Seneghe entdecken: Montiferru, Nuraghen und lokale Feste
File:Seneghe - Chiesa di Santa Maria Immacolata (01).JPG
Foto: Gianni Careddu via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Seneghe verbindet die Landschaft des Montiferru mit einer ungewöhnlich dichten Folge archäologischer und kultureller Themen. Der Ort liegt an den Südabhängen des Montiferru. Im Gebiet von Seneghe gibt es mehrere Gigantengräber und mindestens hundert Nuraghen. Damit begegnen Ihnen hier sowohl weite Naturbezüge als auch Spuren einer langen, eigenständigen Geschichte.
Wald und Berglandschaft am Montiferru
Der Gemeindewald von Seneghe, der „su monte“ heißt, erstreckt sich über etwa 900 Hektar. Er umfasst alte Bäume sowie zahlreiche naturkundlich interessante Tier- und Pflanzenarten. In den Berggebieten von Seneghe oberhalb von 750 bis 800 m über dem Meeresspiegel wachsen vor allem Wälder mit Steineichen und Stechpalmen. Besonders sichtbar sind diese Formationen im Gebiet von Pabassiu, wo sie von außergewöhnlich hohem naturkundlichem Wert sind. Der Gemeindewald bildet dabei einen großflächigen Naturraum, während die Bergwälder eine eigene Höhenzone innerhalb des Gebiets von Seneghe einnehmen.
Auch die Vogelwelt gehört zu den prägenden Naturthemen: Im Gebiet von Seneghe wurden etwa 80 Vogelarten erfasst. In der näheren Umgebung befinden sich außerdem die Berge Monte Mesu e Roccas, Punta Perda Lasinosa, Monte Rassu und Punta Mandra Noisca.
Archäologie und Bauwerke
Mehrere antike Stätten befinden sich in der näheren Umgebung von Seneghe. Dazu gehören Nuraghe Umoulos, Nuraghe Chimbeina, Nuraghe Scala und Nuraghe Aurras 2. Zusammen mit den Gigantengräbern und den mindestens hundert Nuraghen im Gebiet eröffnet sich ein breites archäologisches Themenfeld, das sich von einzelnen archäologischen Stätten bis zur historischen Landschaft rund um den Ort erstreckt.
Auch die Bauwerke in Seneghe setzen eigene Akzente. Die Pfarrkirche ist der Unbefleckten Empfängnis und San Sebastiano geweiht und wurde 1893 geweiht. Das Oratorio del Rosario stammt aus dem 17. Jahrhundert. Sein Gewölbe wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts vom ligurischen Maler Dancardi mit Fresken ausgemalt. Die Pfarrkirche und das Oratorio del Rosario stammen aus unterschiedlichen Jahrhunderten und zeigen dadurch zwei zeitlich getrennte Bauphasen. Die Fresken im Gewölbe des Oratorio entstanden dabei später als das Bauwerk selbst.
Gesang, Festival und Verkostung
Während der Karwoche erklingt in den Straßen von Seneghe der vierstimmige polyphone Gesang der cori a cuntrattu. Ein weiterer kultureller Termin ist das Festival Cabudanne de sos Poetas, das jedes Jahr in Seneghe stattfindet. Beide Veranstaltungen verknüpfen den Ort mit musikalischen und literarischen Ausdrucksformen und geben der Reiseplanung einen zeitlichen Schwerpunkt.
Ende November findet Prentzas Apertas statt. Die Veranstaltung nutzt die Straßen des Ortszentrums und alte Ölmühlen als Schauplätze. Dort bietet sie die Möglichkeit, Käse und Süßspeisen zu verkosten.
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