Isili: Prähistorisches Erbe zwischen Tälern und Hügeln
File:Nuraghe of Is Paras - Isili - Sardinia - Italy - 01.jpg
Foto: Norbert Nagel via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
Isili liegt in einer Landschaft mit fruchtbaren Tälern und sanften, bewirtschafteten Hügeln. Zugleich reicht das prähistorische Spektrum von Funden aus der Glockenbecherkultur bis zu den Siedlungsphasen des Nuraghen Is Paras. Kirchen, Waldwege, Felsen und Wasseraktivitäten ergänzen diesen kulturellen Schwerpunkt um unterschiedliche Reiseinteressen. Für Sie entsteht damit ein Reiseziel, an dem sich kulturelle Besichtigungen und aktive Tage nach persönlichem Rhythmus verbinden lassen.
Landschaft und Ortslage
Die Straße SS.128 verläuft durch Isili. Die Kirche San Sebastiano steht auf einem Kalksteinsporn, der nach dem Bau des künstlichen Staudamms Is Borrocus zu einer Insel wurde. Der Gemeindeverkehrspark Monte Simudis ist ein Waldgebiet, das von mehreren Wegen durchzogen wird. Damit treffen im Ortsbild Verkehrsverbindung, künstlich veränderte Wasserlandschaft und bewaldete Wege aufeinander.
Prähistorisches Erbe bei Isili
Am unmittelbaren nördlichen Ortsrand von Isili steht der Nuraghe Is Paras auf einer kleinen Mergelerhebung in 505 m Höhe. Seine zentrale Kammer ist 12 Meter hoch. Die Siedlungsphasen beginnen in der Spätbronzezeit von 1.330–1.150 v. Chr. und reichen über die Endbronzezeit bis in die frühe Eisenzeit von 1.150–900 v. Die zeitliche Folge macht den Nuraghen zu einem konkreten Zugang zur langen Vorgeschichte des Ortes.
Im Gebiet von Isili wurden bisher 51 Menhir-Statuen aus der Glockenbecherkultur geborgen; sie datieren in die Zeit von 2.100 bis 1.900 v. Isili zählt zu den wichtigsten Zentren der prähistorischen anthropomorphen Statuenproduktion auf Sardinien. Außerdem sind sieben Domus de Janas mit Isili verbunden; ihre Architektur weist auf einen spätneolithischen Horizont der Ozieri-Kultur zwischen 3.200 und 2.850 v. hin.
Kirche und Handwerk
Die Domus de Janas Is Tanas ‘e Mrexani nahe dem Belvedere von Isili umfassen zwei nebeneinanderliegende Bestattungen, davon eine einkammerige und eine zweikammerige. Die Pfarrkirche San Saturnino wurde im 14. Jahrhundert errichtet und später im gotisch-aragonesischen Stil verändert; sie besitzt einen marmornen Hauptaltar aus dem Jahr 1780. Im rekonstruierten Handwerksatelier des Maraté-Museums können auf Anfrage Vorführungen eines Kupferschmieds stattfinden.
Wege, Felsen und Wasser
Am Rio Corrigas ist der heute sichtbare Kanal zu Fuß begehbar; in den Felsen sind komplexe Sedimentstrukturen zu erkennen. Die Felsen „Le falesie“ am Rio Corrigas bieten mehr als 300 Kletterrouten mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Die stillgelegte Eisenbahnstrecke von der Station Sarcidano in Richtung Villacidro kann zum Spazierengehen und Mountainbiken genutzt werden. Die unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade der Kletterrouten lassen sich dabei in eine abgestufte Tagesplanung einbeziehen.
Am Lago San Sebastiano sind Kanufahren, Kajakfahren, Segeln, Dragon Boat und Sportfischen möglich. Für Sie lässt sich der See damit als eigener Schwerpunkt neben den landgebundenen Wegen und Felsen einplanen.
Unterkunft nach Reiseinteressen wählen
Bei der Wahl einer Unterkunft in Isili können Sie Ihre Schwerpunkte für die Tagesplanung gegeneinander abwägen: prähistorische Stätten und Kirchen, Spaziergänge und Mountainbike, Kletterrouten oder Aktivitäten am Lago San Sebastiano. Ihre Entscheidung für ein Hotel in Isili kann sich deshalb an dem Schwerpunkt orientieren, den Sie während Ihres Aufenthalts vertiefen möchten.
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