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Airasca: Piemontesische Geschichte, Radroute und lokale Buttertradition

Unterkünfte in Airasca

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Airasca zwischen Ebenen, Quellen und piemontesischer Geschichte

Airasca liegt in einer weitläufigen, ebenen Gegend mit zahlreichen Quellen. Die Umgebung verbindet offene Topografie mit einer Geschichte, in der Naturraum, Landwirtschaft und lokale Erinnerung zusammenkommen. Das Gebiet von Airasca war in früherer Zeit in das „Reservat der königlichen Jagden“ einbezogen. An der Ecke Via Stazione und Via Valdo Fusi wurde in Airasca eine Blühfläche für Bestäuber eingerichtet. Die beiden Straßennamen verorten die Fläche präzise im Ortsgebiet.

File:Edificio con slogan fascista, Airasca, Italia.jpg File:Edificio con slogan fascista, Airasca, Italia.jpg Foto: Fabio Carassio via Wikimedia Commons, CC0

Kirchen und ein historischer Herrensitz

Ein markanter historischer Bezugspunkt ist das Castello della Marsaglia. Es ist ein typisches landwirtschaftliches Herrenhaus der piemontesischen Ebene und liegt vier Kilometer vom Ortskern von Airasca entfernt. Mit vier Kilometern Abstand liegt der Herrensitz außerhalb des Ortskerns. Mit dem Castello ist die Schlacht von 1693 zwischen piemontesischen Truppen unter Vittorio Amedeo und französischen Truppen unter Catinat verbunden. In der Ortsarchitektur stehen daneben zwei Kirchen mit unterschiedlicher zeitlicher und stilistischer Prägung: Die Chiesa dello Spirito Santo stammt aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts und ist ein Zeugnis piemontesischer Architektur; die Pfarrkirche San Bartolomeo ist eine im späten 17. Jahrhundert errichtete Barockkirche.

Religiöse Erinnerung im Ortsbild

Die religiöse Erinnerung lässt sich an der Cappella Navone besonders konzentriert nachvollziehen. Die Cappella Navone ist der Madonna di Loreto gewidmet. Die Einwohner Airascas bezeichnen diese Madonna als „Madona degli autin“; insbesondere den Landwirten gilt sie als Schutzpatronin ihrer Felder und Ernten. Die Kapelle ist seit 1797 belegt und wurde als Ex-voto errichtet. In den 1950er- und 1960er-Jahren führten Prozessionen von der Kirche San Bartolomeo zur Cappella Navone; dazu gehörten Gebete, eine Messe und die Segnung der Felder.

Radroute durch die Ebene

Die Via delle Risorgive ist ein Radweg, der Airasca über Scalenghe, Cercenasco, Vigone und Villafranca Piemonte mit Moretta verbindet. Zugleich ist sie Teil der EuroVelo-8-Route. Die Radroute zwischen Airasca und Moretta beginnt in Airasca. Vor der Fahrt empfiehlt sich ein kurzer Abstecher zur Pfarrkirche San Bartolomeo mit ihrem romanischen Glockenturm. Der romanische Glockenturm bildet dabei einen klaren architektonischen Bezug am Ausgangspunkt der Radroute.

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Lokale Produkte und angekündigte Festtermine

Auch der lokale Geschmack hat in Airasca einen konkreten Bezug. Das Caseificio Brussino Francesco ist seit 1909 in Airasca tätig. Es ist auf die Herstellung von handwerklich erzeugter Butter spezialisiert und verarbeitet die aus ausschließlich zentrifugierter Sahne gewonnene Rohbutter traditionell von Hand. Die Spezialisierung auf Butter prägt die kulinarische Seite des Ortes. Zum lokalen Veranstaltungsleben gehört die Airasca Foma Festa, ein wiederkehrendes lokales Fest. Für 2025 ist eine dritte Ausgabe angekündigt, für 2026 eine Winterausgabe.

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