalts am Meer abdecken.
Erinnerung an die Geschichte des Ortes
Das Museo della Memoria e dell’Accoglienza bewahrt Zeugnisse über die von den Alliierten eingerichteten Aufnahmelager in der Gegend. In Santa Maria al Bagno und unmittelbarer Nähe nahm ein solches Lager zwischen 1943 und 1947 Tausende jüdische Menschen auf.
Der Geschichtssaal des Museo della Memoria e dell’Accoglienza bewahrt außerdem originale Wandgemälde von Zvi Miller, die als einzige in Europa erhaltene grafische Zeugenschaft der Aliyah Bet gelten. Die Wandgemälde sind damit ebenso Teil des Museumsbestands wie die Zeugnisse zu den Aufnahmelagern.
Das Museum bietet eine Ticketoption für eine Führung durch das Museum und Santa Maria al Bagno an. Die tägliche Besuchsplanung des Museo della Memoria e dell’Accoglienza richtet sich nach den Zeitfenstern 9:30–12:30 Uhr und 15:30–19:30 Uhr; eine Reservierung ist erforderlich. Die beiden Zeitfenster teilen den Museumsbesuch in einen Vormittags- oder Nachmittagsblock.
Türme und Meereswelt
Ein weiteres Zeugnis an der Küste ist die Torre del Fiume Galatena. Ihr Mittelteil stürzte wahrscheinlich kurz nach ihrer Errichtung ein; sichtbar sind heute die vier Türme, die als „Quattro Colonne“ bekannt sind. Der Name Quattro Colonne bezeichnet somit die heute sichtbaren vier Türme der Anlage.
Die ursprüngliche Anlage hatte eine quadratische, pyramidenstumpfförmige Struktur mit fünfeckigen Eckbastionen und war etwa 16 Meter hoch. Zu den beschriebenen Merkmalen gehören daher sowohl der Grundriss als auch die Form der Bastionen und die ungefähre Höhe.
Das Acquario del Salento beherbergt die permanente Fotoausstellung „Gaspare e altre creature dello Ionio“ und präsentiert die für den Salento typische lokale Meeresfauna, darunter Fische, Krebstiere, Mollusken und Stachelhäuter. Die Ausstellung verbindet die fotografische Darstellung mit diesen konkreten Gruppen der Meeresfauna.
Vier Ausstellungsräume führen durch einen Rundgang von der Meereshöhe bis in 100 Meter Tiefe; einbezogen sind eine Höhlen- und eine offene Meeresumgebung. Der Rundgang ist dadurch von der Oberfläche bis in einen deutlich tieferen Meeresbereich angelegt und schließt beide Umgebungen ein.
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