Montegiove entdecken: La Scarzuola, Kirchen und Castello
Unterkünfte in Montegiove
Montegiove verbindet ungewöhnliche Architektur, mittelalterliche Sakralbauten und eine weitläufige umbrische Kulturlandschaft. Im Mittelpunkt steht La Scarzuola, ein architektonisches Ensemble mit mehreren zeitgeschichtlichen und religiösen Bezügen. Ergänzt wird dieses Bild durch das Castello di Montegiove, die Chiesa di San Lorenzo und zwei Kapellen mit jeweils eigener Geschichte. Wenn Sie ein Hotel in Montegiove auswählen, können Sie Ihren Aufenthalt deshalb an den Themen orientieren, die Sie besonders interessieren: an Architektur und Symbolik, an kirchlicher Kunst oder an einer Landschaft, die mit Weinbau verbunden ist.
La Scarzuola: Architektur zwischen Klostergarten und Idealstadt
La Scarzuola liegt im Ortsteil Montegiove der Gemeinde Montegabbione. Dort befindet sich im Garten eines ehemaligen franziskanischen Klosters ein von Tomaso Buzzi geschaffenes architektonisches Ensemble. Buzzis Idealstadt La Scarzuola besteht aus Gebäuden unterschiedlicher Stile und Größen. Die Anlage ist zugleich als Labyrinth, symbolischer Weg und magischer Rundgang gestaltet. Dadurch begegnen Ihnen nicht nur einzelne Baukörper, sondern eine bewusst inszenierte Folge von Formen, Wegen und räumlichen Eindrücken.
Auch die der Santissima Annunziata geweihte Kirche gehört zu den kulturellen Bezugspunkten von La Scarzuola. Sie enthält ein Fresko aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, das den heiligen Franziskus in der Levitation zeigt. Das mittelalterliche Bild steht damit neben der später entstandenen Architektur Buzzis und bildet einen eigenständigen religiösen Akzent innerhalb dieses Ensembles. Wer sich für Architektur und sakrale Kunst interessiert, findet hier zwei deutlich unterschiedliche Ausdrucksformen an einem thematisch verbundenen Schauplatz.
Praktische Orientierung für die Anfahrt
Für die Planung rund um La Scarzuola ist die letzte Wegstrecke besonders wichtig: Die letzten 2 Kilometer verlaufen auf einer unbefestigten Straße. Busse mit einer Länge von mehr als 12 Metern können diese Straße nicht befahren. Wenn Sie mit einer größeren Reisegruppe unterwegs sind, sollten Sie diese konkrete Einschränkung bei der Organisation berücksichtigen. Sie betrifft die Zufahrt selbst und ist von der kulturellen Bedeutung der Anlage getrennt zu betrachten.
Castello di Montegiove und die umbrische Landschaft
Das Castello di Montegiove wurde im 13. Jahrhundert von der Familie Bulgari beziehungsweise Bulgarelli errichtet. Heute kann das Castello ganzjährig nach Vereinbarung besichtigt werden. Der Besuch beginnt im Park und in einem Teil der Schlossräume, führt in den antiken Keller aus dem 16. Jahrhundert und endet mit einer Verkostung der auf dem Gut erzeugten Weine. Diese Abfolge verbindet Schlossräume, historische Bausubstanz und ein konkretes Element regionaler Landwirtschaft, ohne die einzelnen Stationen zu vermischen.
Das mit dem Castello di Montegiove verbundene Gut erstreckt sich über 1.200 Hektar der umbrischen Landschaft und umfasst 13 Hektar Weinberge. Für Ihre Aufenthaltsplanung ergibt sich daraus ein klarer ländlicher Schwerpunkt: Neben historischen Innenräumen gehört auch die Verbindung von Gut, Landschaft und Weinbau zum Umfeld des Castello.
Kapellen und Chiesa di San Lorenzo
Am Fuß von Montegiove an der Abzweigung nach Greppolischieto steht die Kapelle Madonna del Cammino. Sie war ursprünglich der Heimsuchung Mariens geweiht. Gegen Ende des zweiten Jahrtausends wurde sie mit dem Willen und unter Beteiligung der Bevölkerung wiederhergestellt. In der Kapelle begeht die Bevölkerung traditionell die österliche religiöse Pflicht. Der Ort verbindet damit eine konkrete Weglage, einen früheren Weihebezug und eine traditionell überlieferte religiöse Praxis.
Die Kapelle Madonna di Lourdes in Montegiove enthält Reliquien und eine Lourdesstatue. Die Statue steht in einer Grotte aus kleinen Steinen, die in den umliegenden Bächen gesammelt wurden. Errichtet wurde die Kapelle 1884 von Leonilde Frascarelli, einer aus Montegiove stammenden Krankenschwester. Material, religiöse Ausstattung und Entstehungsgeschichte geben diesem kleinen Bauwerk jeweils einen eigenen Zugang, der sich von der monumentalen Formensprache La Scarzuolas unterscheidet.
Die Chiesa di San Lorenzo bewahrt ein mittelalterliches Spitzbogenportal aus hellem Alabaster und dunklem Stein. Die ersten Nachrichten über die Chiesa di San Lorenzo in Montegiove stammen aus dem Jahr 1245. Für einen Rundgang durch die örtliche Kulturgeschichte sind dabei sowohl das Portal als sichtbares architektonisches Detail als auch die frühe schriftliche Nachweisbarkeit der Kirche von Bedeutung.
Weitere Ziele in der Umgebung
Für die weitere Orientierung können Sie auch Otricoli, Castel Giorgio, Morrano Nuovo, Montecampano, Castel Viscardo, Canonica, Orvieto und San Venanzo betrachten.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Terni.