Lucugnano entdecken: Palazzo Comi, Keramikkunst und Kirchen
Lucugnano zwischen Straße, Geschichte und Literatur
Lucugnano liegt an der Staatsstraße SS 275 zwischen Lecce und Santa Maria di Leuca. Seine belegte Geschichte reicht bis ins Mittelalter zurück: Die Existenz des mittelalterlichen Gehöfts Lucugnano ist seit dem Jahr 1092 belegt. Während der normannischen Herrschaft schenkte Goffredo das Gehöft den italo-griechischen Mönchen von S. Maria de Amito. In Lucugnano stehen damit Straßenlage, mittelalterliche Geschichte und religiöse Vergangenheit als unterschiedliche Themen nebeneinander.
Palazzo Comi und die literarische Seite des Ortes
Der Palazzo Comi verbindet literarische Geschichte mit Bibliothek und Museum. Er war der historische Wohnsitz des salentinischen Dichters Girolamo Comi und wurde von den Dichtern der Accademia salentina besucht. Im Erdgeschoss des Palazzo Comi befindet sich die Biblioteca Provinciale „Girolamo Comi“, im ersten Stock das „Museo Comi“. Das zweite Stockwerk des Palazzo Comi ist nicht mit einem Aufzug erreichbar. So reicht der Bezug des Palastes von Girolamo Comi und der Accademia salentina bis zur Biblioteca Provinciale und zum Museo Comi, während die Stockwerke unterschiedliche praktische Bedingungen aufweisen.
Kirchen, Kapellen und historische Architektur
Die Pfarrkirche von Lucugnano ist Maria Santissima Assunta in Cielo geweiht. Neben dem Hauptaltar besitzt sie sechs Seitenaltäre. Zu den Kapellen des Ortes zählen San Francesco aus dem Jahr 1719 und Santa Croce aus dem Jahr 1710. Die jüngere Kapelle San Rocco stammt aus dem Jahr 1969, die Kapelle San Giuseppe aus dem 18. Jahrhundert.
Ein weiterer historischer Akzent ist das Kastell beziehungsweise der Palazzo Baronale dei Capece aus dem 16. Jahrhundert. Es diente der Verteidigung gegen Einfälle der Türken. Zusammen mit der Pfarrkirche und den Kapellen macht dieser Bau die religiöse und wehrhafte Architektur zu einem wichtigen Teil der Ortsgeschichte.
Keramikkunst und örtliches Handwerk
Im vergangenen Jahrhundert entwickelte sich in Lucugnano eine florierende Töpferhandwerkstradition. Verschiedenfarbige Tonablagerungen im Gebiet begünstigten das Töpferhandwerk, weil sie sich besonders für diese Keramikkunst eignen. Die La Bottega Ceramiche Artistiche di Giuseppe Indino hat einen Ausstellungsraum am Corso Giuseppe Garibaldi 20 und eine Werkstatt an der SP75, Via Pasquale Stanislao Mancini, in 73030 Lucugnano LE. Neben Geschichte und Kirchen tritt damit das Verhältnis von örtlichem Material und handwerklicher Keramikkunst hervor.
Alltagskultur und Madonna Addolorata
Die Trattoria Iolanda ist in Lucugnano seit 1970 nachweisbar. Durch Öffnungen im Boden der Trattoria kann man ein unterirdisches Depot mit antiken Amphoren und eine tiefe Wasserzisterne sehen. Lucugnano ist außerdem mit dem örtlichen Charakter sowie mit Erzpriester „Papa Galeazzo“ verbunden, der auch den Namen „Papa Caliazzu“ trägt.
Das Fest der Madonna Addolorata findet in Lucugnano jedes Jahr am dritten Sonntag im September statt. Zum Fest gehört eine Messe mit zahlreichen Verkaufsständen in der Nähe der Kirche und im angrenzenden Bereich. Für Ihre Reiseplanung bietet dieser Termin einen klaren kulturellen Bezug zum September.
Für Ihre weitere Reiseplanung können Sie auch Marina Di Ugento, Serrano, Palmariggi, Santa Maria Al Bagno, Salice Salentino, Taurisano, Otranto und Baia Verde erkunden.
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