Montegonzi: Geschichte, Kunst und Malvasia

Montegonzi liegt auf einem Hügel an der Grenze zwischen Chianti und Valdarno, zwischen den Bächen von Moncioni und Camenata. Die erhöhte Lage bildet den geografischen Rahmen des Ortes; die beiden Bäche markieren seine nähere Umgebung.

Historische Spuren rund um das Castello

Die Ursprünge des Castello di Montegonzi reichen bis in das Jahr 1063 zurück. Von den drei historischen Toren des Castello ist auf der Piazza della Porticciola noch eines sichtbar. Für die historische Ortsseite bleibt damit auf der Piazza ein konkreter Punkt erhalten, an dem die frühere Anlage sichtbar wird.

Auch die Kirche von Montegonzi führt in die ältere Geschichte zurück. Sie ist dem heiligen Petrus geweiht; wahrscheinlich ist sie mit der in den Zehntverzeichnissen des 13. Jahrhunderts erwähnten Kirche San Pietro a Formica identisch. Die Kirche ergänzt die Castello-Geschichte um einen kirchlichen Bezug, der bis in das 13. Jahrhundert reicht.

Kunst in Montegonzi und Cavriglia

Zur kulturellen Seite Montegonzis gehört der Bildhauer Carlo Minatti. Im Zusammenhang mit ihm wurde in Montegonzi ein permanenter Ausstellungsraum namens „OffiCINO“ eingerichtet. Außerdem wurde dort eine Tafel mit der Karte des Kunstwegs „Fuori dall’Officino“ präsentiert. Der Kunstweg umfasst Skulpturen von Carlo Minatti, die in der gesamten Fraktion von Cavriglia aufgestellt wurden. Der Ausstellungsraum und die Karte gehören zum Kunstbezug von Montegonzi, während die Skulpturen räumlich über den Ort hinausreichen.

Hügel, Talblicke und der CAI-Weg

Der CAI-Weg 337 beginnt in Montegonzi und bietet Ausblicke auf die Hügel und die Talsohle des Valdarno. Wer ihn in die Tagesplanung aufnimmt, findet den Ausgangspunkt im Ort und den Blickraum zwischen Hügellage und Talsohle. Für die Tagesplanung lässt sich der CAI-Weg 337 ab Montegonzi als eigener Landschaftsschwerpunkt berücksichtigen.

Malvasia und Olivenöl aus der Region

Auch die lokale Genussgeschichte hat einen klaren Namen: Die Malvasia di Montegonzi wurde 1685 vom Dichter Francesco Redi in seinem Werk „Bacco in Toscana“ erwähnt. Sie gilt als seltener und alter Wein; ihr Name geht auf das Herkunftsgebiet zurück. Ein Unternehmen führte die Malvasia di Montegonzi in jüngerer Zeit wieder ein, um eine alte Weinbautradition dieses Gebiets wiederzubeleben. Die Weintradition reicht damit von der literarischen Erwähnung im Jahr 1685 bis zur jüngeren Wiedereinführung.

Zum kulinarischen Profil kommt das Unternehmen Castello di Montegonzi hinzu. Es produziert biologisches IGP-Toskanisches Olivenöl aus den Monti del Chianti; die Oliven werden von Hand geerntet und am selben Tag gepresst. Das Öl wird damit über die Monti del Chianti regional verortet, während Handernte und Pressung am selben Tag den Verarbeitungsschritt festlegen.

Weitere Orte für Ihre Reiseplanung

Montaio, Castelnuovo dei Sabbioni, Meleto

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Cavriglia.

Unterkünfte in Montegonzi vergleichen

Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.

Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com
Anzeige