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Civita d’Antino: Geschichte, Kunst und Weitblick

Unterkünfte in Civita D'antino

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Civita d’Antino verbindet römische Geschichte, Friedhofsarchitektur, Kunst und weite Landschaft in einem klar umrissenen Ort. Die Stadt liegt auf einem 904 Meter hohen Plateau, von dem aus sich das gesamte Valle Roveto überblicken lässt. Für Ihre Reiseplanung entsteht daraus ein Ziel, das historische Themen mit einer konkreten Wanderung und besonderen Kulturstätten verbindet.

File:Civita d'antino prato.jpg File:Civita d'antino prato.jpg Foto: Marica Massaro via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Antinum und der Blick ins Valle Roveto

Seinen historischen Kern bildet Antinum: Nach dem Bundesgenossenkrieg im 1. Jahrhundert v. Chr. wurde der Ort von den Römern zum Municipium erhoben. Ein bedeutendes Baudenkmal im Herzen von Civita d’Antino ist der erhaltene Palazzo Ferrante. Zusammen mit der erhöhten Lage ergibt sich ein Ortsbild, in dem Geschichte und der Blick über das Valle Roveto unmittelbar zum Charakter des Aufenthalts gehören.

Friedhofsarchitektur mit eigenständiger Geschichte

Das Cimitero Napoleonico ist eines der sehr wenigen nationalen Beispiele für Friedhofsarchitektur und das einzige in den Abruzzen, das den strengen Vorgaben des Edikts von Saint-Cloud von 1804 entspricht. Das Edikt wurde 1806 auf die italienischen Gebiete ausgeweitet. Der Friedhof ist damit ein besonders präzise einzuordnendes Zeugnis der napoleonischen Epoche und ein eigener Schwerpunkt beim Rundgang durch Civita d’Antino.

Spuren von Zahrtmann und Edward Lear

Die Pensione wurde zum Sitz der Schule des dänischen Meisters Kristian Zahrtmann, die von vielen Künstlern besucht wurde. In der Casa dei Pittori werden 89 Wappen von Künstlern bewahrt, die die künstlerische Epoche der Schule von Zahrtmann dokumentieren. Auch Edward Lear hielt sich 1843 in Civita d’Antino auf. Diese Namen stehen für eine Ortsgeschichte, in der die künstlerische Wahrnehmung des Ortes eine ebenso konkrete Rolle spielt wie seine ältere Vergangenheit.

Museum und geoastronomischer Blick

Das Museo Archeologico Antinum zeigt Votivterrakotten aus der Via Manzoni sowie einen interessanten Komplex von Tafelkeramik aus spätrepublikanischer Zeit aus der Via Genova. Einen anderen Zugang eröffnet das Osservatorio Astronomico Torre Colonna mit einem geoastronomischen Ansatz, der Astronomie, Geophysik, Geologie und Geografie miteinander verbindet. So reichen die kulturellen Themen von archäologischen Funden bis zur wissenschaftlichen Betrachtung von Raum und Landschaft.

Palazzo Ferrante und der Wehrturm

Der der Familie Colonna zugeordnete Wehrturm in Civita d’Antino besitzt eine U-förmige, stumpf quadratische Struktur und ist heute besuchbar. Gemeinsam mit dem Palazzo Ferrante ergänzt er die historischen Zeugnisse des Ortes um zwei unterschiedliche Bauaufgaben: ein bedeutendes Baudenkmal im Ortskern und einen Wehrturm mit klar erkennbarer geometrischer Form.

Wandern zwischen Tagesroute und Fernweg

Die Wanderroute von Civita d’Antino zur Eremo S. Maria della Ritornata ist als Hin- und Rückweg 12 km lang, dauert zu Fuß etwa 3–4 Stunden und gilt als leicht. Darüber hinaus führt der Grande Cammino dei Briganti durch Civita d’Antino. Er ist Teil einer 500 Kilometer langen, auf 28 Wandertage ausgelegten Route durch die fünf Regionen Abruzzen, Latium, Molise, Kampanien und Basilikata. Die beiden Strecken eröffnen unterschiedliche Planungsrahmen: einen überschaubaren Wandertag und einen Fernweg, der Civita d’Antino in einen größeren regionalen Zusammenhang stellt.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: L-Aquila.

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