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Castel Viscardo zwischen Etruskererbe und Cotto-Tradition

Unterkünfte in Castel Viscardo

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Castel Viscardo verbindet etruskische Geschichte, gewachsene Handwerkstraditionen und eine Landschaft, in der archäologische und natürliche Themen eng nebeneinanderstehen. Ein besonders eindrucksvoller Einblick in die Vergangenheit ist die Nekropole di Caldane. Sie stammt größtenteils aus der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts v. Chr. In den Gräbern wurden bemalte Keramik aus Orvieto, Bucchero und Metallobjekte gefunden, darunter ein mit mythologischen Darstellungen gravierter etruskischer Bronzespiegel.

Archäologie und Landschaft am Paglia-Tal

Die Nekropole di Caldane liegt im Parco Archeologico e Ambientale dell'Orvietano, in einem bewaldeten Gebiet nordwestlich von Castel Viscardo und im Tal des Flusses Paglia. Auch das Gemeindegebiet selbst ist in das STINA-Gebiet einbezogen. Zu der lokalen Untersuchungsfläche gehören das Paglia-Tal, die archäologische Zone Caldane und das Naturgebiet Faggeta. Für Ihre Reiseplanung treffen hier somit konkrete Zeugnisse der Geschichte und unterschiedliche Landschaftsräume aufeinander.

Cotto, Ziegel und das MUSEC

Die handwerkliche Ziegelproduktion in Castel Viscardo ist seit dem 16. Jahrhundert kontinuierlich nachweisbar; der älteste Hinweis auf eine Ziegelei stammt aus dem Jahr 1541. Die handwerkliche Cotto-Produktion wird bis heute fortgeführt. Dabei kommen moderne Technologien zum Einsatz, während die traditionelle Herstellung gewahrt bleibt.

Das MUSEC ist in einem ehemaligen Brunnenhaus eingerichtet und sammelt, bewahrt und vermittelt das kulturhistorische Erbe von Castel Viscardo rund um Cotto und Ziegelherstellung. Erklärende Tafeln und Installationen halten Episoden aus der Geschichte der Ziegeleien fest; außerdem werden Reproduktionen lokaler Keramik gezeigt, die seit dem 16. Jahrhundert hergestellt wird. Auf Anfrage organisiert das MUSEC Workshops zur Bearbeitung von Ton für Erwachsene und Kinder.

Burg, Kirche und historische Wege

Das mittelalterliche Castello dei duchi di Montevecchio trägt auch den Namen Castello di Madonna und besitzt einen unregelmäßigen polygonalen Grundriss, einen breiten Burggraben, eine Brücke, einen barocken Eingang und mächtige Umfassungsmauern aus lokalem Stein. Für die Entwicklung von Castel Viscardo war die Burg zentral. Zusammen mit ihren Türmen und der Torretta di Vitiano diente sie lange als Aussichtspunkt zur Verteidigung von Orvieto sowie des oberen und mittleren Valle del Paglia.

Die Kirche Maria SS. Annunziata stammt aus dem Jahr 1682. In ihrem Langhaus befinden sich vier Kapellen mit Gemälden von Carlo Maratta, Wernle und Bernabei aus Perugia. Das MUSEC ist außerdem Teil des Sentiero della Creta, eines Weges, der benachbarte Orte mit einer jahrhundertealten Tradition der Ziegelherstellung verbindet. Im Ortsteil Pianlungo von Castel Viscardo befindet sich der Bahnhof Allerona–Castel Viscardo.

Feste und lebendige Bräuche

Die Sagra della Cannelletta entstand im August 1966. Ihren Namen verdankt sie der Cannelletta, einem Zapfhahn, der am Weinfass das Ausschenken des Inhalts ermöglicht. Die Sagra della Cannelletta führt außerdem die Tradition einer Eröffnungsprozession in Trachten fort. Die Pasquarella wird in Castel Viscardo in den Straßen und auf den Höfen des Ortes ausschließlich in der Nacht des Dreikönigsfestes gespielt und gesungen.

Olivenöl und Wein aus der Umgebung

Zu den lokalen Olivenbaumsorten gehören Leccino, Muragliolo und Frantoio; aus ihnen wird natives Olivenöl extra gewonnen. Im Gebiet von Castel Viscardo gibt es mehrere Weinkellereien. In Monterubiaglio befindet sich außerdem ein in Tuffstein gehauener Familienkeller mit Hochreliefs zu den einzelnen Phasen der Weinbereitung.

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Weitere Ziele für Ihre Orientierung

Zur weiteren Orientierung: Rosaro, Canonica, Narni Scalo, Attigliano, Corbara, Allerona, Casigliano, Cecalocco.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Terni.

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