Città di Castello zwischen Renaissance, Handwerk und Tiber
Unterkünfte in Città Di Castello
Città di Castello eignet sich für Sie besonders dann, wenn Sie italienische Kunstgeschichte nicht von Handwerk, Flusslandschaft und regionaler Alltagskultur trennen möchten. Zwischen Renaissance-Architektur, Museen, traditionellen Techniken, einem leichten Radweg am Tiber und einem Markt am ersten Novemberwochenende entsteht ein vielseitiges Bild der umbrischen Stadt.
Kunst und Architektur im historischen Zentrum
Im historischen Zentrum von Città di Castello steht Palazzo Albizzini, ein Gebäude aus dem späten 15. Jahrhundert. Seine Architektur ist schlicht und von der florentinischen Renaissance geprägt. Der Bau vermittelt damit einen konzentrierten Eindruck jener Epoche, die das kulturelle Gesicht der Stadt mitprägt.
Die Pinacoteca Comunale ist im Palazzo Vitelli alla Cannoniera aus dem 16. Jahrhundert untergebracht. Sie bewahrt eine wertvolle Sammlung von Werken aus dem 3. bis zum 20. Jahrhundert. Unter den Beständen befinden sich unter anderem Gemälde von Luca Signorelli und Raffaello Sanzio. Für Ihre Kulturplanung verbinden sich hier eine außergewöhnlich große zeitliche Spannweite und konkrete Namen der Kunstgeschichte.
Das Museo Diocesano bewahrt das Tesoro di Canoscio, ein Werk der paläochristlichen Kunst aus dem 6. Jahrhundert. Einen weiteren Bezugspunkt der Baugeschichte bildet die monumentale Chiesa di San Domenico: Sie wurde im 14. Jahrhundert begonnen und 1424 fertiggestellt. In der Chiesa di San Francesco wurde die Cappella Vitelli von Giorgio Vasari geschaffen. Diese Beispiele führen von paläochristlicher Kunst über mittelalterliche Baugeschichte bis zur Renaissance.
Handwerk und bäuerliche Traditionen
Bei Grifani–Donati können Sie Buchdruck-, Lithografie-, Xylografie-, Radier- und Gravurverfahren beobachten. Tela Umbra produziert weiterhin von Hand im historischen Palazzo Alberti Tomassini im Stadtzentrum. Dabei werden die alten Techniken des Spolinato, des quadruccio umbro und des occhio di pernice verwendet. So begegnen Ihnen neben Gebäuden und Sammlungen auch überlieferte Arbeitsweisen.
Mit dem Centro delle Tradizioni Popolari „Livio Dalla Ragione“ in Garavelle kommt die bäuerliche Alltagskultur hinzu. Das Zentrum sammelt Gegenstände, die mit bäuerlichen Traditionen verbunden sind. Die Ex Seccatoi del Tabacco liegen in der unmittelbaren Peripherie von Città di Castello. Sie wurden in der unmittelbaren Nachkriegszeit zum Trocknen von tropischem Tabak errichtet. Damit reicht die lokale Geschichte von Renaissance-Palästen bis zu konkreten Arbeits- und Wirtschaftszusammenhängen der Nachkriegszeit.
Am Tiber unterwegs
Wenn Sie den Aufenthalt mit Bewegung verbinden möchten, ist die Ciclovia del Tevere ein klar umrissener Anhaltspunkt. Sie ist ein leichter Radweg, der Città di Castello mit Perugia verbindet und am Tiber entlang verläuft. In diesem Abschnitt ist der Fluss von üppiger Ufervegetation umgeben. Für Ihre Reiseplanung können Kulturthemen und die Flusslandschaft dadurch als unterschiedliche Schwerpunkte berücksichtigt werden, ohne dass die konkreten Eigenheiten des Radwegs und seiner Umgebung vermischt werden.
Der Trüffelmarkt im November
Die Mostra Mercato del Tartufo Bianco findet in den Straßen und auf den Plätzen der Altstadt von Città di Castello am ersten Novemberwochenende statt. Für die Wahl Ihrer Reisedaten bietet die Verbindung von kulturellen Orten, Tiber-Radweg und diesem Novembertermin eine konkrete Orientierung.
Weitere Ziele entdecken:Nocera Umbra, Calzolaro, Compignano, Grutti, San Fatucchio, Ferretto, San Luca, Pompagnano
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