Campobasso zwischen Burg, Museen und Panoramaweg

File:Old Town, 86100 Campobasso, Italy - panoramio - trolvag (9).jpg File:Old Town, 86100 Campobasso, Italy - panoramio - trolvag (9).jpg Foto: trolvag via Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0

Campobasso verbindet eine markante Burg, historische Kirchen, vielseitige Museen, einen Panoramaweg und ein sorgfältig gestaltetes Gartenareal. Wenn Sie eine Stadt mit Kunst, Geschichte und Spaziergängen verbinden möchten, finden Sie hier unterschiedliche Eindrücke auf engem thematischem Raum.

Museen und besondere Kulturerlebnisse

Das Museo dei Misteri zeigt in seiner Halle der „Ingegni“ dreizehn Prozessionsmaschinen. Zum Museum gehören außerdem zwei Ausstellungsräume und ein Vorführraum. Eine besondere Rolle spielen die Misteri am Sonntag von Corpus Domini: Dreizehn von Menschen getragene Prozessionsmaschinen ziehen dann durch die Straßen der Stadt. So begegnen Ihnen Sammlung und religiös geprägtes Stadtereignis als zwei unterschiedliche Seiten derselben Tradition.

Im Museo archeologico nazionale di Campobasso stehen samnitische Fundzusammenhänge im Mittelpunkt. Zu den präsentierten Materialien gehören Bernstein, Keramik, Bronze, Elfenbein, Marmor und Grabkontexte. Untergebracht ist das Museum im Palazzo Mazzarotta aus dem 18. Jahrhundert im historischen Zentrum von Campobasso. Das Museo di Palazzo Pistilli vermittelt sechs Jahrhunderte Kunstgeschichte anhand von Werken aus einer einst privaten Sammlung, die auf Wunsch ihrer Besitzer öffentlich wurde.

Historische Gebäude und sakrale Kunst

Das Teatro Savoia wurde zwischen 1923 und 1925 errichtet und 1926 eingeweiht. Sein Eingang, das Foyer und das über dem Zuschauerraum liegende Muldengewölbe sind mit Fresken von Arnaldo De Lisio aus dem Jahr 1925 geschmückt. Auch die Kirchen erzählen von wechselnden Epochen: Das Santuario di Santa Maria Del Monte wurde im Spätmittelalter als private Kapelle der Lehnsherren von Campobasso errichtet.

Sant’Antonio Abate wurde 1572 von der Congrega delle Maestranze von einem außerhalb der Stadtmauern gelegenen Oratorium in eine Kirche umgewandelt. Vier barocke Altäre rahmen dort bedeutende neapolitanische Gemälde des 17. Jahrhunderts. Das ursprüngliche Gebäude der Kirche der Santissima Trinità wurde in den ersten Jahren des 16. Jahrhunderts auf Veranlassung von Andrea De Capua errichtet. Am 29. Juni 1927 wurde die Kirche zur Kathedrale erhoben, nachdem der Heilige Stuhl die Diözese von Bojano nach Campobasso verlegt hatte.

Burg, Gassen und grüne Wege

Nach dem Erdbeben von Santa Barbara im Jahr 1456 ließ Graf Nicola II di Monforte das Castello Monforte wiederaufbauen. Die Burg beherrscht das historische Zentrum von Campobasso. Unterhalb der Burg können Sie an einem Hang durch enge, rustikale Gassen oder über Treppen spazieren. Diese Wege geben dem Stadterlebnis eine unmittelbar räumliche und zu Fuß erfahrbare Seite.

Der Parco della Via Matris ist ein Panoramaweg, der vom Fuß des Hügels Sant’Antonio bis zu dessen Gipfel führt. Zugleich ist er ein Gebiet von gemeinschaftlicher Bedeutung im Stadtzentrum von Campobasso. Für ruhigere Gartenbilder steht die Villa de Capoa: Das fast 16.000 m² große Gartenareal besitzt baumbestandene Alleen, Hecken, kleine Plätze, verschlungene Wege, Statuen und Brunnen.

Eine würzige Spezialität

Zu den eigenständigen kulinarischen Eindrücken gehört L’Abatina, eine besonders würzige De.Co.-Wurst. Sie ergänzt die Museums-, Kirchen- und Spaziergangsthemen um einen regional geprägten Geschmack.

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