Bompensiere: Landschaft, Kirchenkunst und Karwoche
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Foto: Codas via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Bompensiere liegt in einer hügeligen Gegend nahe dem Zentrum Siziliens am Hang des Monte Marrobio. Neben dieser Hanglage gehören Kirchenbau, religiöse Bräuche und lokale Geschichte zu den konkreten Ortsbezügen Bompensieres. Für Sie zeigt sich der Ort damit zunächst als Landschaftsraum, dessen weitere Themen in Kirchenbau, religiösen Bräuchen und lokaler Geschichte liegen. Bei einer individuellen Italienreise lassen sich in Bompensiere die Chiesa Madre, die Karwoche und Mangiammò als unterschiedliche Schwerpunkte betrachten.
Gewässer und Gebietsbezüge
Mehrere Gewässer machen die Lage Bompensieres geografisch konkret. Der Fluss Gallo d’Oro bildet die Grenze Bompensieres zum Gebiet von Mussomeli. Der Bach Torrente Nadure bildet die Grenze Bompensieres zum Gebiet von Milena. Der Bach Torrente Salito bildet teilweise die Grenze Bompensieres zur Gemeinde Montedoro und durchquert außerdem teilweise das Gebiet von Bompensiere.
Chiesa Madre und Kirchenkunst
Die Chiesa Madre, die dem Santissimo Crocifisso gewidmet ist, bewahrt einen ursprünglichen Bauplan aus dem 17. Jahrhundert. In der Chiesa Madre befindet sich außerdem ein Leinwandgemälde von Pietro D’Asaro mit dem Beinamen il Monocolo.
Die Karwoche in Bompensiere
Die Karwoche in Bompensiere erneuert traditionelle Riten und historische sowie kulturelle Bezüge, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreichen. Am Palmsonntag verläuft die Prozession auf einer Strecke von etwa zwei Kilometern von einer Votivkapelle am Ortseingang bis zur Chiesa Madre. Für die Tagesplanung ist bei diesem Ritus vor allem die ungefähre Weglänge zu beachten.
Am Gründonnerstag werden die traditionellen „pani scanati e zuccherati“ während der Messe gesegnet und anschließend an die anwesenden Gläubigen verteilt. Bei der Cena Domini am Gründonnerstag stellen zwölf Bruderschaftsmitglieder in vollständiger traditioneller Kleidung die zwölf Apostel dar. Die Cena Domini umfasst außerdem die Fußwaschung. Für die zeitliche Planung des Gründonnerstags bildet die Messe den maßgeblichen Bezugspunkt der Segnung und Verteilung.
Der abendliche Karfreitagsritus umfasst einen Kreuzweg durch den gesamten Ort. Bei der Karfreitagsprozession in Bompensiere werden das Kreuz Christi und das Bildnis der Schmerzensmutter von einer Musikkapelle und sizilianischen poetischen Gesängen begleitet. Für die Einordnung des Karfreitags ist der abendliche Verlauf durch den gesamten Ort der räumliche Bezug.
Historische Spuren und kleine Orte
Auch die lokale Geschichte reicht über die Kirchenbräuche hinaus. Die Örtlichkeit Mangiammò ist der historische Standort einer Glauberitmine, die in den frühen 1900er-Jahren ausgebeutet wurde. Bompensiere ist zudem eine Station des „Percorso dei Principi“, dessen Etappen zum Besuch kleinerer und wenig bekannter Orte anregen sollen. Die lokalen Zeitbezüge reichen dabei in Bompensiere vom Bauplan der Chiesa Madre im 17. Jahrhundert bis zur Ausbeutung der Glauberitmine in den frühen 1900er-Jahren. Wer in Bompensiere religiöse Kultur, Kunst, historische Arbeitswelt und weniger bekannte Orte verbinden möchte, findet dafür die Chiesa Madre, Mangiammò und den „Percorso dei Principi“ als konkrete Bezugspunkte.
Weitere Orte zur Einordnung: Sutera, Montedoro, Gela, Campofranco, Mazzarino, Vallelunga Pratameno, Resuttano, Sommatino
Caltanissetta als weiterer Sizilien-Bezug: Caltanissetta.
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