Forlì-Cesena: Kultur, Berge und Radrouten für Ihre Italienreise
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Foto: Terragio67 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Kultur zwischen Antike, Festungen und Kunst
Die Provinz Forlì-Cesena liegt im Südosten der Emilia-Romagna und verbindet mittelalterliche Burgen und Festungen mit Landschaften aus Weinbergen und Olivenhainen. Ihr kulturelles Interesse reicht von römischen Spuren bis zu Architektur und Kunst des 20. Jahrhunderts.
Im Museo Archeologico Nazionale di Sarsina sehen Sie überwiegend lokal stammende archäologische Funde von der Vorgeschichte bis zur Spätantike. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der römischen Zeit vom 1. Jahrhundert v. Chr. bis zum 2. oder 3. Jahrhundert n. Zu den Exponaten gehören wieder zusammengesetzte römische Grabmonumente, darunter das 13,5 m hohe Giebelmausoleum des Rufus, das gegen Ende des 1. Jahrhunderts v. entstand. Das erneuerte Museum wurde nach einer umfassenden Sanierung wieder für die Öffentlichkeit geöffnet.
In Dovadola ist die Rocca dei Conti Guidi ein bedeutendes Zeugnis mittelalterlicher Militärarchitektur. Die Festung bewahrt die Linien ihrer Mauerstrukturen aus dem 14. Jahrhundert weitgehend unverändert. In Terra del Sole erstreckt sich die Stadtbefestigung über mehr als 2 km und bewahrt den Charakter der Festungsstadt.
Cesena verbindet historische und religiöse Eindrücke: Die Abbazia di Santa Maria del Monte ist ein altes Benediktinerkloster auf dem Colle Spaziano. Die dem Kloster angegliederte Basilika Santa Maria del Monte ist ein diözesanes Marienheiligtum. Die Abbazia empfängt Besucher zur Feier der Aufnahme Mariens in den Himmel sowie am 31. Mai zum Abschluss des Marienmonats. Ein weiterer Rundgang in Cesena führt entlang der inneren Wehrgänge, der alten Gefängnisse und einer Ausstellung von Turnierwaffen.
Bei Galeata gilt die Villa di Teodorico als bedeutendes Zeugnis der Geschichte, Kultur und Identität der Region. In der römischen Stadt Mevaniola bei Galeata sind Teile der Thermen und des kleinen Theaters für Besucher zugänglich. Forlì ergänzt das historische Bild mit einer Sammlung von 70 Gemälden, die unter dem gemeinsamen Thema der Arbeit Werke bedeutender italienischer Kunstrichtungen der Mitte des 20. Jahrhunderts versammelt. In Predappio führt ein ganzjährig begehbarer, durch Tafeln markierter Rundgang zu bedeutenden, nahezu unverändert erhaltenen Beispielen der Architektur der faschistischen Epoche.
Natur, Berge und Wege
Der Parco Nazionale delle Foreste Casentinesi, Monte Falterona e Campigna umfasst Gebiete in der Provinz Forlì-Cesena sowie in den Provinzen Arezzo und Florenz. Der Nationalpark erstreckt sich über etwa 36.000 ha, die zu gleichen Teilen auf Emilia-Romagna und Toskana entfallen.
Für aktive Tage bietet der Park Wanderungen, Mountainbiking und Reiten; im Winter kommen Skitouren und Schneeschuhwanderungen hinzu. Insgesamt stehen dafür etwa 600 km Wege zur Verfügung. Ergänzt wird das Wegenetz durch neun Sentieri Natura sowie in Campigna durch den für alle zugänglichen Weg „Sentiero per tutti… i sensi“. Bei der Cascata dell’Acquacheta befindet sich ein Wasserfall von etwa 70 m Höhe.
Der Monte Fumaiolo ist eine landschaftlich geschützte Bergregion mit Möglichkeiten zum Trekking, Mountainbiking, Klettern, Reiten und zu Wintersport. Damit lässt sich die Region je nach Schwerpunkt mit ruhigen Landschaftseindrücken, sportlichen Aktivitäten oder kulturellen Besichtigungen verbinden.
Radrouten, Pilgerwege und regionale Spezialitäten
Die offizielle Via Romea Germanica zweigt bei Forlì und Cesena in mehrere Äste ab. Von Forlì führt sie durch das Bidente-Tal über Meldola, Civitella di Romagna, Galeata und Santa Sofia bis nach Campigna. Der Rubicone Tour Bike ist ein für alle Leistungsstufen geeigneter Radrundweg durch die Provinz Forlì-Cesena und erschließt historische, kulturelle und landschaftliche Sehenswürdigkeiten.
Cesenatico gilt dank spezieller Einrichtungen und zahlreicher entsprechender Dienstleistungen als Zentrum des Fahrradtourismus. In Cesenatico findet außerdem die Nove Colli als Radsport-Gran-Fondo statt. Die Food and Wine Route of Forlì-Cesena wurde durch elf Berggemeinden erweitert und umfasst seitdem 534 km. Dazu gehören typische DOC-Weine der Romagna wie Albana, Sangiovese, Trebbiano, Cagnina und Pagadebit sowie Käse aus der Romagna, natives Olivenöl extra, Obst und Gemüse, Pilze, Trüffel und Piadina.
Auch kulinarische Interessen lassen sich mit den regionalen Weinen und Spezialitäten verbinden.
Weitere Orte in Forlì-Cesena
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