Senorbì zwischen Archäologie, Kirchen und Trexenta

Archäologie und historische Räume

Senorbì verbindet archäologische Schauplätze, historische Kirchen, Weintradition und die landwirtschaftlich geprägte Landschaft der Trexenta. Im historischen Zentrum befindet sich das archäologische Museum MADN. Mittelpunkt ist ein zweigeschossiges historisches Haus mit einer großen Loggia; der Ausstellungsrundgang umfasst sechs Abteilungen.

Auch außerhalb des Museums führt die Geschichte zu markanten Orten. In der Nekropole von Monte Luna wurden etwa 120 Gräber freigelegt. Überwiegend handelt es sich um Gräber mit Zugangsschacht und einer Einzel- oder Doppelgrabkammer; hinzu kommen rechteckige Schachtgräber und einige Amphorenbestattungen. Auf der Anhöhe von Santu Teru liegt eine Akropolis mit Wohnvierteln und einer defensiven Befestigungsmauer. Zu den Überresten der befestigten Siedlung gehören massive Fundamente und monumentale öffentliche Gebäude.

Villen und Kirchen

Villa Aresu war der Wohnsitz einer wohlhabenden Familie aus Senorbì. Das Anwesen verfügt über eine überdachte Fläche von 1.400 m² und ist von mehr als 4.000 m² Grund umgeben. Zu Villa Aresu gehören außerdem sechs Ställe, in denen zahlreiche Pferde untergebracht waren. Bei der Festa di Santa Vitalia liegt das Ziel des Reiterwettbewerbs is Cuaddus de santa Vida im Ortsteil Sisini an der Villa Aresu; Reiter aus ganz Südsardinien treten dabei im Trab gegeneinander an.

Die Chiesa di Santa Barbara besitzt geschnitzte Altäre, ein hölzernes Kruzifix und mehrere bemerkenswerte Statuen des Bildhauers G. A. Lonis aus dem 18. Jahrhundert. Sie ist frei von architektonischen Barrieren. Die Chiesa di San Sebastiano wurde in den ersten Jahren des 17. Jahrhunderts errichtet, weil im Ort die Pest wütete. Die Chiesa di Santa Mariedda stammt aus dem 14. Jahrhundert.

Trexenta, Wein und Feste

Senorbì liegt in der landwirtschaftlich geprägten Trexenta mit zahlreichen kultivierten Feldern. Im Jahreslauf wechseln die Farben von brauner gepflügter Erde im Herbst über grünen wachsenden Weizen im Frühjahr bis zu blonden Getreidefeldern im Sommer. Zur lokalen Weintradition gehört die Cantina Trexenta: Sie bietet eine geführte Besichtigung zur Weinbautradition mit anschließender Weinverkostung an und verfügt über einen großen Innenraum für geführte Weinverkostungen und Gruppenbesuche.

Ein weiterer jahreszeitlicher Höhepunkt ist das zu Ehren der Santa Mariedda stattfindende zweitägige Sommerfest. Dabei zieht eine Prozession bei Sonnenuntergang durch die Straßen des Ortes und endet auf dem Hügel bei der Kirche. In der Landschaft um Senorbì sind außerdem Su Nuraxi in Sisini, ein Teil des Turms des Nuraghen von Simieri sowie Überreste des Nuraghen von Monte Uda erhalten.

Für Ihre Reiseplanung können Sie damit unterschiedliche Schwerpunkte verbinden: Museums- und Kirchenbesuche, archäologische Orte, Weintradition, Feste oder die wechselnden Farben der Felder. Wenn Sie ein Hotel für Senorbì auswählen, hilft es, den gewünschten Schwerpunkt und das Tempo Ihrer Tage vorab festzulegen.

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