San Massimo zwischen Dorfgeschichte und Berglandschaft
San Massimo hat mittelalterliche Ursprünge, die in das 11. und 12. Jahrhundert datiert werden. Im mittelalterlichen Ortskern sind die Umfassungsmauern der Burg noch erkennbar, allerdings nur in Fragmenten. Zum Gemeindegebiet von San Massimo gehört außerdem Campitello Matese, ein Ortsteil im oberen Gebiet der Gemeinde. Damit reicht die räumliche Spannweite der Gemeinde vom mittelalterlichen Ortskern bis zum Hochplateau von Campitello Matese.
Fontana di San Massimo
Die Fontana di San Massimo steht auf einem Aussichtsvorsprung neben der Hauptstraße des Ortes. Zur Fontana gehört außerdem ein unterirdischer Rundgang mit kleinen Tropfsteinen, der zugänglich gemacht wurde. Der Brunnen und der Rundgang verbinden dabei einen sichtbaren Punkt an der Straße mit einem unterirdischen Bereich.
Kirchen und Baugeschichte
Mehrere Kirchen ergänzen die historischen Zeugnisse San Massimos. Die Kirche Santa Maria delle Fratte wurde zwischen 1300 und 1400 erbaut. Ihr Portal besitzt einen gotischen Spitzbogen und zeigt das Wappen der Malteserritter. Die Kirche San Michele Arcangelo wurde nach der Pest von 1656 erstmals errichtet. 1745 sowie zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde sie zweimal wiederaufgebaut. Die Kirche SS. Salvatore wurde auf den Ruinen einer Kirche aus dem 15. Jahrhundert wiederaufgebaut, die beim Erdbeben von 1805 zerstört worden war. So umfasst die Kirchengeschichte sowohl eine mittelalterliche Bauzeit als auch mehrere klar datierte Wiederaufbauphasen.
Folklore und Volkstracht
Zur örtlichen Kultur gehört auch die Folkloregruppe Le Gemme del Matese. Sie wurde vor 20 Jahren unter diesem Namen neu gegründet und tritt mit traditionellen musikalischen und rhythmischen Instrumenten auf. Die Volkstracht von San Massimo ist ein charakteristisches bildliches Zeugnis des örtlichen Lebens und der Kultur des Ortes. Traditionelle Musik und überlieferte Kleidung stehen damit als eigenständige Ausdrucksformen nebeneinander.
Campitello Matese und die Berglandschaft
Im oberen Gebiet der Gemeinde San Massimo liegt Campitello Matese; es ist ein Ortsteil. Das dortige Hochplateau liegt auf 1.450 Metern über dem Meeresspiegel und erscheint als natürliches Amphitheater. Seine Landschaft wird durch die Kämme der Gallinola geprägt, die 1.922 m ü. d. M. erreicht. Die Höhenlage gehört ausdrücklich zum Hochplateau von Campitello Matese, während die Gallinola mit ihren Kämmen die umgebende Berglandschaft prägt.
Anfahrt nach Campitello Matese
Von der Strada Statale 17 dell’Appennino Abruzzese ed Appulo Sannitica nimmt man die Ausfahrt zur Località San Massimo und fährt 17 km weiter bis Campitello Matese. Die 17 km bilden bei der Anfahrt den konkret angegebenen Abschnitt zwischen der Ausfahrt und dem Ortsteil und lassen sich entsprechend als eigener Streckenabschnitt einplanen.
Herbstliche Produkte aus dem Gemeindegebiet
Im Gemeindegebiet von San Massimo gehören Kastanien, Pilze und Trüffel zu den typischen Herbstprodukten. Sie geben dem Ort neben Geschichte und Landschaft eine saisonale kulinarische Seite.
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