Monterubiaglio: Burg, Kirche und Weintradition
Unterkünfte in Monterubiaglio
Monterubiaglio verbindet mittelalterliche Ortsgeschichte mit religiöser Tradition, Spaziergängen und einer tief verwurzelten Weinkultur. Wenn Sie auf Ihrer Italienreise nicht nur eine Landschaft sehen, sondern den Charakter eines Ortes über seine Bauwerke, Feste und Esskultur verstehen möchten, bietet Monterubiaglio mehrere interessante Zugänge. Kirche, Burg, archäologische Stätte und historische Keller erzählen dabei jeweils einen eigenen Teil der Geschichte.
Kirche, Burg und mittelalterliches Monterubiaglio
In der heutigen Kirche Sant'Antonio Abate liegen unter dem Bodenbelag Teile der Mauern und der Apsis einer früheren Kirche. Dazu kommen Fragmente von Fresken, die der Kirche eine besondere historische Tiefe geben. In derselben Kirche können Sie eine hölzerne Darstellung der Himmelfahrt Mariens sehen. Sie ist seit dem 17. Jahrhundert historisch mit örtlichen Feiern und der lokalen Frömmigkeit verbunden.
Auch die Befestigungsgeschichte prägt Monterubiaglio. Die befestigte Siedlung ist im Kataster von 1292 als Castrum belegt, also als befestigter Ort. Die mittelalterliche Burg entwickelte sich zu einer Befestigungsanlage mit Ringmauer, Bergfried und Palatium. Das quadratische Castello Monaldeschi besitzt Ecktürme und blickt auf die Piazza dello Statuto in Monterubiaglio.
Spaziergänge zwischen Orten und Landschaft
Ein Spaziergang führt nach Monterubiaglio und umfasst den Besuch der Kirche Sant'Antonio Abate sowie der Überreste von San Bartolomeo. Für Sie entsteht dadurch eine Verbindung zwischen dem historischen Sakralbau und einem weiteren Zeugnis der Ortsgeschichte. Ein anderer Spaziergang trägt den Namen „Alla scoperta dei sentieri locali“ und umfasst Castel Viscardo, Monterubiaglio, Tivertino und die Fonti di Tiberio. Die beiden Wege setzen damit unterschiedliche Schwerpunkte: Der eine konzentriert sich auf Monterubiaglio und seine historischen Stationen, der andere verbindet den Ort mit mehreren Zielen.
Zur landschaftlichen Einordnung gehört die archäologische Stätte Coriglia. Sie liegt am Nordhang des Hügels, auf dessen Gipfel Monterubiaglio liegt, und blickt auf das Tal des Flusses Paglia. Wer sich für die Verbindung von Siedlungsgeschichte und Landschaft interessiert, findet hier einen weiteren konkreten Bezugspunkt rund um den Ort.
Weintradition und lokale Tafelkultur
Die Verbindung der Familie Cotarella mit der Weinwelt begann in den 1960er-Jahren. Damals errichteten die Weinbauern Antonio und Domenico Cotarella in Monterubiaglio ihren ersten Weinkeller für die eigene Weinproduktion. Die alten, in den Fels unterhalb von Monterubiaglio gegrabenen Keller stehen außerdem mit einer über Generationen weitergegebenen Weinbautradition in Verbindung.
Diese Tradition zeigt sich auch in überlieferten Formen der Weinbereitung und des gemeinsamen Feierns. Bei der traditionellen Festa della Pistatura wurden die Trauben in den Bigonzone gelegt, barfuß getreten und mit Zement versiegelt. Anschließend sollte der Bigonzone im November zur Verkostung des neuen Weins wieder auf den Platz gebracht werden. Bei Baffo DiVino wird jeder Gang mit einer Auswahl der besten DOC-Weine und lokalen Weine aus den historischen Kellereien von Monterubiaglio kombiniert.
Die Mai-Patronatsfeier
Die jährlich stattfindende Mai-Patronatsfeier verbindet religiöse Feiern und Gebet mit Musik, gastronomischen und weinbezogenen Veranstaltungen sowie weiteren traditionellen Programmpunkten und Darbietungen.
Weitere Orte
Alviano, Orvieto Scalo, Ripalvella, Collicello, San Gemini, Torreorsina, Rosaro und Vasciano
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