Plemmirio zwischen Küste, Unterwasserwelt und Geschichte

File:Siracusa - Panorama dal Plemmirio.jpg File:Siracusa - Panorama dal Plemmirio.jpg Foto: Lucamato via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Plemmirio zwischen Meer und Geschichte

Plemmirio zeigt seine Küste in unterschiedlichen Formen. Das Meeresschutzgebiet umfasst etwa 15 Kilometer Küste mit kleinen sandigen Buchten zwischen felsigen Uferabschnitten. An der nördlichen Küste prägen aktive Klippen und Felsen das Bild, die von Wind und Wasser geformt wurden. Die südliche Küste umfasst natürliche Salzwasserbecken sowie kleine Kiesel- und Sandstrände. Die etwa 15 Kilometer Küste sind deshalb nicht als einheitlicher Strand zu verstehen; je nach Abschnitt treten Felsen, Sandbuchten, Kieselstrände oder Salzwasserbecken in den Vordergrund. Für die Planung eines Tages am Meer bietet die Nord-Süd-Gliederung eine konkrete Orientierung.

Das Meeresschutzgebiet Plemmirio ist als besonders geschütztes Gebiet von mediterraner Bedeutung (ASPIM) ausgewiesen und in die Liste des regionalen Aktivitätszentrums für besonders geschützte Gebiete (CAR/ASP) des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) aufgenommen.

Tauchreviere und maritime Beobachtungen

Auch unter der Wasseroberfläche liegt ein Schwerpunkt Plemmirios. Der Ort verfügt über zehn Einstiege zu den Unterwasserrevieren für Tauchgänge. In der besonders geschützten und stärker reglementierten Zone A von Plemmirio sind Tauchgänge mit akkreditierten Tauchzentren möglich. Beim Tauchen können Sie Barrakudas, Zackenbarsche, Corvinen, Nacktschnecken und Madreporen beobachten. Die zehn Einstiege bilden mehrere konkrete Ausgangspunkte für die Unterwasserreviere. Die stärkere Reglementierung der Zone A bleibt dabei neben der Zahl der Einstiege ein eigener Planungsfaktor für Tauchgänge.

Auf dem Unterwasserpfad von Plemmirio können große, quadratische Steingewichte besichtigt werden. Sie dienten früher als Gewichte für die Netze der nahe gelegenen Thunfischfanganlage Terrauzza. Der Zugang 27 in Plemmirio gilt als geeigneter Ort zum Schnorcheln und Tauchen. Die Steingewichte bringen neben der Meeresfauna eine frühere Nutzung des Küstenraums unter Wasser ins Spiel. Der Zugang 27 bildet dazu einen konkreten Bezugspunkt für Schnorcheln und Tauchen.

Zugänge mit unterschiedlichen Voraussetzungen

Ausgeschilderte Zugänge in Plemmirio weisen Wege zum Meer aus; einige davon sind für Menschen mit Behinderungen geeignet. Das Minareto di Punta Castelluccio verfügt über einen Zugang für Menschen mit Behinderungen. Bei der Reiseplanung mit Blick auf Mobilität lassen sich in Plemmirio einige ausgeschilderte Wege zum Meer sowie der Zugang am Minareto di Punta Castelluccio berücksichtigen.

Archäologische und militärische Spuren

Die Geschichte des Küstenraums reicht weit zurück. Entlang der Küste von Plemmirio befinden sich sechs griechische Latomien, die das frühere Vorstadtviertel Plemmyriom bezeugen. In Punta della Mola befindet sich außerdem eine bronzezeitliche Nekropole mit Spuren eines dazugehörigen Dorfes. Die Grotta Pellegrina wurde als Zufluchtsort des prähistorischen Menschen identifiziert. Für Kulturinteressierte liegen dadurch griechische Latomien, eine bronzezeitliche Nekropole, die prähistorische Grotta Pellegrina und militärische Tunnelsysteme in einem einzigen Küstenraum. Die zeitliche Spannweite reicht von der Vorgeschichte bis zum Zweiten Weltkrieg.

In Punta della Mola und am Capo Murro di Porco befinden sich ausgedehnte unterirdische Tunnelsysteme, die im Zweiten Weltkrieg als Luftabwehrstellungen genutzt wurden.

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