Cavriglia zwischen Klostergeschichte und Rosen

Cavriglia erstreckt sich im oberen Valdarno am Fuß der Chianti-Berge. Für Sie verbindet der Ort kulturhistorische Themen mit landschaftlichen Interessen: Kirchen, Klostergeschichte, archäologische Spuren, ein Rosengarten und eine Rundwanderung setzen unterschiedliche Schwerpunkte für eine individuelle Reiseplanung. So können Sie den Aufenthalt stärker auf sakrale Kunst, historische Ortsbilder, botanische Vielfalt oder das Unterwegssein zu Fuß ausrichten.

Kirchen und sakrale Geschichte

Im ältesten Ortskern steht die Pieve di San Giovanni Battista. Im Zentrum von Cavriglia befindet sich die Kirche Santa Maria, die auch unter der unzutreffenden Bezeichnung Santa Maria a Monastero bekannt ist. In ihrer Berta-Kapelle werden die Reliquien der seligen Berta in einer kostbaren Urne aufbewahrt. Fresken aus dem 20. Jahrhundert stellen dort Episoden aus ihrem Leben dar. Die Kapelle verbindet damit Reliquienverehrung und eine bildliche Darstellung aus jüngerer Zeit.

Berta war in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts Äbtissin des Benediktinerinnenklosters Santa Maria in Cavriglia. Das früheste bekannte Dokument zum Kloster stammt aus dem Jahr 1075. Im Jahr 1153 wurde die selige Berta ausgewählt, um das Benediktinerkloster Santa Maria in Cavriglia zu reformieren. Im Privileg von Papst Anastasius IV. für Vallombrosa vom 22. November 1153 wurde das Kloster erstmals als vallombrosanisch bezeichnet. Für kulturhistorisch interessierte Besucher verbinden sich hier somit eine historische Persönlichkeit, klösterliche Reform und die Geschichte eines konkreten Ortes.

Monastero und römische Spuren

In Monastero wurden Überreste einer römischen Siedlung nachgewiesen: gemauerte Wände, Dachziegel, Cocciopesto-Böden, Fragmente von Mosaiken und Marmor, bemalter Putz sowie Terra-Sigillata- und aretinische Keramik. Zum historischen Ortsbestand von Monastero gehört außerdem das Spedale Sant’Antonio. Die römischen Funde und der historische Ortsbestand ergänzen die kirchlichen Themen um eine deutlich ältere Zeitschicht.

Villa Castiglioncello von außen

Die Villa Castiglioncello ist ein privates Wohngebäude aus der Mitte des 18. Jahrhunderts mit 40 überwiegend mit Fresken ausgestatteten Räumen. Öffentlich wahrnehmbar ist vor allem der äußere Anblick; ein Innenbesuch sollte daher nicht vorausgesetzt werden. Für Sie bleibt die Villa damit ein Beispiel dafür, wie sich historische Architektur auch über ihre Außenansicht in die Ortsbetrachtung einbeziehen lässt.

Rosen und Rundwanderung

Der Roseto Botanico „Carla Fineschi“ begann 1967 mit der Sammlung von Rosen und vereint Arten und Hybriden aus aller Welt. Wer Gartenkultur schätzt, kann diesen botanischen Schwerpunkt in die Reiseplanung neben den historischen Themen aufnehmen.

Für Wanderinteressen steht die Rundwanderung Anello Cavriglia–Montaio–Grimoli–Parco Fotovoltaico. Sie führt durch Cavriglia, Montaio, Grimoli und den Parco Fotovoltaico. Für Sie entsteht damit ein klarer Wegbezug, der sich von den Bau- und Gartenthemen unterscheidet. Bei Ihrer Reiseplanung können Sie kulturelle Besichtigungen, botanische Interessen und eine Rundwanderung unterschiedlich gewichten.

Zur weiteren Orientierung: Montegonzi, Meleto, Montaio und Castelnuovo dei Sabbioni.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Arezzo.

Unterkünfte in Cavriglia vergleichen

Preise, Verfügbarkeit und Ausstattung für Ihren Reisetermin direkt bei Booking.com prüfen.

Unterkünfte und Angebote ansehenAnzeige · Partnerlink zu Booking.com

Weitere Reiseziele

Weitere Orte unter demselben Reiseziel:

Anzeige