Collicello entdecken: Mittelalter, Waldwege und Kirchen
Unterkünfte in Collicello
Collicello zwischen Ringmauer und Waldwegen
Collicello hat sein mittelalterliches Erscheinungsbild weitgehend bewahrt. Dazu gehören die in sehr gutem Zustand erhaltene Ringmauer, das Eingangstor mit steinernem Rundbogen und acht Wehrtürme. Einer dieser Türme weist in Richtung des zerstörten Castello di Canale. So verbindet der Ort eine klar erkennbare befestigte Struktur mit einer Landschaft, die sich auf Wegen durch die Wälder rund um Collicello erschließt.
Spuren von Burgen und mittelalterlichen Konflikten
Der Bau des Castrums von Collicello geht auf das Jahr 1295 zurück. Im Nordwesten des Ortes steht außerdem ein im 14. Jahrhundert errichteter Wehrturm, der dem Castello di Canale gegenüberliegt. Vom Castello di Canale sind sichtbare Reste der Mauern und ein Teil eines Turms erhalten. Die Ruinen des Castello di Canale und die befestigten Mauern von Collicello werden mit einigen der blutigsten Kämpfe zwischen Guelfen und Ghibellinen in Umbrien in Verbindung gebracht.
Kirchen, Fresken und religiöse Überlieferungen
Zentral in Collicello liegt die Kirche San Giovanni Evangelista. Sie bewahrt eine alte Pfeifenorgel. Ihr Apsisfresko zeigt die Madonna mit dem Kind sowie den Erzengel Michael und Johannes den Evangelisten zusammen mit einer Ansicht von Collicello. Benedetto Cascianelli schuf das Fresko im Jahr 1948.
Unmittelbar außerhalb von Collicello steht die ländliche Kirche Madonna delle Grazie. Große Freskenfelder im Inneren werden in die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts datiert; außerdem befinden sich dort zahlreiche an den Wänden angebrachte Votivgaben. Das Fest zu Ehren der Madonna delle Grazie in Collicello wird jedes Jahr am 16. Juli gefeiert. Der Überlieferung zufolge suchte Franz von Assisi in der neben der franziskanischen Einsiedelei gelegenen, noch sichtbaren Grotte Zeit für Gebet und Meditation.
Wanderoptionen rund um Collicello
Der Percorso Circolare di Collicello bietet drei Wanderoptionen: eine kurze Strecke von 5 km, eine mittlere von 7 km und eine lange von 11 km. Der Rundweg verläuft durch die Wälder rund um den Ort. Ein weiterer Weg vom oberen Teil Collicellos führt durch die Vegetation zu den Ruinen der Rocca di Canale. Die unterschiedlichen Streckenlängen geben Ihnen eine klare Grundlage, um Ihre Tagesplanung an den gewünschten Umfang der Wanderung anzupassen.
Auch die Route „AMELIA E I BOSCHI DELL’AMERINO“ führt nach einer eindeutigen Wegangabe durch Collicello: Der Ort liegt dort bei Kilometer 10,6. Unmittelbar vor dem Bogen und dem Turm biegt man links ab und steigt in Richtung Frattuccia weiter auf. In Galisciano befinden sich die Ruinen eines Franziskanerklosters namens Speco di S. Francesco. Der Überlieferung zufolge hielt sich Franz von Assisi dort auf.
Fava Cottòra und regionaler Charakter
Zur kulinarischen Besonderheit des Ortes gehört die Fava Cottòra, die als Slow-Food-Presidio anerkannt ist. Sie ist mit acht Produzenten verbunden. Wenn Sie diese besondere Hülsenfrucht kennenlernen möchten, führt der Weg nach Collicello und Frattuccia. Damit ergänzt eine klar verankerte lokale Spezialität die mittelalterlichen, religiösen und landschaftlichen Themen des Reiseziels.
Weitere Orte für Ihre Reiseplanung sind Vasciano, Coppe, Fabro Scalo, Narni Scalo, Visciano Di Narni, San Carlo, Avigliano Umbro und Benano.
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