Castelbottaccio: Historischer Ortskern, Wege und Weitblick
Castelbottaccio verbindet eine abwechslungsreiche Landschaft mit einem historischen Ortskern und eindrucksvollen sakralen sowie steinernen Details. Wenn Sie Spaziergänge, längere Wanderungen und Kultur miteinander verbinden möchten, finden Sie hier alte Wege, Aussichtspunkte, Kirchen und Spuren verschiedener Epochen.
Landschaft zwischen Hügeln und Weitblick
Das Gebiet von Castelbottaccio wird vom Tratturo Celano-Foggia durchquert. Die etwa 208 Kilometer lange historische Transhumanzroute verband einst die Sommerweiden in den Abruzzen mit den Winterweiden in Apulien. Vom Colle Iannone, dem mit 717 Metern höchsten Punkt des Gebiets, reicht der Blick über das Matese-Gebiet und das Biferno-Tal bis zur Adria; bei klarer Sicht sind auch die Tremiti-Inseln zu sehen.
Rund um Castelbottaccio wechseln Eichenwälder, Flächen mit Futterpflanzen, sanfte Hügel, grüne Weiden, Badlands, kleine Schluchten und alte Wege einander ab. Nach kommunaler Einschätzung eignen sich die Ausflüge für unterschiedliche Schwierigkeitsgrade – von einfachen Spaziergängen bis zu längeren Trekkingtouren.
Wanderungen mit unterschiedlichem Rhythmus
Ein empfohlener Rundgang durch das historische Zentrum führt zu fünf Bauphasen, Türmen, Mauern und kleinen Schluchten. Für den vollständigen Rundgang zu Fuß werden zwei Tage veranschlagt. Ein weiterer empfohlener Weg folgt der alten Straße in Richtung Santa Giusta, führt durch die ländliche Landschaft und zu ländlichen religiösen Stätten; für Hin- und Rückweg sind vier Stunden angegeben.
Eine Route auf der alten Straße zum Fluss Biferno erschließt die Flusslandschaft. Der Hin- und Rückweg dauert einen Tag und ist für trainierte Wanderer mit guter Kondition geeignet.
Santa Giusta und seine Geschichte
Der etwa zwei Kilometer vom Ort entfernte Hügel Santa Giusta liegt auf rund 650 Metern Höhe und umfasst ungefähr drei Hektar. Von dort eröffnet sich ein weites Panorama; der Ort gilt zudem als Raum großer Ruhe und Spiritualität. Die Chiesa di Santa Giusta ist von Grün umgeben, in ihrer Nähe befindet sich ein Picknickbereich.
Santa Giusta weist eine vielschichtige Geschichte auf: In samnitischer Zeit befand sich dort wahrscheinlich ein dem Herkules gewidmeter Kultplatz. In römischer Zeit wurde eine Villa errichtet, später folgten eine Zelle basilianischer Mönche und eine Nutzung durch Eremiten.
Kirchen, Kreuze und steinerne Ortsdetails
Die Chiesa di Santa Maria delle Grazie ist eine barocke, dreischiffige Kirche mit unregelmäßigem Grundriss und steinernem Baukörper. Sie bewahrt drei Holzstatuen: Santa Lucia von Crescenzo Ranallo aus Oratino aus dem Jahr 1841, die Madonna delle Grazie von Giacomo Colombo aus dem Jahr 1694 und San Giuseppe von Silverio Giovannitti aus Oratino aus dem Jahr 1780. Ursprünglich war das Gebäude ein normannisches Oratorium; im Mai 1178 wurde es für den Gottesdienst geweiht und nach Restaurierungen 1999 wiedereröffnet.
Die Cappella di Sant'Oto ist eine einschiffige Kirche aus weißem Stein mit schlichter Fassade und kleinem Glockengiebel. Sie wurde im April 1899 für den Gottesdienst geöffnet und 1989 wiederaufgebaut. Die Croce Stazionaria ist ein steinernes Kreuz von historischem und künstlerischem Interesse. Sie wurde im Lauf der Zeit mehrfach innerhalb des Ortes versetzt und scheint aus Elementen verschiedener Zusammenhänge neu zusammengesetzt worden zu sein; ihre ursprüngliche Form ist deshalb schwer zu bestimmen.
Die Morgia Corvara trägt auch den Namen Morgia Curvata und ist ein großer Kalksteinaufschluss aus weißlichem Kalkarenit, der Handwerkern und Steinmetzen als Ressource diente. Ab 1900 entstanden in Castelbottaccio neue steinerne Portale, unter anderem am Corso Umberto I°, in der Via Vittorio Emanuele III, in der Via XXIV Maggio und an der Piazza della Vittoria. Um den Palazzo Baronale dei Cardone gab es einen von Mauern umgebenen Garten, einen wasserführenden Graben und eine Zugbrücke.
Übernachten und Castelbottaccio erkunden
Das Agriturismo Le Morge liegt etwa einen Kilometer vom Ortszentrum entfernt an der Straße nach Lupara und bietet Bed-and-Breakfast-Unterkünfte mit Blick auf das Biferno-Tal. Weitere Orte für Ihre Reiseplanung: Matrice, Palata, Montagano, Vinchiaturo, San Martino In Pensilis, Monteverde, Campobasso, Bojano
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