Galatina: Barock, San Paolo und Pasticciotto
Galatinas Altstadt: Barock, Zugänge und lokale Tradition
Galatina bewahrt im historischen Zentrum sichtbare Spuren barocker Kunst und Kultur. Mit Basalt gepflasterte Straßen führen zu Plätzen, Innenhöfen und Palästen. Porta Luce, Porta Nuova und Porta dei Cappuccini tragen unterschiedliche Namen und führen dennoch in dieselbe Altstadt. Für die Orientierung im Ortskern folgt damit eine konkrete Abfolge: Zugang über eines der drei Tore, dann Gassen zu Plätzen, Innenhöfen und Palästen.
Kirche der Heiligen Petrus und Paulus: Bau und Ausstattung
Im Herzen des historischen Barockviertels steht die Kirche der Heiligen Petrus und Paulus mit ihrer ursprünglichen Basaltpflasterung. Der Bau besteht aus Lecce-Stein, trägt eine Rokokofassade und bewahrt Fresken im Inneren. Zur sakralen Ausstattung gehören polychrome Marmoraltäre, darunter die aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts stammende Cappellone del Sacramento. Die Heiligen Petrus und Paulus verbinden die Kirche mit dem Fest vom 28. Juni bis zum 30. Juni.
San Paolo: Kapelle, Brunnen und Überlieferung
Nahe der Kirche liegt die Cappella di San Paolo. Die Kirche der Heiligen Petrus und Paulus ist spätbarock, die Cappella di San Paolo antik. Ihr Brunnen wird der Legende nach mit der Heilung von Frauen in Verbindung gebracht, die von der Tarantel gebissen wurden. In der Cappella dankten geheilte Betroffene dem heiligen Paulus.
Museum und Bibliothek: Werke und Bestände
Das Stadtmuseum bewahrt mehr als vierzig Werke und wurde in den 2000er-Jahren für die Öffentlichkeit wiedereröffnet. Es befindet sich im ersten Stock des Palazzo della Cultura Zeffirino Rizzelli, eines ehemaligen Dominikanerklosters. Die Biblioteca Pietro Siciliani bewahrt etwa 60.000 dokumentarische und multimediale Einheiten. In ihrer Sala Rari liegen der historische Bestand und die Handschriftensammlung. Die beiden Einrichtungen bewahren somit unterschiedliche Bestandsformen: Das Museum Werke, die Bibliothek dokumentarische, multimediale und handschriftliche Bestände.
Festtage und Pasticciotto in Galatina
Das Fest der Heiligen Petrus und Paulus wird vom 28. bis 30. Juni gefeiert. Zum Fest gehören Illuminationen, Verkostungsstände, Märkte, Aufführungen mit Volksmusik und Volkstänzen sowie Feuerwerk. Die drei Festtage verbinden religiöse Tradition mit kulinarischen und öffentlichen Veranstaltungen. Für die zeitliche Planung liegt das Fest damit auf drei aufeinanderfolgenden Tagen Ende Juni.
Der Legende und lokalen Tradition zufolge entstand der Pasticciotto 1745 in Galatina in der Konditorei der Familie Ascalone während der Feierlichkeiten zu San Paolo. San Paolo erscheint damit sowohl im Festnamen als auch in der Entstehungsgeschichte des Pasticciotto.
Teatro Cavallino Bianco und Architektur des 20. Jahrhunderts
Auch das Teatro Cavallino Bianco gehört zur architektonischen Vielfalt. Es ist ein Beispiel für Architektur des 20. Jahrhunderts im Zentrum von Galatina. Seine Einordnung in das 20. Jahrhundert setzt dabei einen anderen zeitlichen Bezug als die spätbarocke Kirche.
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