Riola Sardo: Parco dei Suoni, Nuraghen und historische Höfe

File:Chiesa di San Martino (Riola Sardo) 1.jpg File:Chiesa di San Martino (Riola Sardo) 1.jpg Foto: Air fans via Wikimedia Commons, CC0

Riola Sardo zwischen Weinbergen und Klanginstallationen

Riola Sardo verbindet eine von Olivenhainen und Weinbergen geprägte Landschaft mit Spuren einer langen Siedlungsgeschichte und ungewöhnlichen kulturellen Orten. Olivenhaine und Weinberge nehmen große Teile des örtlichen Gebiets ein. Dadurch gehört die Verbindung von Landwirtschaft, regionalem Alltag und Landschaft zu den prägenden Themen eines Aufenthalts. Im historischen Zentrum stehen Campidanesische Hofhäuser, die als „case campidanesi a corte“ bezeichnet werden. Ihre Lehmziegel aus ladiri, steinernen Portale und hölzernen Architrave prägen das Ortsbild.

Der Parco dei Suoni in den Sandsteinbrüchen

Eine besondere Erfahrung in Riola Sardo bietet der Parco dei Suoni. Er befindet sich in stillgelegten Sandsteinbrüchen bei Su Cuccuru Mannu und verbindet die vorhandenen Steinbruchbereiche mit Klanginstallationen. Dazu gehören Wege, die durch die Bereiche der Steinbrüche und die angrenzenden Flächen führen. Die Steinbrüche geben den Installationen einen Rahmen aus Wegen und offenen Flächen. Die meisten Anlagen liegen im Freien, während jeder Rundgang einem eigenen thematischen Klang- und Musikbereich entspricht. Der Ort richtet sich damit an Besucher, die Landschaft nicht nur betrachten, sondern auch über Klang und räumliche Inszenierung wahrnehmen möchten.

Zum Park gehört ein etwa 600 Quadratmeter großes Besucherzentrum mit Informations- und Unterstützungsangeboten. Das Parkgelände hat einen direkten Zugang von der Provinzstraße; der Eintritt ist frei. Diese beiden Angaben gehören zur praktischen Orientierung rund um den Parco dei Suoni, ohne dass der Besuch auf einen bestimmten Tagesablauf festgelegt werden muss.

Historische Spuren rund um Riola Sardo

Hinter der Pfarrkirche von Riola Sardo steht Casa Carta. Das Gebäude stammt aus dem 17. Jahrhundert und war eine aristokratische Residenz. Auch das Gebiet um den Nuraghen Civas verweist auf die ältere Geschichte der Umgebung: Dort wurden punische Keramikfragmente gefunden, darunter Amphoren aus dem 3. Jahrhundert v. Chr.

Riola Sardo war seit der Vorgeschichte besiedelt. Etwa zehn Nuraghen zeugen davon; einige von ihnen wurden auch in punischer Zeit genutzt. Diese Bauwerke stehen für eine Besiedlung, die weit vor den heute sichtbaren Ortsstrukturen einsetzte. Eine weitere kulturelle Besonderheit ist die traditionelle Tracht von Riola Sardo. Sie wird vor allem von Frauen zu besonderen Anlässen sowie bei privaten und religiösen Zeremonien getragen.

Ein lokaler Festmoment am Mare Foghe

Am Fluss Mare Foghe erhellen in der Nacht des 26. eindrucksvolle Feuerwerke den umliegenden Park. Diese Feuerwerke heißen auch „S'arroda de Sant'Anna“ und bilden einen eigenständigen Bezugspunkt im kulturellen Jahreslauf von Riola Sardo.

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