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Rovigo zwischen Po-Delta, Kunst und historischer Architektur

Unterkünfte in Rovigo

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Rovigo verbindet die vielgestaltige Landschaft des Po-Deltas mit einer bemerkenswerten Dichte an Kunst, Architektur und historischen Wegen. Wenn Sie eine Italienreise mit Kultur und Natur verbinden möchten, finden Sie hier sowohl Sammlungen und Palazzi im Stadtgebiet als auch Ausflugsziele zwischen Flüssen, Lagunen und Dämmen.

File:Abitazione di Luigia Modena Colorni (Rovigo) 01.jpg File:Abitazione di Luigia Modena Colorni (Rovigo) 01.jpg Foto: Threecharlie via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Po-Delta und Naturerlebnisse

Die Landschaft des Po-Deltas in der Provincia di Rovigo umfasst fossile Dünen, erhöhte Dämme, Flussauen, Fischereitäler, Lagunen und neu entstandene Sandbänke. Im Parco del Delta del Po sind Fahrradausflüge auf den Dämmen, Boots- und Kanuausflüge sowie Birdwatching und Naturfotografie möglich. Im Abschnitt von Porto Levante bis zum Po di Maistra gibt es Beobachtungstürme und Beobachtungspunkte; außerdem verfügt die von Veneto Agricoltura verwaltete Anlage über einen Beobachtungsturm.

Auch die Via dell’Acqua verbindet Naturbeobachtung mit einer Bike-&-Boat-Route. Bei Trecenta führt sie an den Gorghi vorbei, den Überresten alter Flussläufe, die heute geschützte Feuchtgebiete sind. Der Rückweg führt auf dem Fluss zum Mulino Pizzon, einem Beispiel industrieller Archäologie. Eine weitere naturkundliche und kulturelle Bike-&-Boat-Route trägt den Namen Tra Ville e Castelli.

Kunst, Museen und historische Architektur

Die Accademia dei Concordi stellt der Öffentlichkeit eine Bibliothek mit mehr als 300.000 Dokumenten zur Verfügung. Ihre Pinakothek umfasst mehr als 400 Werke; zur Accademia gehört außerdem eine archäologische Abteilung mit der Sammlung von Camillo Silvestri und der Ägyptischen Sammlung von Giuseppe Valsè Pantellini. Das Museo dei Grandi Fiumi präsentiert das archäologische, kulturelle und landschaftliche Erbe des Polesine, einer von den Flüssen Po und Etsch geprägten Region. Originale Zeugnisse werden dort mit interaktiven Reproduktionen, szenografischen Inszenierungen, Multimedia-Installationen, Dioramen und Modellen verbunden.

Zu den prägenden Bauwerken zählt der Tempio della Beata Vergine del Soccorso, der den Namen La Rotonda trägt. Aufgrund seines oktogonalen Grundrisses ist er ein Wahrzeichen von Rovigo. La Rotonda wurde von Francesco Zamberlan entworfen, der Grundstein wurde am 13. Oktober 1594 gelegt. Der 57 Meter hohe Glockenturm ist ein Werk von Baldassarre Longhena aus dem Jahr 1773.

Der architektonische Komplex San Bartolomeo entstand im 13. Jahrhundert und erreichte nach der Erweiterung des Olivetanerklosters im 16. und 17. Jahrhundert seine größte Blüte. Der Palazzo Roverella wurde ab 1474 im Auftrag von Kardinal Bartolomeo Roverella begonnen; traditionell wird er Handwerkern aus Ferrara im Umfeld des Architekten Biagio Rossetti zugeschrieben. Heute beherbergt der Palazzo die Sammlung der Pinakothek sowie wechselnde Kunst- und Fotoausstellungen.

Der Palazzo Roncale wurde zwischen 1550 und 1562 nach einem Entwurf des veronesischen Architekten Michele Sanmicheli errichtet und beherbergt seit 2016 wechselnde Ausstellungen, die sich mit künstlerischen und kulturellen Besonderheiten des Gebiets befassen. Die palladianische Villa Badoer in Fratta Polesine gehört zum UNESCO-Welterbe. Für einen weiteren Einblick in die Stadtgeschichte führt Tra Piazze e Palazzi als urbaner Rundgang durch das historische Zentrum von Rovigo.

Stadtmauer, Kirchen und Palazzi

Die Porta Sant’Agostino ist eines der letzten beiden Tore der mittelalterlichen Stadtmauer von Rovigo und stammt vermutlich aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Die Porta San Bartolomeo gehört zu den drei Toren der ursprünglichen Stadtmauer aus dem 14. Jahrhundert. Die Torre Pighin ist der einzige erhaltene Wachtturm der früheren Stadtmauer. Der historische Monumentalkomplex mit der Torre Donà geht auf das Jahr 920 zurück, als die Erlaubnis zum Bau einer Burg zum Schutz vor Barbareneinfällen erteilt wurde. Die Torre Donà ist etwa 60 Meter hoch und gilt als einer der bedeutenden frühmittelalterlichen Türme Italiens.

