Martis entdecken: Kirchen, Museen und Landschaft

Martis verbindet sakrale Baukunst, Museen, historische zivile Architektur und eine Landschaft mit tiefen Tälern. Für Sie eröffnet der Ort damit mehrere Zugänge zu Kultur und Ortsbild: von romanischer Kirchenarchitektur über italienisch-gotische Formen und regionale Traditionen bis zu geologisch geprägten Landschaftsräumen. Diese unterschiedlichen Themen lassen sich bei der Planung einer individuellen Italienreise gezielt nach Ihren Interessen ordnen.

Kirchen und sakrale Baukunst

Zu den markanten Sakralbauten gehört die Chiesa di San Leonardo in Martis. Sie ist eine der kleinsten romanischen Kirchen Sardiniens. Wer Kirchenarchitektur betrachtet, kann hier den romanischen Anteil des Ortes kennenlernen.

Die Chiesa di San Pantaleo gilt als das vollständigste und schlüssigste Beispiel der vor der aragonesischen Eroberung nach Sardinien übertragenen italienisch-gotischen Formensprache, bevor dort die gotisch-katalanische Formensprache verbreitet wurde. Ihre Architektur umfasst drei durch Pfeiler getrennte Schiffe, Kreuzgratgewölbe und ein großes Rosettenfenster in einer Achse mit dem Portal. Sie können hier sowohl die historische Formensprache als auch den konkreten Kirchenraum gemeinsam betrachten.

Museen und regionale Kultur

Auch die Museen vertiefen die kulturelle Seite von Martis. Das Museo S. Pantaleo ist im Presbyterium der aus dem 17. Jahrhundert stammenden Chiesa di San Giovanni untergebracht. Dort befindet sich das Gemälde „Miracolo di San Pantaleo“ aus dem Jahr 1595 von Andrea Lusso. Im Erdgeschoss der Casa Puliga-Dettori befindet sich außerdem die Ausstellung zur agro-pastoralen Zivilisation. Sakrale Räume, ein datiertes Kunstwerk und ein Thema ländlicher Lebenswelt begegnen Ihnen damit an unterschiedlichen Museums- und Ausstellungsorten.

Literatur und wechselnde Kultur

Das Ethno’s Festival Letterario umfasst literarische Präsentationen, Begegnungen mit Autorinnen und Autoren, kreative Workshops, musikalische Lesungen und Theaterveranstaltungen. Für Besucher, die ihren Aufenthalt mit Literatur und darstellenden oder musikalischen Formaten verbinden möchten, erweitert dieses Spektrum die kulturellen Themen von Martis um Literatur, Musik und Theater. Das Museo Paleobotanico dient dem Ethno’s Festival Letterario als Infopoint und als Ort für Wechselausstellungen.

Historisches Zentrum und Ortsidentität

Im historischen Zentrum von Martis bewahrt die zivile Architektur profilierte Gesimse, schmiedeeiserne Balkone, monumentale Portale und traditionelle Dachterrassen. Zur traditionellen Identität von Martis gehören erlesene Trachten aus weißen und schwarzen Stoffen. Architektur und Tracht setzen damit zwei unterschiedliche Akzente: einmal im gebauten Ortsbild, einmal in der sichtbaren regionalen Tradition.

Täler und Cascata di Triulintas

Im Gebiet von Martis gibt es tiefe Täler, die in vulkanisches und sedimentäres Gestein eingeschnitten sind. Der Zugang zur Cascata di Triulintas ist durch den ausgeschilderten Weg „sentiero storico-ambientale mulino Triulintas“ gekennzeichnet. Wenn Sie neben Kultur auch Landschaft einplanen, können Sie diese beiden Schwerpunkte in Martis bewusst getrennt betrachten.

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