Grezzana: Felslandschaften und Geschichte entdecken
File:Cimitero di Grezzana - Interno della cappellina.jpg
Foto: Syrio via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Grezzana ist ein Ziel für Sie, wenn Sie Felslandschaften, lange Kulturgeschichte und Wege durch die Hügel miteinander verbinden möchten. Im Vajo del Paradiso treffen ungewöhnliche Geologie und prähistorische Spuren aufeinander; historische Anlagen, eine Villa mit Garten und ein Rundweg ergänzen das Bild.
Felslandschaft und prähistorische Spuren
Im Vajo del Paradiso haben die unterschiedlich stark erodierten Schichten des „Rosso ammonitico“ hohe Felsabsätze entstehen lassen. An deren Fuß verlaufen felsige Wege; außerdem öffnen sich dort Höhlen und Felsschutzdächer. An den Felswänden des Vajo del Paradiso sind seltene Felsmalereien erhalten. Ihre Zuordnung ist schwierig: Sie reichen vom Neolithikum über protohistorische Zeiten bis möglicherweise zu frühchristlichen beziehungsweise frühmittelalterlichen religiösen Darstellungen.
Geschichte in Bauwerken und Fundstätten
Der Garten der Villa Arvedi entstand als elegante, schlichte Ausschmückung des 1650 von Architekt und Bildhauer G.B. Bianchi errichteten Gebäudes. Die Villa liegt auf einer Rasenterrasse; ihr Parterre zeigt raffinierte Muster in Form eines doppelten Fächers – ein in Italien als einzigartig beschriebener Entwurf.
Die Contrada Bellori bewahrt zu großen Teilen ihre charakteristischen architektonischen Merkmale. Ihr Wahrzeichen, der Mulino di Bellori, ist eine um das 16. Jahrhundert errichtete zweirädrige Wassermühle, die bis 1956 in Betrieb war.
Auch die heute als Torre del Falasco bekannte komplexe Anlage nahm zu Beginn des 12. Jahrhunderts eine geordnete Gestalt an. Damals wurde das Gebiet der Familie Turrisendi als Lehen überlassen; sie befestigte den bereits natürlich geschützten Ort zusätzlich.
Der Weg dorthin führt über Privatgrundstücke, daher ist die Torre derzeit nicht öffentlich zugänglich. Aus der Ferne sehen Sie sie von der Umgehungsstraße zwischen Grezzana und Stallavanea in Richtung Lessinia zwischen den Felsen.
Riparo Tagliente gilt als eine der bedeutenden prähistorischen Fundstätten auf europäischer Ebene und belegt, dass die Lessinia seit der Antike besiedelt war. Zugänglich ist Riparo Tagliente nur während der von der Università di Ferrara durchgeführten Ausgrabungskampagne, gewöhnlich Ende September oder Anfang Oktober.
Wandern und Radwandern rund um Grezzana
Der Rundweg „Boschi e antiche località sulle colline di Grezzana“ verläuft von Grezzana auf 168 m über Orè (225 m), Bivio Falasco (295 m), Case Vecchie (485 m) und Coatte (345 m) zurück nach Grezzana auf 168 m. FEET ist ein Projekt zur Aufwertung von Wander- und Radwanderwegen im Gebiet von Grezzana.
Weitere Orte in der Umgebung
In der Umgebung von Grezzana befinden sich Castle Saint Pietro als Burg, das Teatro romano di Verona als antike Stätte und als Museum sowie das Museo Africano als Museum. Ebenfalls in der Umgebung von Grezzana befinden sich der Parco delle Cascate als Wasserfall und Arco della Costa, Porta Borsari sowie Porta Vescovo als natürliche Bögen.
Villa Arvedi führt weiterhin eine landwirtschaftliche Produktion von Trauben und Olivenöl. Damit erhält die Villa neben ihrer Garten- und Baugeschichte auch eine landwirtschaftliche Dimension.
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