Der heutige Duomo Concattedrale di Santo Stefano wurde 1696 an der Stelle einer früheren, für das Jahr 1050 belegten Kirche begonnen. Im Dom befinden sich Werke von Jacopo Palma il Giovane und Andrea Vicentino. Die Kirche Sant’Antonio Abate trägt den Namen San Domenico, geht auf den Beginn des 16. Jahrhunderts zurück und steht in Verbindung mit der Entstehung des Ospedale di Sant’Antonio Abate. Von der Kirche San Domenico ist eine einzige seitlich gelegene, von außen sichtbare Fassade vorhanden.

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Das Oratorio della Santissima Concezione trägt den Namen Chiesetta del Cristo und ist ein Sakralbau mit einem Grundriss aus dem 15. Jahrhundert und einem dreischiffigen Innenraum. Dort befinden sich ein kostbarer Altar aus dem 18. Jahrhundert und ein Freskofragment mit der Darstellung der Jungfrau mit dem Kind. Von der Chiesa dei SS Francesco e Giustina sind ein Teil des ersten Kreuzgangs und ein Saal aus dem 14. Jahrhundert erhalten.

Der Palazzo Venezze wurde 1715 im Auftrag des Grafen Stefano Venezze von Agostino Ghirotti entworfen. Der Palazzo Silvestri entstand in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts und weist stilistische Ähnlichkeiten mit der Architektur von Ferrara auf. Die Palazzina Minelli ist ein 1860 errichtetes Gebäude im neugotischen Stil, das später restauriert wurde. Die Pescheria Nuova wurde in den 1870er Jahren als Eisen-Glas-Bau im eklektischen Stil errichtet.

Der Palazzo Angeli wurde 1781 nach einem Entwurf des veronesischen Architekten Francesco Schiavi errichtet. Der Saal im Piano nobile ist mit Fresken von Giambattista Canal ausgestattet. Die Loggia dei Nodari beherbergt bedeutende Kunstwerke und bewahrt die Glocke des Bergfrieds von Schloss Rovigo, die dort seit 1488 nachweisbar ist. Der Saal des Palazzo della Gran Guardia dient heute als Veranstaltungsort für Ausstellungen und Kongresse.

Routen für Kultur und Bewegung

Der Rundweg Percorso delle Mura Antiche dauert zu Fuß etwa 60 Minuten und mit dem Fahrrad etwa 25 Minuten. La Via dell’Archeologia ist eine Bike-&-Boat-Route von Rovigo nach Adria. Sie führt vom ehemaligen Olivetanerkloster San Bartolomeo zu einem Anleger und anschließend per Boot über den Canalbianco nach Adria. I luoghi degli Olivetani ist eine 25 Kilometer lange Rundroute, die teilweise über einen Radweg, teilweise über asphaltierte, teilweise befahrene Straßen und teilweise über unbefestigte Wege führt.

Das Teatro Sociale ist ein traditionsreiches Theater und veranstaltet Opern-, Schauspiel-, Tanz-, symphonische, Kammermusik- und Jazzspielzeiten. Zu den für Rovigo und seine Provinz ausgewählten regionalen Spezialitäten gehören Insalata di Lusia IGP, Cozze di Scardovari DOP und Riso del Delta del Po IGP. Der Bahnhof Rovigo bietet Unterstützung für Fahrgäste mit Behinderungen oder eingeschränkter Mobilität.

Weitere Orte zur Orientierung

Zur weiteren Orientierung finden Sie die Ortsseiten von Gavello, Loreo, Porto Levante, Piano, Frassinelle Polesine, Giacciano Con Baruchella, Crespino, Santa Giulia, San Basilio, Occhiobello, Badia Polesine, Adria, Stienta, Trecenta, Albarella Isola, Lendinara, Boccasette, Ceregnano, Corbola, Bosaro, Guarda Veneta, San Martino Di Venezze, Bagnolo Di Po, Rosolina Mare, Scardovari, Taglio Di Po, Bonelli Di Porto Tolle, Castelguglielmo Rovigo, Rosapineta, Rovigo, Polesella, Pagana, Castelnovo Bariano, Paviole, Costa di Rovigo, Cavanella Po, Porto Viro, Fratta Polesine, Arquà Polesine, Melara, Salara, Ariano Nel Polesine, Rosolina, Porto Tolle und Pontecchio Polesine.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Venetien.

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