Oschiri zwischen Kultur, Lago Coghinas und sardischer Landschaft

File:Oschiri - Chiesa della Beata Vergine Immacolata (22).JPG File:Oschiri - Chiesa della Beata Vergine Immacolata (22).JPG Foto: Gianni Careddu via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Oschiri zwischen Berglandschaft und Lago Coghinas

Oschiri liegt am Fuß des Monte Limbara in der Gallura. Die Umgebung ist von einer hügeligen und gebirgigen Landschaft geprägt, in der sich reiche mediterrane Vegetation mit ausgedehnten Weideflächen verbindet. Damit zeigt sich der Ort als Ziel für Reisende, die sardische Landschaft nicht nur am Meer, sondern auch im Binnenland kennenlernen möchten.

Ein wichtiger Landschaftsraum ist der Lago Coghinas. Der künstliche See entstand 1927 durch die Aufstauung des gleichnamigen Flusses. An seinen Ufern wachsen mediterrane Macchia, Steineichenwälder und Korkeichenbestände. Außerdem weist der See zahlreiche Vogelarten sowie aquatische Fauna auf. Diese Verbindung aus Wasser, Gehölzen und Tierwelt gibt der Region einen eigenen Naturcharakter.

Das erschlossene Ufer des Lago Coghinas erreichen Sie von Oschiri aus über die SS 392 in Richtung Tempio Pausania und anschließend weiter bis zur Brücke. Für die Orientierung zwischen Ort und Landschaft ist diese Verbindung besonders hilfreich, wenn Sie kulturelle Eindrücke mit einem Aufenthalt am See verbinden möchten.

Romanische Kirche und archäologisches Erbe

Zu den historischen Themen Oschiris gehört Nostra Signora di Castro. Die romanische Kirche ist durch erste schriftliche Quellen aus den Jahren 1164 bis 1174 belegt. Bis 1503 war sie Sitz einer Diözese. Ihre Geschichte verweist damit auf die lange religiöse und regionale Bedeutung des Ortes, ohne dass dafür eine fortlaufende heutige Funktion vorausgesetzt werden muss.

Das MuseOs – Museo Civico Archeologico ed Etnografico ist in drei Abteilungen auf zwei Etagen gegliedert. Es zeigt prähistorische, nuragische, römische, byzantinische und mittelalterliche Artefakte aus Fundstätten im Gebiet von Oschiri. Auf einer 600 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche ergänzen Informationsbildschirme, Ton-, Dokumentar- und Videoinhalte die Präsentation für Besucher.

Auch die Nekropole Domus de Janas in der Ortschaft Malghesi gehört zu den konkreten archäologischen Bezugspunkten der Umgebung. Sie umfasst 25 unterirdische Grabkammern. Der Felsaltar von Santo Stefano liegt in kurzer Entfernung vom historischen Zentrum von Oschiri und ergänzt die kulturgeschichtliche Orientierung im näheren Ortsbereich.

Routen mit unterschiedlichen Distanzen

Die Route Puttu Iscia – Badde fustes alvos ist als 20 km lange Schotterstrecke ausgewiesen. Die Route Diga Coghinas – Bigalzu – Nuraconi ist 16 km lang, während die Route Filigosu – Tandalò eine Länge von 18 km hat.

Mit Su Filigosu kommt ein weiterer Naturraum hinzu. Der Ort ist eine Natur-Oase mit mediterraner Macchia und wildlebender Fauna. Zusammen mit dem Lago Coghinas und der Landschaft am Monte Limbara ergibt sich ein vielseitiges Bild aus Wasser, Vegetation, Weideflächen und gewachsenen Kulturräumen.

Oschiri als Standort für Ihre Reiseplanung

Wenn Sie eine Unterkunft in Oschiri suchen, können Sie Ihre Reise nach unterschiedlichen Schwerpunkten ausrichten: Die romanische Kirche, das MuseOs, die Nekropole und der Felsaltar führen in die Geschichte der Region, während der Lago Coghinas, Su Filigosu und die Routen den Blick auf Landschaft und Natur lenken. So bleibt Oschiri eine sachlich gut einzuordnende Wahl für eine Sardinienreise, bei der Kultur und Binnenlandschaft miteinander verbunden werden.

Für weitere Ziele in derselben Region finden Sie hier Nuragheddu, Portobello, Loiri Porto San Paolo, Rudalza, Cannigione, Luras, Nuchis und Golfo Aranci.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Olbia-Tempio.

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