Valgatara: Fresken, Villen, Wege und regionale Genüsse

File:Cimitero di Valgatara 01.jpg File:Cimitero di Valgatara 01.jpg Foto: Syrio via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Valgatara lässt sich aus mehreren Perspektiven entdecken: durch romanische und mittelalterliche Sakralbauten, historische Villen, den auf einem Hügelkamm verlaufenden Sentiero Nr. 235 und eine regionale Genussgeschichte. Die Fresken von San Marco al Pozzo, die Villen mit Loggien und Portiken, der Sentiero Nr. 235 und die regionale Genussgeschichte geben Ihnen dafür konkrete Anknüpfungspunkte für die Reiseplanung.

Kirchen mit mittelalterlichen Spuren

San Marco al Pozzo ist eine romanische Kirche mit schlichter Giebelfassade und kleinem Glockenturm. Das Gotteshaus besitzt Fresken aus der Zeit vom späten 14. bis zum frühen 15. Jahrhundert. An der Pfarrkirche von Valgatara treffen mittelalterliche Ursprünge auf eine spätere bauliche Erweiterung: Sie ist den Heiligen Fermo und Rustico geweiht und wurde 1854 nach einem Entwurf des Architekten Francesco Ronzani erweitert. So zeigen zwei Sakralbauten unterschiedliche Zeitspuren, von romanischer Formensprache bis zur Architektur des 19. Jahrhunderts.

Villen und historische Bauelemente

Die Villa Campagnola in Valgatara ist ein großes Gebäude mit einer auf Architraven ruhenden Loggia. Dazu kommt ein Portikus mit rundbogigen, bossierten Pfeilern, dessen Konstruktion die Aufmerksamkeit auf die architektonischen Details lenkt. In der Ortschaft Fasanara bei Valgatara befindet sich außerdem die Villa Guantieri, ein gut erhaltenes Beispiel für eine Villa mit Portikus und Loggia sowie einem Taubenturm.

Auch der Komplex La Torre bewahrt markante Elemente historischer Architektur. Dazu gehören ein gekappter Taubenturm und sichtbare Reste einer dreijochigen Barchessa mit Pfeilern und bossierten Bögen. Bei einem Aufenthalt in Valgatara können Sie an der Villa Campagnola, der Villa Guantieri und dem Komplex La Torre konkrete Fassaden, Loggien, Pfeiler und erhaltene Nebengebäude statt nur ein allgemeines Ortsbild in den Blick nehmen.

Panoramablicke auf dem Sentiero Nr. 235

Für die Landschaftsperspektive verläuft der Sentiero Nr. 235 auf dem Hügelkamm zwischen Valgatara und dem Tal von Negrar. Der Weg bietet Panoramablicke auf die Orte der Valpolicella. Die klare Lagebeschreibung macht den Weg besonders interessant für Sie, wenn Sie bei einer Reise Architektur und Landschaft gedanklich miteinander verbinden möchten.

Wein, Gebäck und Wege durch die Landschaft

Die Verbindung von Landschaft und regionalem Geschmack zeigte sich bei der Ausgabe 2023 von „4 Passi di Gusto“. In Corte Nicolis in Valgatara wurden die österliche „Brassadela“ und ein Glas Recioto Classico zur Verkostung angeboten. Die Wanderung „4 Passi di Gusto“ führte durch Weinberge sowie zwischen Kirsch- und Olivenbäumen. Die Veranstaltung lässt sich über 20 Jahre zurückverfolgen und ist mit der Pro Loco Marano di Valpolicella verbunden. Für Ihre Planung ist dabei wichtig, die kulinarischen Eindrücke der Ausgabe 2023 zuzuordnen und nicht als zeitlich unbegrenztes Angebot zu verstehen.

Ein Blick auf die Ortsgeschichte

Eine Vereinbarung von 1506 erwähnt Valgatara als Gemeinschaft, die vermutlich in einer „vicinia“ organisiert und von einem „massaro“ geleitet wurde.

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