Culla zwischen Wanderwegen und Geschichte

Culla verbindet historische Spuren, Wanderwege und Ausblicke. Die Kirche S. Antonio da Padova e SS. Angeli Custodi, Olivenhaine sowie der Weg über den Monte Gabberi geben dem Ort unterschiedliche Seiten. Für Sie entsteht daraus ein Ziel, das kulturelle Entdeckungen und Bewegung in der Landschaft zusammenführt.

Geschichte rund um die Kirche

In Culla steht die Kirche S. Angeli Custodi. Im Gemeindegebiet von Camaiore gehört La Culla zu den historischen ländlichen Siedlungskernen. Die Ursprünge von Culla werden auf das 16. Jahrhundert zurückgeführt.

Im 17. Jahrhundert war Culla zwischen dem Staat Florenz und der Republik Lucca geteilt. In der Nähe der Kirche wurde ein Medici-Grenzstein gefunden, der die Grenze des Kapitanats Pietrasanta markierte. Die frühere politische Teilung bleibt damit an einem konkreten Punkt der Ortsgeschichte verankert.

Auch die Erinnerung an die Kriegsjahre hat in Culla sichtbare Zeichen. Von Culla aus brachen Freiwillige auf, um den Opfern des Massakers von Sant’Anna vom 12. August 1944 ein würdiges Begräbnis zu geben. Neben der Kirche steht ein 1981 geschaffenes Bronzedenkmal von Alfredo Belluomini. Es zeigt einen mit Helm und Gewehr ausgestatteten Mann; der Steinsockel trägt die Namen der Kriegsopfer. In der Nähe der Kirche steht außerdem eine Bronzeskulptur von Romano Cosci, die Don Giuseppe Vangelisti darstellt. Auf dem Weg nach Sant’Anna steht seit 1996 ein Holzkreuz zum Gedenken an Don Giuseppe Vangelisti.

Anfahrt und Wege in die Bergwelt

Die 10 km lange Bergstraße nach Sant’Anna di Stazzema steigt von der Ebene der Versilia über Monteggiori und La Culla an. Culla ist mit dem Auto und zu Fuß erreichbar.

Der Wanderweg 107 verbindet La Culla mit der Foce di San Rocchino und führt über den aussichtsreichen Gipfel des Monte Gabberi. Der detaillierte Verlauf führt von La Culla über Case ai Lecci auf den Monte Gabberi und anschließend nach San Rocchino; die Höhenangaben für diese Strecke sind 470 m, 605 m, 1108 m und 801 m. Der Rundweg Greppolungo – La Culla – R. Dei Pennati – Greppolungo war für mögliche Instandhaltungsmaßnahmen im Rahmen kommunaler Zusammenarbeit vorgesehen.

Oliventerrassen und Ausblicke

Culla ist von Olivenhainen beziehungsweise Oliventerrassen umgeben. Die Gegend bietet Ausblicke auf die Ebene von Camaiore, den Lago di Massaciuccoli und die Küste. Zusammen mit dem Anstieg über den Monte Gabberi prägen diese Landschaftsbezüge den Aufenthalt zwischen Hügelland und Bergwelt.

Die ersten Einwohner von Culla waren Arbeiter in den örtlichen Eisenminen von Monte Arsiccio und Argentera.

Die Festa della Madonna ist in Culla eine dreijährliche Tradition am ersten Sonntag im Mai; die nächste Ausgabe war für 2020 vorgesehen.

Weitere Orte im selben Umfeld: Palagnana, Retignano, Farnocchia, Terrinca, Levigliani

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Stazzema.

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