Castelnuovo dei Sabbioni: Geschichte, Kunst und Landschaft entdecken
File:Panca gigante della pace area monumentale Castelnuovo dei Sabbioni - Cavriglia (Arezzo 3.jpg
Foto: Anna.Massini via Wikimedia Commons, CC BY 4.0
Castelnuovo dei Sabbioni verbindet die Erinnerung an eine vom Braunkohleabbau geprägte Vergangenheit mit Kunst im öffentlichen Raum und einer grünen Landschaft am künstlichen See. Castelnuovo dei Sabbioni diente als Drehort für Alessandro Benvenutis Film „Ivo il tardivo“. Der Filmbezug ergänzt die Bergbaugeschichte um eine kulturelle Facette des Ortes.
Ein Dorf zwischen Bergbaugeschichte und Erneuerung
Das alte Dorf von Castelnuovo dei Sabbioni wurde ab 1963 schrittweise aufgegeben, weil der Braunkohleabbau die Stabilität des Vorgebirges beeinträchtigt hatte. Der historische Ortskern blieb erhalten; der alte Borgo wurde restauriert und wiederhergestellt.
Im Vecchio Borgo von Castelnuovo dei Sabbioni befindet sich das MINE in mehreren Gebäuden. Es dokumentiert und würdigt die Geschichte des Gebiets, in dem 150 Jahre lang Braunkohle zur Erzeugung von Energie und für die Entwicklung abgebaut wurde. Das MINE ist vorübergehend für die Öffentlichkeit geschlossen; diese Information ist für die Planung eines Besuchs relevant.
Kunst und sakrale Zeugnisse im Ortsbild
Auf der Piazza Sandro Pertini steht das „Murale per la pace“, ein Werk von Venturino Venturi. Das Wandbild ist 76 Meter lang und erstreckt sich über eine Fläche von 305 Quadratmetern. Inhaltlich stellt es den ewigen Gegensatz zwischen Krieg und Frieden dar und setzt damit einen markanten Akzent im öffentlichen Raum.
Auch die Sakralbauten bewahren Spuren der Vergangenheit. Die Überreste der alten Festung wurden teilweise in die hoch auf dem Hügel gelegene Kirche San Donato integriert. In der modernen Pfarrkirche befindet sich ein Gemälde der thronenden Madonna mit dem Kind und Heiligen. Es stammt aus der alten Dorfkirche und aus dem 15. Jahrhundert.
Zur „Strada della Memoria“ gehören die Chiesa-Auditorium, die angrenzende Straße und die zugehörigen Grundstücke. Die Route erinnert an die Geschichte und Bedeutung der mit den Ereignissen vom 4. Juli 1944 verbundenen Gebäude. Das Denkmal für den Widerstand steht seit April 1984 auf dem Platz neben der Kirche.
Grüne Landschaft und Wege durch das ehemalige Bergbaugebiet
Das ehemalige Bergbaugebiet gilt als üppige grüne Oase, die durch den künstlichen See von Castelnuovo dei Sabbioni bereichert wird.
Im Programm der Festa della Primavera war ein 13 Kilometer langer Trekkingweg durch Dörfer und Pfarrkirchen auf Waldwegen vorgesehen. Außerdem war ein kürzerer Trekkingweg vorgesehen, der über die weißen Wege der ehemaligen Mine bis nahe an den alten Ortskern von Castelnuovo in Avane führte. Im damaligen Programm verlangte die längere Strecke mit 13 Kilometern auf Waldwegen in einer Tagesplanung mehr Zeit als der kürzere Verlauf über die weißen Wege der ehemaligen Mine. Zur Festa della Primavera gehörte außerdem eine Sagra delle Frittelle mit süßen und herzhaften Frittelle. Die Festa della Primavera verband das Trekking mit süßen und herzhaften Frittelle.
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