Sutera entdecken: Bergblicke, Geschichte und sizilianische Traditionen
File:Chiesa di Sant'Agata, Sutera - 02.jpg
Foto: Berthold Werner via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Sutera verbindet einen geschützten Berg mit weiten Blickachsen, markanten Felsformationen, historischen Sakralbauten und lebendigen Bräuchen. Dazu kommt eine lokale Küche, die mit Pitirri sogar eine eigene, mit dem Ort verbundene Gemüsesuppe kennt. So lässt sich Sutera sowohl über Landschaft und Bewegung als auch über Geschichte und Alltagskultur erschließen.
Landschaft, Aussicht und Wege
Der Monte San Paolino steht unter strengstem Landschaftsschutz. Von ihm reichen die Ausblicke auf 25 Ortschaften, das Meer bei Agrigent, die Madonien, die Hochebene von Enna und im Hintergrund den Ätna. Der Aufstieg von der Piazza del Carmine führt über 183 Stufen und erreicht eine Höhe von 812 Metern. In Begleitung des örtlichen Personals ist der Aufstieg nach vorheriger Reservierung möglich; er dauert etwa 30 Minuten, die vollständige Besichtigung ungefähr 60 Minuten.
Auch die Rocca di San Marco verbindet Natur und Geschichte: Die durch Erdbeben zerklüftete Felsformation trägt eine kleine byzantinische Kapelle. Dort ist lu „scifazzu“ der höchste zugängliche Gipfel, während der pizzo unzugänglich ist. Ein leicht begehbarer Weg auf der Hochebene des Hügels San Marco führt zu den figureddi, byzantinischen Fresken mit Darstellungen der vier Evangelisten, der Madonna und des San Paolino.
Historische Spuren im Ortsbild
Im Ortsbild zeigt sich die lange Geschichte besonders im Viertel Rabato am Ortsrand. Es wurde um 860 n. Chr. von den Arabern gegründet. Die Chiesa Maria Santissima Assunta entstand an der Stelle einer arabischen Moschee und bewahrt vier Nischen aus Gipsmörtel des ehemaligen muslimischen Tempels. Die Ruinen des Palazzo Francesco Salamone stammen aus dem 15. Jahrhundert; in dem Adelspalast wurde Francesco Salamone (1478–1569), ein Held der Disfida di Barletta, geboren.
Auch die Kirchen setzen eigene Akzente. Der ursprüngliche Grundriss der Chiesa di Sant’Agata stammt aus dem Jahr 1400. In ihr befindet sich eine marmorne Madonna delle Grazie aus dem Jahr 1495, die Antonio Vanella zugeschrieben wird. Die Chiesa Maria Santissima del Carmelo beherbergt eine marmorne Madonna del Soccorso mit der Jahreszahl 1503, die Bartolomeo Berrettari zugeschrieben wird. Beim jährlichen Fest des San Paolino findet am Dienstag nach Ostern eine feierliche Prozession vom Santuario Diocesiano San Paolino durch den Ort bis zur Kirche Sant’Agata statt.
Lebendige Traditionen und lokaler Geschmack
Eine besonders eigenständige Tradition ist das Presepe Vivente di Sutera. Rund um die Grotte der Geburt Christi stellt es typische ländliche Lebensräume und Tätigkeiten des frühen 20. Jahrhunderts nach. Das Presepe Vivente di Sutera ist in das R.E.I. (Registro delle Eredità Immateriali) der Region Sizilien aufgenommen und kehrt jedes Jahr zurück. Wenn Sie Kultur mit Bewegung und lokaler Küche verbinden möchten, finden Sie hier mehrere Ansatzpunkte für Ihre Tagesplanung.
Für die Wahl Ihrer Unterkunft können Sie zwischen unterschiedlichen Schwerpunkten abwägen: Der Monte San Paolino und der Hügel San Marco stehen für Wege und Ausblicke, während Rabato, die Kirchen, der Palazzo und das Presepe Vivente die historische und kulturelle Seite Suteras prägen. Pitirri ergänzt diesen Eindruck um einen kulinarischen Bezug. So bleibt die Entscheidung für ein Hotel oder eine andere Unterkunft an Ihrem persönlichen Reiseplan orientiert, ohne Sutera auf nur ein Erlebnis zu reduzieren.
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