Escolca entdecken: Museen, San Simone und sardische Baukultur
Zwischen Giara di Serri, Sarcidano und Trexenta
Escolca liegt am Fuß der Giara di Serri im historischen Sarcidano und an der Grenze zur Trexenta. Im Gebiet von Escolca werden Oliven, Getreide und Weinreben angebaut. Damit treffen in Escolca landschaftliche Bezüge und regionale Landwirtschaft unmittelbar aufeinander.
Kirchen, Nuraghe und Ortsgeschichte
Escolca ist erstmals im 11. Jahrhundert als Villa der Curatoria von Siurgus im Judikat von Cagliari nachweisbar. Die Pfarrkirche Santa Cecilia ist im spätgotischen Stil erbaut. Der Nuraghe Mogurus ist ein eintürmiger Nuraghe aus Basaltgestein. Die Kirche Vergine delle Grazie in Escolca gehört zu einem Gebiet von historisch-kulturellem Wert.
Historische Häuser und traditionelle Handwerke
Im historischen Ortszentrum befindet sich das vollständig restaurierte Casa Museo Sa' omu de Pillatusu. Es gehört der Gemeindeverwaltung und beherbergt ein Museum mit Gegenständen und Werkzeugen der bäuerlichen Kultur und Tradition dieses Kulturraums. Das Haus folgt dem traditionellen Bautyp der Trexenta mit Portal, Innenhof und einer „sa lolla“. Besucher können an einem Webstuhl ausprobieren, so zu arbeiten, wie dies im vergangenen Jahrhundert in vielen sardischen Häusern üblich war. Mit Escolca verbunden sind außerdem alte Webstühle zum Besticken von Stoffen sowie Korbflechter, die Körbe anfertigen.
Das Casa Museo Casa Seu
Das Casa Museo Casa Seu ist ein typisches Campidanese-Haus mit einer „sa Lolla“, die an einen antiken römischen Portikus erinnert und auf die sich alle Räume des Hauses öffnen. Sein Erdgeschoss ist für Wechselausstellungen vorgesehen und enthält zugleich Elemente des traditionellen häuslichen Lebens: eine kleine Kammer mit Kamin sowie einen alten Tischlerwerktisch in einem größeren Raum. Eine permanente Fotoausstellung widmet sich dem Fest und dem Kult um San Simone. Von der Terrasse reicht der Blick in die Landschaft rund um Escolca.
San Simone und seine Geschichte
San Simone ist heute ein verlassener Ortsteil von Escolca mit etwa fünfzig aus Stroh und Lehm errichteten Häusern, die um eine dem Heiligen geweihte Kapelle entstanden. In den Fundamenten dieser Kapelle befinden sich Überreste von Su Nuraxi Mannu. Das Fest San Simone wird zu Pfingsten gefeiert.
Ausflüge, Wege und regionale Küche
Zu den angebotenen Erlebnissen zählt eine Fahrrad- oder E-Bike-Ausfahrt zum verlassenen mittelalterlichen Dorf San Simone. Angeboten wird außerdem eine geführte Besichtigung der Ruinen der Kirche San Simone und der Steinhäuser, verbunden mit Erläuterungen zur Geschichte des Dorfes und zum früheren Landleben. Von Escolca aus ist Nuraxi–San Simone über alte befahrbare Wege oder eine inzwischen vollständig asphaltierte landwirtschaftliche Erschließungsstraße erreichbar. Die asphaltierte Erschließungsstraße führt auf die Provinzstraße Mandas–Villanovafranca. Für die Wahl einer Unterkunft ist interessant, ob Sie Museen, Ortsgeschichte, das Fest, die Ausfahrt oder regionale Spezialitäten in den Mittelpunkt Ihrer Reise stellen möchten. Zur regionalen Küche wird eine Verkostung traditioneller Gerichte der Trexenta angeboten, zubereitet mit lokalen Produkten, darunter beispielsweise Pane carasau, Culurgiones, Pecora alla campidanese, Käse und lokale Weine.
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