Borgetto: Kultur, Feste und Landschaft am Monte Crocevia

Landschaft zwischen Berg und Ebene

Borgetto liegt am Fuß des Monte Crocevia und bietet den Blick auf die Ebene von Partinico sowie auf einen weiten Küstenabschnitt. Für Sie lassen sich in Borgetto daher Landschaft, Kirchen und religiöse Traditionen sowie Feste und überlieferte Küche miteinander verbinden.

Historische Spuren am Monte Crocevia

In der Nähe von Borgetto sind auf dem Monte Crocevia die Reste des Benediktinerklosters Santa Maria delle Ciambre erhalten.

Chiesa Madre und sakrale Kunst

Die Chiesa Madre von Borgetto stammt aus dem 18. Jahrhundert. In ihr befindet sich ein weißmarmornes Flachrelief der heiligen Maria Magdalena, das Gagini zugeschrieben wird. Zur Chiesa Madre gehört außerdem eine Pfeifenorgel, die 1965 von der Firma Fratelli Ruffatti aus Padua gebaut wurde. So treffen in einem Bauwerk historische Architektur, religiöse Kunst und ein präzise datiertes Instrument zusammen.

Feste im Jahreslauf

Im Sommer findet die „Sagra del limone“ statt, im Herbst die „Sagra dell’uva“. Die „Cene di San Giuseppe“ finden jedes Jahr am 18. und 19. März statt. Die saisonal eingeordneten Feste verteilen sich über den Borgetter Kalender: Die „Cene di San Giuseppe“ stehen im März, während Zitrone und Traube Sommer und Herbst im Jahreslauf prägen.

Virgineddi: Gericht und überlieferte Tradition

Die „Sagra ri Virgineddi“ ist für Borgetto als traditionelle volkstümliche Veranstaltung überliefert. Mit ihr verbunden ist das Gericht „Virgineddi“. Es bestand aus Saubohnen und hausgemachter, aus Mehl hergestellter breiter Bandnudel. Die Bandnudel wurde als „fagghiarini“ bezeichnet; die mit einem großen Messer geschnittenen kleinen Stücke hießen „tagghiarini“. Die beiden lokalen Bezeichnungen markieren dabei zwei Stufen der Zubereitung: „fagghiarini“ bezeichnet die breite Bandnudel, „tagghiarini“ die kleinen, mit dem großen Messer geschnittenen Stücke dieses Gerichts.

Die Virgineddi wurden im Freien oder am Santuario Maria Ss.ma Addolorata del Romitello gekocht und an arme Kinder verteilt. Bei Bedarf aßen auch die Anwesenden davon; Verwandte und Freunde aßen manche Portion aus Andacht. Zutaten, Zubereitung und gemeinsames Essen gehören damit gemeinsam zu dieser überlieferten Borgetter Tradition.

Anfahrt zum Santuario Romitello

Wer das Santuario Maria Ss.ma Addolorata del Romitello von der A29 aus anfährt, kann bei Partinico abfahren. Folgen Sie anschließend der SS186 in Richtung Borgetto 8,3 km nach Südosten, nehmen Sie die Ausfahrt Romitello und fahren Sie weitere 4,3 km. Bei der Zeitplanung lassen sich die beiden Streckenabschnitte der Anfahrt getrennt berücksichtigen. Zusammen umfassen die beiden Abschnitte 12,6 Kilometer bis zum Santuario Maria Ss.ma Addolorata del Romitello.

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