Monteponi: Bergbaugeschichte zwischen Bauwerken und Wanderwegen

File:Piano inclinato Monteponi.jpg File:Piano inclinato Monteponi.jpg Foto: Alex10 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Monteponi verbindet Bergbauarchitektur, technische Geschichte und Wanderwege zu einem Reiseziel, dessen Charakter sich an konkreten Bauwerken und Wegverläufen zeigt. Die Villa Bellavista, die Galleria Villamarina und die Piazzetta di Monteponi stehen für unterschiedliche Zugänge zur Geschichte des Ortes. Für Ihre Reiseplanung lassen sich Kultur und Bewegung im Freien als zwei unterschiedliche Schwerpunkte betrachten.

Architektur, Garten und Bergbaugeschichte

Die Villa Bellavista hat einen U-förmigen Grundriss mit drei oberirdischen Geschossen und einem Untergeschoss. Hinter der Villa liegt ein Garten mit Panoramawegen; von dort eröffnen sich Ausblicke auf die Umgebung und auf das Bergbaudorf Monteponi.

Der Palazzo Bellavista wurde nach Jahren des Leerstands infolge des Endes der Bergbauaktivitäten restauriert und der Allgemeinheit zurückgegeben. Heute ist er eine Außenstelle der Universität Cagliari. Die Mine Monteponi wetteiferte mit der zeitgleichen Mine Montevecchio um den Spitzenplatz unter den Bergbauproduzenten des jungen Königreichs Italien.

Auch die technische Seite des Reviers lässt sich an markanten Anlagen nachvollziehen. Das Entwässerungssystem der Mine umfasste eine originelle, fast sechs Kilometer lange Abflussgalerie, die von Pozzo Vittorio bis zum Strand von Fontanamare verlief. Eine private Eisenbahn verband die Förderanlagen der Mine mit einer Hafenanlage bei Portoscuso. Die Hafenanlage war dem Präsidenten Baudi di Vesme gewidmet und trug den Namen Porto Vesme.

Galleria Villamarina und praktische Orientierung

Die Galleria Villamarina wurde 1852 auf 174 Metern über dem Meeresspiegel ausgehoben. Sie verband die beiden Hauptschächte Pozzo Sella und Pozzo Vittorio Emanuele.

Pozzo Sella wurde zwischen 1872 und 1874 gebaut, um das Wasser abzuleiten, das den Abbau der Mineralien behinderte. Das äußere Bauwerk wurde später für technische Einrichtungen des Bergwerks genutzt, darunter eine mechanische Werkstatt, Schmieden und eine Schreinerei. Eine Führung durch die Galleria Villamarina dauert etwa 50 Minuten und verläuft ebenerdig auf einem relativ gleichmäßigen unbefestigten Untergrund. Die Dauer von etwa 50 Minuten lässt sich bei der Tagesplanung als klar begrenzter Besuchsbaustein berücksichtigen.

Führungen durch die Foresteria von Monteponi werden ausschließlich nach vorheriger Reservierung durchgeführt und vom Cissa betreut.

Wanderwege durch das Revier

Der Wanderweg D-313 beginnt in Monteponi und führt mit einem Zwischenhalt am Monte Scorra nach Nebida. Außerdem erreicht die erste Etappe des Cammino Minerario di Santa Barbara die Piazzetta di Monteponi. Von der Palazzina Bellavista führt diese Etappe auf einer unbefestigten Piste weiter. In der Piazzetta befindet sich die der heiligen Barbara gewidmete Kirche.

Anreise nach Monteponi

Die Mine Monteponi ist über die Via Cattaneo am Ende des bebauten Gebiets von Iglesias entlang der SS 126 erreichbar.

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