Nuchis: Kirchen, Granit und der Radweg Itinerario 39

File:Tempio Pausania, frazione Nuchis, panorama (01).jpg File:Tempio Pausania, frazione Nuchis, panorama (01).jpg Foto: Gianni Careddu via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Nuchis zwischen Ortsgeschichte und Gallura-Landschaft

Im 16. und 17. Jahrhundert entwickelte sich Nuchis und nahm Flüchtlinge aus Küstenorten auf, die von Berberkorsaren angegriffen worden waren. Diese Geschichte lässt sich gemeinsam mit sakraler Kunst betrachten. Die Pfarrkirche Chiesa dello Spirito Santo in Nuchis ist dem Heiligen Geist, Spirito Santo, geweiht und bewahrt ein Gemälde von Giovanni Marghinotti aus dem späten 19. Jahrhundert, das die Herabkunft des Heiligen Geistes darstellt.

Stein, Fresken und bergige Umgebung

Das Heiligtum Santi Cosma e Damiano wird heute als Oratorium genutzt. Es wurde 1529 nach einer Pest gegründet, 1835 wiederaufgebaut und 1945 restauriert. Das vollständig aus Granit errichtete Heiligtum besitzt eine Fassade mit schrägen Dachlinien und einen Glockengiebel. Das einschiffige Langhaus wird durch fünf Bögen gegliedert, die ein Tonnengewölbe strukturieren; im Heiligtum befinden sich außerdem Fresken von Carlo Armanni. Es liegt in einem Garten in der Landschaft der Gallura-Berge. Gründung, Wiederaufbau und Restaurierung markieren dabei drei unterschiedliche Zeitpunkte der Baugeschichte.

Weitere Kirchen und Oratorien

Die Kirche San Salvatore ist vollständig aus sichtbar belassenen Granitquadern errichtet und liegt nahe dem Ortsausgang an der Straße Corso Vittorio Emanuele. Das Oratorio della Santa Croce hat eine Fassade mit Glockengiebel und einen einschiffigen Innenraum, der durch einen Scheidebogen in zwei Joche geteilt ist. Das Oratorium der Kirche del Purgatorio wurde in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts von Giovanni Piga, dem Rektor von Nuchis, gegründet. Die Kirche del Purgatorio hat eine Giebelfassade mit Glockengiebel und einen einschiffigen Innenraum.

Architektur im Vergleich

Die Bauwerke lassen sich auch über gemeinsame Details vergleichen: Santi Cosma e Damiano, Santa Croce und del Purgatorio besitzen jeweils einen Glockengiebel. Ihre einschiffigen Räume sind verschieden gegliedert: Fünf Bögen gliedern das Tonnengewölbe von Santi Cosma e Damiano, während Santa Croce durch einen Scheidebogen in zwei Joche geteilt ist.

Itinerario 39 für Radreisen

Der Radweg Itinerario 39 führt durch Nuchis und zweigt anschließend nach Calangianus ab. Er folgt teilweise der stillgelegten Bahnstrecke Monti–Tempio, die größtenteils in einen Radweg umgewandelt wurde. Der Itinerario 39 verläuft zwischen dem Bahnhof Monti/Telti und Tempio Pausania und führt durch die Wälder des Monte Limbara. Für Radreisende verbindet der Itinerario 39 damit Ortsdurchfahrt, ehemalige Bahntrasse und bewaldete Berglandschaft. Für die Routenplanung unterscheiden Sie den Abzweig nach Calangianus vom weiteren Verlauf der Strecke zwischen Monti/Telti und Tempio Pausania.

Reiseplanung mit Kultur und Bewegung

Die Kirchen, das Heiligtum und der durch Nuchis führende Itinerario 39 sprechen unterschiedliche Interessen an: Sie können sich auf Granitarchitektur, Raumdetails, Fresken und Ortsgeschichte konzentrieren oder die Radroute als Teil Ihrer weiteren Tagesplanung berücksichtigen.

Weitere Orte zur Reiseplanung

Für Ihre weitere Reiseplanung können Sie auch Luddui, Monti, Cannigione, Aglientu, Capannaccia, Bortigiadas, Muntiggioni und Agrustos betrachten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Olbia-Tempio.

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