Carbonia: Archäologie, Bergbaugeschichte und rationalistische Architektur

File:Panorama carbonia.jpg File:Panorama carbonia.jpg Foto: Alex10 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Carbonia zwischen Archäologie und Bergbaugeschichte

Carbonia verbindet die phönizisch-punische Geschichte des Monte Sirai mit der Bergbaugeschichte der Stadt und rationalistischer Architektur. Der Parco Archeologico del Monte Sirai bewahrt eine vollständig erhaltene phönizische und anschließend punische Siedlung ohne Bau- oder Restaurierungsphasen aus späteren historischen Epochen. Der Park liegt auf einem Plateau, das die Küste des Sulcis sowie den Archipel von Sant’Antioco und San Pietro überblickt. Für Sie entsteht damit ein Einstieg, der archäologische Spuren und Landschaft unmittelbar zusammenführt.

Im Parco Archeologico del Monte Sirai werden außerdem Archäologie-Wanderungen sowie pädagogische und animierende Aktivitäten angeboten. Die Verbindung aus erhaltenem Siedlungsbild, Bewegung und Vermittlung spricht unterschiedliche Interessen an, ohne den archäologischen Charakter des Ortes zu verändern.

Bergbau und Museen in Carbonia

In der Lampisteria des Museo del Carbone befindet sich eine Dauerausstellung über die Geschichte der Kohle, des Bergwerks und der Stadt Carbonia. Die unterirdische Galerie zeigt die Entwicklung der in Serbariu von den 1930er-Jahren bis zur Einstellung des Betriebs eingesetzten Techniken des Kohleabbaus. Der Standort des Museo del Carbone in Serbariu wurde für museale und didaktische Zwecke restauriert und umgenutzt. So begegnen Sie dort sowohl der technischen Entwicklung als auch der Geschichte von Ort und Stadt.

Das Museo Archeologico Villa Sulcis verwendet eine besonders didaktisch ausgerichtete Ausstellung. Sie erklärt Funde durch die Rekonstruktion ihres Fundzusammenhangs oder der Umgebung, in der sie verwendet wurden. Im Museo PaleoAmbienti Sulcitani E. A. Martel bietet man Schulen verschiedene pädagogische Workshops an, in denen Schülerinnen und Schüler eine kurze praktische Erfahrung in der Höhlenforschung sammeln können.

Stadtbild, Plätze und Architektur

Im Museo del Carbone geht es um Kohleabbau, an der Piazza Roma um rationalistische Architektur in Carbonia.

CIAM (Carbonia Itinerari di Architettura Moderna) ist ein städtischer Rundgang, der Carbonia in ein weitläufiges Freilichtmuseum verwandelt und charakteristische, mit der Gründung der Stadt verbundene Gebäude miteinander verknüpft. Die Torre Civica trägt auch den Namen Torre Littoria, ist 28 Meter hoch und hat fünf Stockwerke. Der Rundgang richtet den Blick damit auf Gebäude und städtebauliche Zusammenhänge, die zur Entstehung Carbonias gehören.

Die Piazza Roma ist ein typisches Beispiel rationalistischer Architektur und gilt als soziales Zentrum der Stadt Carbonia. Die Chiesa di San Ponziano wurde 1938 eingeweiht und von Valle und Guidi entworfen. Ihre rechteckige Fassade besteht aus Granit; der obere Abschnitt ist aus rotem Vulkanit. An diesen konkreten Formen lassen sich die architektonischen Besonderheiten der Stadt präzise betrachten.

Der Parco Urbano „Sa Grutta“ mit der Ipogäischen Nekropole von Cannas di Sotto ist über einen überdachten, erhöhten Steg erschlossen.

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