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Isola del Giglio zwischen Granitküste, Inselwegen und Kultur

Unterkünfte in Isola Del Giglio

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Inselcharakter zwischen Granit und Meer

Isola del Giglio verbindet eine überwiegend gebirgige Landschaft mit Stränden in geschützten Buchten. Eine Gebirgskette zieht sich von Nordwesten nach Südosten über die Insel; ihr höchster Punkt ist der Poggio della Pagana mit 496 Metern über dem Meeresspiegel. Fast die gesamte Insel besteht aus Granit. Eine geologische Ausnahme bildet das kleine Promontorio del Franco mit sedimentären und metamorphen Gesteinen.

File:Chiesa della Madonna del Giglio (facade) - Giglio Porto frazione di Isola del Giglio - Italy - 12 Feb. 2012.jpg File:Chiesa della Madonna del Giglio (facade) - Giglio Porto frazione di Isola del Giglio - Italy - 12 Feb. 2012.jpg Foto: Horacio Arevalo via Source, CC BY-SA 3.0

Im Südwesten liegt ein Teil von Isola del Giglio innerhalb des Parco Nazionale Arcipelago Toscano. Mehr als 700 Pflanzen- und Blumenarten prägen die Insel. Mediterrane Macchia bedeckt zunehmend die Terrassen, die früher als Weinberge bewirtschaftet wurden. Auch die Tierwelt gehört zum Landschaftsbild: Zugvögel nutzen Isola del Giglio auf ihrem langen Zug als Rast- und Nahrungsplatz, während die seltene Korallenmöwe zu den ansässigen Vogelarten zählt und das Symbol des Parks ist.

Strände, Buchten und Ankunft

Campese ist der größte Strand von Isola del Giglio und fällt durch seinen rötlichen Sand auf. Im Süden wird er von einem markanten Felsturm, im Norden von einem Medici-Turm begrenzt. Der Strand ist mit dem Bus und mit Taxi-Booten erreichbar. Der Faro di Capel Rosso ist derzeit für die Öffentlichkeit geschlossen; auch das umliegende Gebiet ist abgesperrt.

Die tägliche Fährverbindung zwischen Porto Santo Stefano am Argentario und Giglio Porto macht den Hafen zum dokumentierten Ankunftsort der Insel. Die Überfahrt nach Giglio Porto dauert etwas mehr als eine Stunde. Bei der Wahl Ihrer Unterkunft können Sie deshalb überlegen, ob Sie den Schwerpunkt Ihrer Reise auf die Hafenatmosphäre, die Buchten, die Inselwege oder die höher gelegenen Orte legen möchten.

Wege und klare Gewässer

Für aktive Tage bietet Isola del Giglio ein dichtes Netz alter Wege von mehr als 60 Kilometern Länge. Die Wege werden zum Laufen, Trekking und Radfahren genutzt und eröffnen dabei Blicke auf das Meer. Bei der Inselquerung wird der Sentiero 1 genutzt; früher diente er als Verbindung zwischen den beiden Orten.

Die klaren Gewässer und artenreichen Meeresböden eignen sich zum Schnorcheln und bieten Möglichkeiten zum Tauchen. Unter Wasser finden sich unter anderem Posidonia-Seegraswiesen, rote und gelbe Gorgonien, blaue Schwämme und seltene Seepferdchen.

Dörfer, Türme und Kunst

Giglio Castello ist ein mittelalterliches Dorf auf der Insel und von Mauern umgeben. Die Rocca Pisana bildet den höchsten Punkt von Giglio Castello; aus ihrem Inneren reicht der Blick über das Meer und die tyrrhenische Küste in einem 360-Grad-Blick. In der Chiesa di San Pietro Apostolo bewahren Reliquiare der Päpste Urban I. und Urban VIII., sakrale Ausstattungsstücke von Papst Innozenz XIII. sowie weitere historische Kunstgegenstände die religiöse und künstlerische Vergangenheit des Ortes. Dazu kommt ein Elfenbeinkruzifix aus dem 16. Jahrhundert, das Giambologna zugeschrieben wird.

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An der Caletta del Saraceno sind die Mauern der Cetaria zur Muränenzucht und Teile der römischen Villa der Domitii Enobarbi aus dem 1. bis 2. Jahrhundert n. Chr. sichtbar. Die Torre del Saraceno wurde 1596 auf Veranlassung Ferdinands I. von Toscana errichtet, um Fischerfamilien zur Rückkehr auf die Insel zu bewegen. Das Festival MusicalGiglio ist seit mehr als zehn Jahren nachweisbar und umfasst klassische Kammermusik; Aufführungen finden unter anderem an der Rocca Pisana in Giglio Castello statt.

Inseltraditionen und regionale Spezialitäten

Zu den Patronatsfesten gehören San Lorenzo in Giglio Castello am 10. August, San Rocco in Giglio Porto am 16. August und San Mamiliano in Campese am 15. September. Die Feiern umfassen Umzüge, Feste und Feuerwerk. Gewöhnlich im September findet außerdem zur Weinlese die Festa dell’Uva dell’Isola del Giglio statt. In kleinen, alten Kellern werden dabei Wein und regionale Speisen verkostet.

Ansonaco ist die einheimische Rebsorte von Isola del Giglio. Nach der überlieferten Weintradition reichen ihre Ursprünge bis in die griechische und römische Zeit zurück. Die Trauben eignen sich zum Trocknen in der Sonne auf Granitfelsen und werden zu einem süßen Passito-Wein verarbeitet. Ein weiteres Inselgericht ist Panficato, ein traditionelles Dessert aus Feigen, Pinienkernen, Haselnüssen, Mandeln, Traubenmarmelade, Orangenschale, Zimt und Schokolade.

Weitere Orte zur Orientierung

Giglio Porto und Cala Spalmatoio.

Weitere Reiseziele: Casone, Manciano, Diaccialone, Frassine, Valpiana, Follonica

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Grosseto.

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