Triggianello: Weinbaugeschichte, Fornelli und ländliche Kultur

Triggianello verbindet Weinbaugeschichte, ländliche Landschaft und regionale Esskultur. Historische Spuren reichen von der Weinbauanlage und Villanova De Bellis bis zur Villa Belvedere und der Kirche Maria Santissima Addolorata.

Weinbaugeschichte und Villanova De Bellis

Die Geschichte von Triggianello beginnt 1878 mit der Initiative von Saverio De Bellis. Im selben Jahr erwarb er das Landgut „Pozzo Triggiano“, um dort eine Anlage zur Verarbeitung und zum Handel mit Trauben und Wein zu errichten. Die von De Bellis errichtete Weinbauanlage nahm im September 1880 den Betrieb auf. Um die Anlage entstand eine aus Naturstein errichtete Arbeitersiedlung, die den Namen „Villanova De Bellis“ erhielt.

Zu den Erzeugnissen der Anlage gehörte der Wein „Villanova“, der bald in Europa und Amerika Anerkennung fand. Diese Geschichte gibt Triggianello einen klaren Bezug zu Weinbau, Verarbeitung und Handel. Der Name „Villanova“ steht sowohl für die Siedlung als auch für den Wein aus dieser Anlage.

Villen und kirchliche Ortsgeschichte

Die neoklassizistische Villa „Belvedere“ erhebt sich auf der südöstlichen Anhöhe über Triggianello. Im Jahr 1945 beherbergte sie das örtliche Hauptquartier der britischen Alliierten.

Die Kirche Maria Santissima Addolorata in Triggianello ist der Madonna Addolorata geweiht. Sie wurde 1916 unter tatkräftiger Beteiligung der örtlichen Bevölkerung fertiggestellt und 1939 zur Pfarrei erhoben.

Eine Kirche gleichen Namens befindet sich in Conversano an der Via Vittorio Emanuele. Die Kirche in Conversano ist dabei von der gleichnamigen Kirche in Triggianello zu unterscheiden.

Landschaft und Landwirtschaft

Das landwirtschaftlich geprägte Gebiet von Triggianello bringt Kirschen, Mandeln, Oliven und Weintrauben hervor. „Pozzo Triggiano“ ist eine Karstsenke und mit der historischen Funktion als Tränkeplatz für die Transhumanz verbunden; diese Funktion reicht bis in Karten des 17. Jahrhunderts zurück. Die landwirtschaftlichen Erzeugnisse ergänzen dabei die Weinbaugeschichte um weitere konkrete Produkte des Gebiets.

Fornelli und Feste

Die traditionellen „Fornelli“ in Triggianello sind offene Röstereien, die sich gewöhnlich neben einer Metzgerei befinden. Serviert werden dort Capocollo, Spieße, Wurst und Bombette. Die Nähe zur Metzgerei gehört dabei zur traditionellen Form der Fornelli.

Das Fest der Madonna Addolorata wird am zweiten Sonntag im September gefeiert. Im Jahr 2026 erreichte das Birranova Beer Fest in Triggianello seine 17. Ausgabe. Es fördert die Kultur des handwerklich gebrauten Biers und schafft durch Musik und Gastronomie Begegnungsmöglichkeiten. Das religiöse Fest und das Beer Fest setzen unterschiedliche Akzente: Madonna Addolorata auf der einen, Bierkultur mit Musik und Gastronomie auf der anderen Seite.

Triggianello als Standort

Triggianello ist über ein Verkehrsnetz mit den Nachbarorten verbunden, das zumindest zu den wesentlichen Zeiten die Fortbewegung ermöglicht.

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