Ittiri zwischen Nuraghen, Kirchen und Trachytkunst

File:Ittiri - Chiesa di San Pietro in Vincoli (01).JPG File:Ittiri - Chiesa di San Pietro in Vincoli (01).JPG Foto: Gianni Careddu via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Hochebene, Täler und archäologische Spuren

Ittiri liegt auf einer Hochebene in 450 Metern Höhe. Der Ort befindet sich zwischen Gipfeln – darunter dem 620 Meter hohen Monte Torru –, den Seen Bidighinzu, Cuga und Temo sowie Tälern, die von Olivenhainen und Weinbergen geprägt sind. Diese Verbindung aus Höhenlage, Wasserlandschaften und landwirtschaftlich geprägter Umgebung gibt Ihrer Reise einen klaren regionalen Charakter, ohne dass sich Ittiri auf nur ein Urlaubsthema reduzieren lässt.

Am Stadtrand von Ittiri befindet sich ein archäologischer Freilichtpark. Zum nuraghischen archäologischen Komplex im Gebiet von Ittiri gehören 63 Nuraghen, zehn Dörfer, zwei Gigantengräber und ein wahrscheinlicher heiliger Brunnen. Für Sie entsteht damit ein ungewöhnlich breites Spektrum an archäologischen Themen: monumentale Bauwerke, Siedlungsreste, Grabstätten und ein religiös gedeuteter Ort liegen innerhalb desselben Komplexes.

Sa Figu und Wege in die Höhe

Das archäologische Gebiet von Sa Figu liegt vier Kilometer von Ittiri entfernt und ist vom Heiligtum San Maurizio aus durch einen Aufstieg zum Gipfel erreichbar. Der Komplex umfasst elf Hypogäen, einen megalithischen Kreis und die Basis eines archaischen Nuraghen. Wenn Sie sich für frühe Bauformen und archäologische Landschaften interessieren, verbindet Sa Figu konkrete Zeugnisse mit einem Aufstieg zum Gipfel.

Auch am Monte Torru gibt es einen archäologischen Bezug: Der Nuraghe auf dem Berg ist zu Fuß über die nördlichen Hänge erreichbar. Sa Figu und der Nuraghe auf dem Monte Torru stehen damit für zwei unterschiedlich beschriebene Möglichkeiten, archäologische Ziele mit Landschaftserfahrung zu verbinden. Die jeweiligen Ausgangspunkte und Wege sollten Sie bei Ihrer Tagesplanung getrennt betrachten.

Kirchen mit römischer Vorgeschichte und Trachytfassade

Die Kirche San Pietro in Vincoli wurde wahrscheinlich über einem bestehenden römischen Tempel errichtet. Ihre Fassade wurde zwischen 1881 und 1895 im neoklassizistischen Stil aus rotem Trachyt wiederaufgebaut. San Pietro in Vincoli verfügt außerdem über einen rollstuhlgerechten Eingang und rollstuhlgerechte Parkplätze. Damit lässt sich dieser konkrete Sakralbau sowohl kunsthistorisch als auch unter einem praktischen Gesichtspunkt in Ihre Ortsplanung einbeziehen.

Die ursprüngliche Errichtung von Nostra Signora di Coros geht auf das 13. Jahrhundert zurück. Die Kirche weist romanische und gotische Architektur auf, die im Laufe der Zeit verändert wurde. Gerade diese Verbindung aus mittelalterlichem Ursprung und späteren Veränderungen macht die Kirche für Reisende interessant, die an der Entwicklung sakraler Architektur und an sichtbaren historischen Schichten interessiert sind.

Textilien, Trachten und lokale Feste

Ittiri ist für Textilien bekannt, darunter Teppiche und traditionelle Kleidungsstücke. Zur traditionellen männlichen Tracht von Ittiri gehören eine Kopfbedeckung, ein Hemd, eine Weste, Ragas, Hosen und Uose. Die einzelnen Bestandteile zeigen, wie eng lokales Handwerk und Kleidung miteinander verbunden sind. Für Sie kann dieser Schwerpunkt besonders dann interessant sein, wenn Sie neben Bauwerken auch textile Kultur und regionale Formen des Gestaltens kennenlernen möchten.

Prendas de Ittiri ist ein Festival Ende März oder Anfang April, das dem lokalen Kunsthandwerk und lokalen Spezialitäten gewidmet ist. Zusätzlich findet in Ittiri seit 1994 ein zweijährlich stattfindendes Trachyt-Festival mit Bildhauerwettbewerben statt. Die beiden Veranstaltungen setzen unterschiedliche Akzente: Hier stehen Handwerk und Spezialitäten im Mittelpunkt, dort das Arbeiten mit Trachyt und der Bildhauerwettbewerb. Für die Wahl eines Hotels in Ittiri können solche kulturellen Schwerpunkte ein sinnvoller Anlass sein, den Reisezeitraum nach Ihren persönlichen Interessen auszurichten.

Welcher Aufenthalt zu Ittiri passt

Ittiri spricht vor allem Reisende an, die archäologische Stätten, Sakralarchitektur, Landschaft und lokales Handwerk in einer Reise verbinden möchten. Die Ziele reichen vom nuraghischen Komplex im Gebiet von Ittiri über Sa Figu bis zum Nuraghe auf dem Monte Torru. Ergänzt wird dieses Profil durch Kirchen mit unterschiedlichen historischen und architektonischen Prägungen, durch Textilien und durch Veranstaltungen rund um Kunsthandwerk, Spezialitäten und Trachyt.

Wenn Sie eine Unterkunft in Ittiri auswählen, können Sie daher zunächst Ihren Schwerpunkt festlegen: kulturhistorische Bauwerke, archäologische Orte, Höhenlandschaften oder lokale Gestaltungstraditionen. Sie entscheiden anschließend, ob Sie Ihre Tage stärker den Sakralbauten, den archäologischen Stätten, den Landschaften oder den kulturellen Veranstaltungen widmen.

Weitere Orte für Ihre Italienplanung: Olmedo, Bonorva, Ardara, Tula, Santa Maria La Palma, La Ciaccia, Castelsardo, Villa Gorizia

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sassari.

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