Spello: Mosaike, Fresken und Wege der Via di Francesco
Unterkünfte in Spello
Spello: Mosaike, Fresken und Wege durch Umbrien
Spello gehört zu den umbrischen Orten, durch die die Via di Francesco führt. Damit treffen in der Stadt Kunst, antike Baugeschichte und ein historisch geprägter Pilgerweg aufeinander. Für Ihren Aufenthalt lässt sich der Ort deshalb über einzelne Sehenswürdigkeiten ebenso erschließen wie über konkrete Wegabschnitte.
Kunst in Palästen und Mosaiksälen
Die Kunstsammlung der Pinacoteca ist in den Räumen des Palazzo dei Canonici untergebracht. Sie umfasst gotische und barocke Goldschmiedekunst, mittelalterliche und Renaissance-Holzskulpturen sowie Gemälde vom späten 13. Jahrhundert bis ins 18. Jahrhundert. Das Museum Villa dei Mosaici di Spello zeigt zehn Räume mit Mosaikfußböden und polychromen Dekorationen mit geometrischen Motiven, menschlichen Figuren, wilden Tieren und fantastischen Wesen. Die Villa dei Mosaici di Spello wurde im Juli 2005 knapp außerhalb der Stadtmauern von Spello im Gebiet Sant’Anna entdeckt. Eine kostenlose interaktive App bietet zusätzliche multimediale Inhalte, Detailfotografien und einen Audioguide.
Augusteische Spuren im Stadtbild
Porta Venere wurde in der augusteischen Zeit errichtet. Der Mauerring von Spello aus der augusteischen Zeit ist etwa 2 km lang, aus Kalkstein des Monte Subasio errichtet und teilweise im Mittelalter wiederverwendet worden. Entlang der Via Roma kann man einen Abschnitt der augusteischen Stadtmauern von Spello entlanggehen. Wenn Sie antike Architektur nicht nur betrachten, sondern in einen Spaziergang einbeziehen möchten, bietet dieser Abschnitt einen klaren Bezug zwischen Weg und Baugeschichte.
Pinturicchio und die Baglioni-Kapelle
Die Baglioni-Kapelle in der Kirche Santa Maria Maggiore wurde zwischen dem Spätsommer 1500 und dem Frühjahr 1501 vollständig von Pinturicchio mit Fresken ausgemalt. Die Fresken stellen Marienepisoden sowie Szenen des Alltags mit detaillierten Darstellungen von Kleidung, Frisuren, Dekorationen, Blumen und Vegetation dar. Gerade diese Verbindung von religiösen Themen und beobachteten Alltagsszenen macht die Kapelle für Besucher interessant, die neben der Kunst auch historische Lebenswelten wahrnehmen möchten.
Kirche, Pilgerweg und lokale Wege
Die Kirche San Claudio ist ein romanischer Bau des 12. Jahrhunderts, der auf den Resten eines römischen Thermalgebäudes steht. Zwischen dem 14. und 15. Jahrhundert war San Claudio ein Ziel von Pilgerreisen; auf dem Platz vor ihrer Fassade fanden bedeutende Jahrmärkte statt. Der Abschnitt Foligno–Assisi der Via di Francesco verlässt Spello durch die Porta Montanara und führt anschließend über die Via Bulgarella weiter. Die kommunalen Besucheritinerare in Spello führen durch Gassen und Wege und beziehen Werkstätten sowie Ölmühlen ein.
Die Mosaikfußböden der Villa arbeiten mit geometrischen Motiven, menschlichen Figuren, wilden Tieren und fantastischen Wesen; die Baglioni-Kapelle richtet den Blick auf Marienepisoden und Alltagsszenen. Die römische Vergangenheit erscheint dagegen in Porta Venere und im Mauerring, während San Claudio eine weitere Zeitschicht des Ortes sichtbar macht. So können Sie den Besuch nach Kunstgattung und Zeitschicht gliedern, ohne die Wege des Ortes aus dem Blick zu verlieren.
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