Calosso zwischen Weinlandschaft, Geschichte und Wegen im Grünen
Unterkünfte in Calosso
Calosso steht für die Weinlandschaften des Piemont, eindrucksvolle Zeugnisse lokaler Geschichte und zwei Wanderangebote mit unterschiedlichen Profilen. Fast das gesamte Gemeindegebiet liegt in der Zone mit dem höchsten Schutzgrad der UNESCO-Welterbestätte „Die Weinbaulandschaften des Piemont: Langhe-Roero und Monferrato“. Für Sie entsteht damit ein Reiseziel, in dem Weinbau, Ortsgeschichte, sakrale Kunst und Landschaftserlebnisse eng nebeneinanderstehen.
Wein und regionale Tradition
Eine besondere Verbindung von Wein und lokaler Küche zeigt die Fiera del Rapulè. Während dieser Veranstaltung bietet Calosso einen kulinarischen Rundgang mit typischen Gerichten der lokalen Küche sowie DOC- und DOCG-Weinen von 25 Produzenten der Associazione Crota ‘d Calos. Die Fiera del Rapulè ist mit dem dritten Oktoberwochenende verbunden. Wenn Sie regionale Spezialitäten und Weinbau unmittelbar in Ihre Reise einbeziehen möchten, gehört dieser Termin zu den markanten Themen des Ortes.
Castello und Parrocchiale di San Martino
Das Castello di Calosso weist mehrere Bauphasen auf, die bis in die Zeit vor dem Jahr 1000 zurückreichen. Sein Erscheinungsbild wird von einem massiven Rundturm mit Kragbogen und vollständig erhaltenen guelfischen Zinnen geprägt. An den Besuchstagen im Rahmen der Castelli Aperti führen die Eigentümer durch den historischen Saal, die dem heiligen Alessandro Sauli gewidmete Kapelle, die unterirdischen Räume und den Park des Castello di Calosso.
Die Parrocchiale di San Martino wurde in den letzten Jahrzehnten des 17. Jahrhunderts errichtet. Besonders auffällig ist ihre hohe, reich mit Ornamenten gestaltete Fassade mit zwei übereinander angeordneten Baukörpern, Pilastern und abschließendem Giebelfeld. Hinter dem Altar befindet sich ein kunstvoll gestalteter hölzerner Chor, der wahrscheinlich aus dem frühen 18. Jahrhundert stammt. Architekturinteressierte finden hier somit sowohl ein barock geprägtes Äußeres als auch ein bemerkenswertes Ausstattungsdetail im Innenraum.
Crotin und die Erinnerungen von Calosso
Die Crotin von Calosso sind alte unterirdische Keller, die unter Gebäuden im historischen Ortszentrum in Sandstein gegraben wurden. Für fünf Crotin ist ein kostenloser Besuch an jedem ersten und dritten Wochenende von April bis September vorgesehen. Die unterirdischen Räume ergänzen damit die oberirdische Ortsgeschichte um eine besondere bauliche Ebene.
Das Museo Memorie Di Futuro ist eine permanente Installation mit Bildern und Filmen, die den mündlichen Überlieferungen und materiellen Erinnerungen von Calosso gewidmet ist. Die Filme, realisiert von Andrea Icardi und mit Originalmusik von Giorgio Conte, behandeln den Wein, die Weinlese, die Jahreszeiten des Weinbaus, die Fiera del Rapulè, traditionelle Gegenstände und die Erzählungen von Einwohnern aus Calosso. Interviewt wurden diese von Piercarlo Grimaldi und Enrico Ercole.
Zwei Wege mit unterschiedlichen Profilen
Für eine kürzere Wanderung gilt der Sentiero Paludo 303 A als leichte, etwa einstündige Route. Er durchquert die Riserva Naturale del Paludo und verläuft neben der kleinen Oasi Perrone – Marchisio. Eine andere zeitliche und numerische Orientierung bietet die Etappe 1A des Percorso Essenze e Conoscenze in Calosso: Sie ist 5,19 Kilometer lang, weist 45 Meter Anstieg auf und dauert etwa 1 Stunde und 20 Minuten.
Weitere Ortsseiten zur eigenen Reiseplanung: Cerro Tanaro, Casalotto, Cortiglione, Casorzo, Cornalea, Pasquana, Montiglio Monferrato und Cellarengo.
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