Mamone entdecken: Geschichte, Wege und Hochplateau

Mamone zwischen Geschichte und Hochplateau

Mamone bietet für die Reiseplanung drei klar unterscheidbare Anknüpfungspunkte: die Geschichte der Casa di Reclusione Mamone, den Cammino di Bonaria und das granitische Hochplateau. Je nachdem, ob Sie Kultur, Wanderung oder Naturbeobachtung in den Mittelpunkt stellen, fällt Ihr Blick damit auf unterschiedliche Seiten des Ortes.

Historische Spuren der Casa di Reclusione

Das Istituto penale di Mamone wurde 1882 gegründet. Zur Casa di Reclusione Mamone gehören Weinkeller aus den 1930er-Jahren. In ihnen werden historische Geräte zur Weinherstellung und große Eichenfässer aufbewahrt; das größte Fass fasst etwa 21.000 Liter. Die Weinkeller bilden damit einen eigenständigen historischen Schwerpunkt für Besucher, die sich für materielle Zeugnisse und die Geschichte der Weinherstellung interessieren.

Ein außerordentlicher Zugang zur Casa di Reclusione Mamone war im Rahmen der FAI-Veranstaltung im Jahr 2025 möglich. Für die außerordentliche Besichtigung war eine Anmeldung bis Sonntag, den 5. Oktober 2025, erforderlich. Dieser Zugang gehört zu einem zeitlich abgeschlossenen Ereignis und steht für einen besonderen Einblick in die Casa im Jahr 2025.

Cammino di Bonaria und historische Wege

Die Etappe des Cammino di Bonaria ist als mittelschwer bis anspruchsvoll eingestuft und mit dem blauen Pfeil des Weges markiert. Eine digitale Route des Cammino di Bonaria kann direkt an der Casa di Reclusione Mamone beginnen und bis nach Bitti führen. Ein großer Teil des Weges verläuft über eine ehemalige Maultierroute, die als „via della transumanza“ bekannt ist. Diese Route wurde von Hirten genutzt, die von den Hochebenen von Bitti und Buddusò in die milderen Gebiete von Olbia zogen. Wenn Sie den Cammino einplanen, sollten Sie die Einstufung der Etappe als mittelschwer bis anspruchsvoll berücksichtigen.

Landschaft am Naturpark Tepilora

Auf der Route des Naturparks Tepilora von Bitti zur SS Annunziata führt die SP50 in Richtung Mamone durch Korkeichen- und Steineichenbestände sowie Zistrosen-Unterholz, bevor sie die als Weideland genutzten Felder der Strafkolonie erreicht. Für eine Fahrt mit landschaftlichem Schwerpunkt verbindet dieser Abschnitt Wald, Unterholz und offene, als Weideland genutzte Flächen.

Das granitische Hochplateau von Mamone liegt im Nordwesten von Onanì. Auf diesem Hochplateau brüten Steinadler. Wer Landschaften und Greifvögel in den Mittelpunkt stellt, kann diesen Raum als eigenen Natur- und Beobachtungsschwerpunkt in die Reiseplanung aufnehmen. Granitlandschaft und Steinadlervorkommen ergänzen damit die historischen und wanderbezogenen Themen des Ortes.

Anreise und Unterkunftsentscheidung

Mit dem Auto ist Mamone über die SC Bitti – Mamone oder die SP Lodè – Mamone erreichbar. Außerdem ist Mamone über eine Shuttle-Verbindung auf der Strecke Sologo – Bitti – Mamone erreichbar. Damit umfasst die Anreise sowohl Auto- als auch Shuttleverbindung.

Bei der Wahl einer Unterkunft für eine Reise nach Mamone lohnt es sich, den Schwerpunkt früh festzulegen. Wenn Sie historische Orte bevorzugen, steht die Casa im Vordergrund; für Wanderpläne ist die Schwierigkeit der Cammino-Etappe maßgeblich, während das Hochplateau Natur- und Landschaftsinteressen anspricht. So richten Sie Ihre Unterkunftsentscheidung an den konkreten Interessen Ihrer Reise aus.

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