Passopisciaro: Weinbau, Lavastein und Ortsgeschichte
Passopisciaro liegt an der Nordseite des Ätna in einem Gebiet mit jahrtausendealter Weinbautradition. Passopisciaro verbindet diese lange Geschichte mit sakralen Bauten, Denkmälern und lokalen Bräuchen.
Weinbau und regionale Entwicklung
Die Wiederbelebung des Weinbaus und die Wiederentdeckung der nördlichen Etna-Region haben dem Gebiet neue Impulse gegeben. Die Weinbautradition ist dabei mit der Entwicklung eines Weintourismus verbunden. Zur Entwicklung gehören Beherbergungsbetriebe; an diesem Weintourismus nehmen Journalisten, Branchenvertreter und Weinliebhaber teil. Für Kulturinteressierte reichen die Anknüpfungspunkte damit von der Weinbautradition über Kirchenkunst und Lavastein bis zu Festen und historischen Gebäuden.
Neoklassizistische Pfarrkirche und sakrale Orte
Die Pfarrkirche von Passopisciaro wurde 1897 nach zweijähriger Bauzeit fertiggestellt. Ihre neoklassizistische Gestaltung umfasst ionische und korinthische Säulen sowie einen zentralen Giebel. Hinzu kommen Rosetten aus Sandstein, die vier Evangelisten sowie eine nahezu vollständig symmetrische Struktur. In der Kirche befindet sich außerdem ein Gipsbildnis der Maria SS del Rosario. Die Sandsteinrosetten stellen dabei die vier Evangelisten dar.
Wenige Meter außerhalb von Passopisciaro liegt in der Contrada Santo Spirito die kleine Chiesetta du protu. Sie wird ungefähr in das 15. bis 16. Jahrhundert datiert. Charakteristisch sind ihr kleiner Turmaufsatz und eingelassene Säulen. Ihre Entstehungszeit liegt vor dem Bau der Pfarrkirche, bleibt wegen der ungefähren Datierung aber offen.
Lavastein und Ortsgeschichte
La Colonna besteht vollständig aus Lavastein und ist ein altes Straßensignal an einer bedeutenden Kreuzung des sizilianischen Straßennetzes. Zusammen mit der Pfarrkirche gilt sie als eines der repräsentativsten Denkmäler von Passopisciaro. Auf dem Ettore-Majorana-Platz im Zentrum von Passopisciaro steht eine Bronzebüste von Ettore Majorana, die 1986 vom Künstler Carlos D'Agostino geschaffen wurde. Die Materialien unterscheiden sich: La Colonna besteht aus Lavastein, die 1986 geschaffene Büste aus Bronze.
Auch die Casa Cantoniera ist mit der Geschichte des Ortszentrums verbunden. Sie gilt als das älteste Gebäude des Ortszentrums von Passopisciaro. Zwischen 1870 und 1880 sollen dort die Straßenwärter Antonino Palano und Rosario Mascali gewohnt haben. Die Zeitspanne von 1870 bis 1880 gehört zur Geschichte des Hauses in Passopisciaro.
Feste und lokales Leben
Das Fest zu Ehren der Maria SS del Rosario entstand als Dankesfest für das Überstehen der Lavaströme von 1923 und 1947. Das Natale passopisciarese ist eine langjährige lokale Weihnachtstradition. Das eine Fest knüpft an die Lavaströme an, das andere an den Weihnachtsbrauch des Ortes.
Die Aiuola della Legalità in der Fraktion Passopisciaro ist mit Spielgeräten, Bänken und Grünflächen eingerichtet.
Anreise mit der Bahn
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