Montà zwischen Rocche, Pilgerwegen und Trüffelpfaden

Montà verbindet eine wild geformte Landschaft mit Wegen, die Natur, regionale Traditionen und Geschichte unmittelbar zusammenführen. Charakteristisch sind die Rocche rund um den Ort: Ihre labyrinthartige Gestalt prägt das Landschaftsbild, während sich auf den Kämmen trockene Vegetation mit Kiefern und Steineichen findet. In den Schluchten liegen dagegen feuchte Lebensräume.

Wanderwege durch die Landschaft

Der Sentiero Religioso folgt dem historischen Pilgerweg vom Ortszentrum von Montà zum Sacro Monte dei Piloni und zurück. Dabei führt er durch das landschaftlich reizvolle Valle Diana und entlang des Rio Canneto. Eine weitere Möglichkeit, die Umgebung zu erkunden, ist der Sentiero del Tartufo. Der etwa 5 km lange Rundweg verläuft über schattige Pfade der Trüffelsucher, durch sandige Weinberge und durch Landschaften, die von Ciabòt gesäumt sind.

In Montà verläuft außerdem der Sentiero S1 – Grande Sentiero del Roero; auf diesem Weg können Sie den ausgeschilderten Wegweisern folgen. Der Sentiero del Castagno ist hingegen für erfahrene Wanderer der Schwierigkeitsstufe EE vorgesehen. Er führt zu einem künstlichen Biotop, einem Wasserbecken, das verschiedenen Zugvogelarten als Rückzugsgebiet dient. Die unterschiedlichen Wegcharaktere erleichtern es, die Auswahl an der eigenen Wandererfahrung und am gewünschten Landschaftseindruck auszurichten.

Wein, Honig und Trüffeltradition

Auch die regionale Genusskultur gehört zum Erlebnis in Montà. In Weinkellereien landwirtschaftlicher Betriebe werden Besuche und Verkostungen angeboten; dort entstehen die DOCG-Weine des Roero. In Imkereibetrieben können ebenfalls Besuche und Verkostungen stattfinden; dort wird Honig der Sorten Akazie, Kastanie und Millefiori erzeugt.

Der Sentiero del Tartufo verbindet die Landschaft zudem mit der örtlichen Trüffeltradition. In Montà können Besucher an einer simulierten Trüffelsuche mit örtlichen Trifolao teilnehmen. So stehen nicht nur Wege und Aussichtspunkte, sondern auch landwirtschaftliche Erzeugnisse und überlieferte Tätigkeiten im Mittelpunkt.

Spuren von Kult und Geschichte

Am Santuario dei Piloni zeigt sich eine lange religiöse Entwicklung: Der Ort war zunächst ein alter, vorchristlicher Kultort, in den später die christliche Verehrung integriert wurde. Ein großes Fresko aus dem Jahr 1936 mit dem Porträt von Benito Mussolini gilt als eines der bedeutendsten erhaltenen Beispiele faschistischer Ikonografie im Piemont.

Die Chiesa dei SS. Giacomo e Filippo Minore bewahrt an ihrer spätromanischen Fassade zwei Marmorgesichter aus römischer Zeit sowie Reste einer Ziegeldekoration aus dem 13. Jahrhundert. Für einen kürzeren Ausflug führt die Strada delle Masche vom Stadtturm von Montà zu einem natürlichen Aussichtsbalkon über die umliegenden Hügel.

Wenn Sie ein Hotel in Montà auswählen, können Sie den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts an diesen unterschiedlichen Interessen ausrichten: an Wanderwegen und Rocche, an Wein-, Honig- und Trüffelerlebnissen oder an den historischen Zeugnissen des Ortes.

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