Pitigliano: Tuffstein, Etruskerzeit und jüdisches Erbe
Unterkünfte in Pitigliano
Pitigliano liegt auf einem 313 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Tuffsteinvorsprung, der von grünen, von den Flüssen Lente und Meleta durchzogenen Tälern begrenzt wird.
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Foto: Virtual-Pano via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Eine Stadt mit vielen historischen Schichten
Pitigliano bewahrt Spuren prähistorischer, etruskischer und römischer Zivilisationen. Eine jüdische Gemeinde ist hier seit dem 15. Jahrhundert nachweisbar. Als sie im 19. Jahrhundert wuchs, erhielt Pitigliano den Beinamen „Klein-Jerusalem“.
Etruskische Nekropolen und Museen
Im Museo Civico Archeologico della Civiltà etrusca di Pitigliano befindet sich eine überwiegend etruskische Sammlung von Funden. Die Stücke stammen hauptsächlich aus der archaischen Zeit des 7. und 6. Jahrhunderts v. Chr. Einen unmittelbaren Bezug zu den Gräbern bietet die Necropoli etrusca del Gradone im Museo Archeologico all'aperto di Pitigliano. Sie umfasst ein-, zwei- und dreikammerige Gräber sowie eine demonstrative Bestattung von Larth und Velia.
Die Necropoli di San Giovanni im Freilichtmuseum von Pitigliano umfasst Gräber aus einer Zeitspanne vom 6. bis ins 4. und 3. Jahrhundert v. Damit begegnen Ihnen in Pitigliano verschiedene Formen etruskischer Grabkultur ebenso wie Funde aus unterschiedlichen historischen Epochen. Im Museo di Palazzo Orsini erwarten Sie außerdem 21 besuchbare, vollständig freskierte Räume mit Kunstsammlungen, sakraler Kunst und einer originalen Ölmühle des Schlosses.
Kirchen, Aquädukt und Parkanlagen
Das Medici-Aquädukt wurde zwischen 1636 und 1639 errichtet, um Wasser von den Quellen des Flusses Meleta zur Fontäne auf der Piazza della Repubblica zu leiten. Die Chiesa di Santa Maria gilt vermutlich als die älteste Kirche Pitiglianos. Sie stammt aus dem 12. und 13. Jahrhundert und wurde im 15. und 16. Jahrhundert vollständig umgebaut.
Im Parco degli Orsini sind steinerne Sitzreihen, Stufen, Pavillons und fantastische Statuen erhalten. Außerdem befinden sich dort die Ruinen der Kirche und des Klosters San Francesco aus dem frühen 16. Jahrhundert, die nach einem Entwurf von Antonio da Sangallo dem Jüngeren errichtet wurden. So verbinden sich im Ortsbild Baugeschichte, Kunst und eine von Tuffstein und Tälern geprägte Umgebung.
Jüdisches Erbe und lokale Spezialität
Das Museo Ebraico di Pitigliano galt als Ausgangspunkt für die Besichtigung des Tempels und einen Rundgang durch das ehemalige Ghetto mit Ritualbad, Keller, koscherer Schlachterei, Mazzenofen und Färberei. Zur lokalen kulinarischen Tradition gehört Sfratto, ein typisches jüdisches Dessert aus Pitigliano.
Spazierweg zu den alten Waschplätzen
Der Spazierweg Via dei Lavatoi führt zu zwei Bereichen von Pitigliano, in denen alte Waschplätze erhalten sind. An diesen Waschplätzen wuschen Frauen seit Beginn des 20. Jahrhunderts ihre Wäsche.
Weinlese und Reiseplanung
SettembreDivino findet in Pitigliano jedes Jahr zeitgleich mit der Weinlese statt. Für Ihre Reiseplanung bietet sich damit ein Ort an, an dem historische Themen, Landschaft, jüdische Kultur sowie Ess- und Weinkultur nebeneinanderstehen. Bei der Wahl eines Hotels oder einer anderen Unterkunft können Sie sich an Ihrem persönlichen Schwerpunkt orientieren: an Museen und Baugeschichte, an einem Spaziergang zu den Waschplätzen oder an der Verbindung von lokaler Spezialität und Weinlese.
Anreise nach Pitigliano
Pitigliano ist über die Autobahn A1 in Richtung Rom, die Ausfahrt Orvieto, die SS71 in Richtung Bolsena, die SS2 Cassia und die SS74 in Richtung Pitigliano erreichbar. Diese Anreiseangaben helfen Ihnen, Pitigliano als konkretes Ziel für eine individuell geplante Italienreise einzuordnen.
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