Nicolosi: Vulkankrater, Ätna-Wege und Ortsgeschichte

Foto: Alesia Belaya

Nicolosi zwischen Ätna-Landschaft und Ortsgeschichte

Nicolosi verbindet die Höhenlandschaft des Ätna mit Spuren lokaler Geschichte und Wegen durch vulkanisch geprägtes Gelände. Die Station Nicolosi Nord–Etna Sud (Rifugio Sapienza) liegt im Gebiet von Nicolosi auf 1.910 Metern Höhe und bietet touristische Dienstleistungen für den Aufstieg in die Gipfelbereiche des Etna. Bei der Wahl Ihres Hotels in Nicolosi können Sie Naturerlebnisse, Ortsgeschichte und regionalen Geschmack miteinander gewichten.

Vulkanformen und Wege

Zu den markanten Vulkanformen gehören die Monti Silvestri, zwei inaktive Krater, die infolge der Eruption von 1892 entstanden. Nördlich von Nicolosi liegt die Cava Asero, ein stillgelegter Lavasteinbruch, in dem die Schichtung alter und neuer Lavaströme sichtbar ist. Dort wurde ein Naturlehrpfad auf einem wiederhergestellten Gemeindepfad angelegt, der zur Front des Lavastroms von 2001 führt.

An den Monti Rossi liegt der Zugang zu den Wegen an der Via Goethe nahe dem Monti Rossi Adventure Park im nördlichen Teil von Nicolosi. Der Sentiero del Germoplasma ist etwa 1.153 Meter lang, weist eine geringe Steigung von 7 Prozent auf und erleichtert mit seiner besonderen Oberfläche die Nutzung durch Menschen mit motorischen Einschränkungen. Der Weg Schiena dell’Asino ist in jeder Jahreszeit begehbar, sofern kein Schnee liegt.

Museen, Kirchen und Lavastein

Das Museo Vulcanologico Etneo umfasst Fotografien und großformatige Bilder von Eruptionen sowie ein maßstabsgetreues Modell des gesamten Etna-Gebiets. Es zeigt außerdem Schlacken, Hämatitkristalle, Schwefelkristalle und Silikate. Das Museo Vulcanologico dell’Etna zeigt vulkanisches Lavagestein und vermittelt Informationen zur Entstehung des Vulkans sowie zu den wichtigsten Arten seiner vulkanischen Aktivität.

Das Tre Altarelli ist ein dreibogiges Monument aus dem 18. Jahrhundert. Es wurde an der Stelle errichtet, an der der Lavastrom der Eruption von 1766 zum Stillstand kam, und stellt die drei Schutzheiligen von Nicolosi dar. Die Chiesa Madre wurde nach einem Entwurf von Vaccarini in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts erbaut. Die Kirche Madonna del Carmelo in Nicolosi stammt aus dem 18. Jahrhundert. Das antike Kloster San Nicolò l’Arena war ein ehemaliger Abteisitz; das Monastero di San Nicolò l’Arena in Nicolosi wurde aus Lavastein errichtet.

Lokaler Geschmack und Anreise

Zum regionalen Charakter gehört das mit Nicolosi verbundene Pane nero di Immanu, auch Irmana, Irmanu oder Germanico. Das typische Brot besteht aus 80 Prozent Roggenmehl und 20 Prozent Hartweizengrieß.

Eine Busverbindung startet in Catania an der Piazza Papa Giovanni XXIII, erreicht Nicolosi und fährt anschließend weiter zur touristisch-sportlichen Station Etna Sud (Nicolosi Nord). Diese Verbindung verbindet den Ort mit der höher gelegenen Station, ohne eine bestimmte Aufenthaltsdauer vorzugeben.

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