Cannole: Geschichte, Olivenkultur und Salento-Küche

Cannole verbindet historische Bauwerke, Olivenkultur und eine ausgeprägte Salento-Küche. Wenn Sie ein Hotel in Cannole suchen, können Castello, Kirchen, Museen, Landschaft und die Festa della Municeddha Ihre Reiseauswahl inhaltlich prägen.

Castello und Kirchen

Das Castello von Cannole stammt aus dem 16. Jahrhundert und steht auf dem dem heiligen Vincenzo Ferreri gewidmeten Hauptplatz. Ursprünglich diente es der Verteidigung; unter der Familie Personé wurde es in eine herrschaftliche Residenz umgewandelt. An seiner Ostseite entstanden ein neuer Flügel und ein Garten mit einem Brunnen im typischen Stil des späten 18. Jahrhunderts. Auf dem Brunnen ist noch heute das Wappen der Familie Granafei sichtbar.

Die Chiesa matrice della Madre di Dio ist eine aus dem späten 16. Jahrhundert stammende Kirche, die im 18. Jahrhundert erweitert wurde. Ihr Kirchenschiff beherbergt Altäre für die Madonna del Rosario und die Sacra Famiglia aus den Jahren 1649 und 1668; beide wurden von den Baronen Personé in Auftrag gegeben. Das Taufbecken ist auf das Jahr 1765 datiert.

Die Chiesa della Madonna di Costantinopoli wurde 1936 über einer bereits bestehenden Felskapelle wiederaufgebaut. In der Kirche steht eine Statue der Madonna aus Pappmaché, die mit einem angeketteten Türken zu ihren Füßen dargestellt ist.

Olivenkultur und ländliche Geschichte

Das Museo dell’arte olearia Ubaldo Villani stellt Elemente der alten Tradition solchen der mechanischen Produktion gegenüber, bei der elektrische Kraft anstelle von Muskelkraft die Getriebe antreibt. Eine kleine Museumsabteilung bewahrt fossile Knochen großer Tiere, Überreste templarischer Zeugnisse in Terra d’Otranto sowie Gegenstände aus historischen Kirchen, von denen teilweise nur noch Ruinen erhalten sind. Der Frantoio dei Piccinno wurde um die 1830er-Jahre errichtet und ist eine der wenigen erhaltenen nicht unterirdischen Ölmühlen im Salento.

Die ländliche Landschaft von Cannole umfasst ausgedehnte Bestände jahrhundertealter Olivenbäume, die von Trockenmauern begrenzt werden. Masseria Torcito entwickelte sich aus einer auf das 12. Jahrhundert bezogenen ursprünglichen Struktur wahrscheinlich im frühen 16. Jahrhundert zu einer befestigten Masseria; dabei wurden die Umfassungsmauern errichtet oder erhöht und ein Obergeschoss angelegt. Im Gebiet von Anfiano besteht bis heute eine Masseria-Struktur aus einem Verbund kleiner, unabhängiger Gebäude des 18. und 19. Jahrhunderts mit Getreidegruben, Brunnen und Ställen. Zu ihr gehört außerdem eine unterirdische Ölmühle, die im Gebiet von Anfiano erhalten ist.

Festa della Municeddha und lokale Küche

Die Festa della Municeddha findet seit 1985 jedes Jahr vom 10. August bis zum 13. August statt und verbindet folkloristische Musik mit reichhaltigen gastronomischen Ständen, an denen traditionelle Spezialitäten des Salento angeboten werden. Die Municeddha ist dabei das Hauptgericht; sie wird angebraten, gegrillt oder mit Tomatensauce zubereitet. Die in Cannole vorkommende Schneckenart wird als Cantareus apertus oder Helix aperta bezeichnet und gilt gastronomisch als besonders geschätzt.

Via Francigena und Menhir Santu Lasi

Die Via Francigena verläuft durch Cannole. Der Menhir Santu Lasi steht etwa 2 Kilometer vom Ortszentrum entfernt im Ortsteil Pirazzo am Fuß der Serra di Montevergine. Er ist etwa 4,50 Meter hoch und ein frei zugänglicher Ort unter freiem Himmel an der Strada Vicinale Santo Lasi.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lecce.

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