Calmazzo zwischen Via Flaminia, Flüssen und römischer Geschichte
Calmazzo liegt im Metauro-Tal am Zusammenfluss des Metauro mit dem Candigliano. Für Sie ist diese Verbindung besonders interessant, wenn Sie während Ihres Italienaufenthalts nicht nur Landschaft, sondern auch die Spuren früherer Wege, Bauwerke und Siedlungsgeschichte einordnen möchten. Eine Unterkunft in Calmazzo lässt sich dabei nach den Themen wählen, die Sie im Ort und in seiner Nähe verfolgen möchten: die Via Flaminia, die Ponte di Traiano, römische Archäologie, zeitgenössische Sakralarchitektur oder Natur am Candigliano.
Historische Wege im Zentrum
Im historischen Zentrum von Calmazzo befindet sich ein überdachtes Waschhaus. Durch denselben Ortskern führt die alte Via Flaminia. In römischer Zeit lag hier der Vicus von Calmazzo an der Stelle, an der von der konsularischen Via Flaminia ein Abzweig in Richtung Urbino und Fermignano führte. Wer sich für die Entwicklung italienischer Orte entlang alter Verkehrswege interessiert, findet in Calmazzo deshalb mehrere eng miteinander verbundene historische Bezugspunkte.
Die Ponte di Traiano am Metauro
In der Nähe von Calmazzo überquert die Via Flaminia den Metauro auf der Ponte di Traiano. Die Brücke wird mit ihrem Bau auf Veranlassung Trajans im Jahr 115 n. Chr. in Verbindung gebracht. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie zerstört und nach dem Krieg wiederaufgebaut. Die Ponte di Traiano hatte drei Öffnungen: zwei halbkreisförmige Bögen mit einem Durchmesser von 11,30 m sowie einen 4 m großen Bogen nahe dem rechten Ufer.
Römische Spuren und Grabkultur
Unmittelbar außerhalb des bebauten Gebiets von Calmazzo wurde ein römisches Grabgehege gefunden. Das Cissoni-Grabgehege stammt aus dem 2. Jahrhundert n. Es ist ein etwa 135 m² großes rechteckiges Areal, das von einer Einfriedung aus bossierten Cippi und großen Platten aus lokalem Stein begrenzt wird. Zwei marmorne Altäre auf einem Stufenpodest prägen die Anlage monumental. Zum Grabgehege gehören eine Brandbestattung und zwei Körperbestattungen. Die Grabbeigaben werden im Museo Civico „A. Vernarecci“ in Fossombrone ausgestellt; dazu gehören Öllampen, Keramikgegenstände, Glasgefäße und eine kleine Goldkette.
Zeitgenössische Architektur und Gartenkultur
Santa Maria del Carmine in Calmazzo befindet sich in einem zeitgenössischen Rundbau. Der Bau begann 1985 und wurde 1996 geweiht. Einen anderen Zugang zu Kultur und Natur bietet der Botanische Garten von Terre di Raffaello, der sich in Calmazzo befindet. Dort finden Führungen, Kurse, Treffen sowie Freizeit- und Arbeitsaktivitäten statt. „Giardini in Movimento“ ist ein jährlich veranstalteter Wettbewerb, der den Botanischen Garten von Terre di Raffaello durch innovative Projekte weiterentwickeln soll.
Flussnatur und Fahrradtour
Der Uferwald am Candigliano bei Calmazzo beherbergt eine Graureiherkolonie. Auch für eine Fahrradtour entlang der antiken Via Flaminia ist der Ort relevant: Die Tour sieht einen Halt in Calmazzo vor. Nach diesem Halt erreicht man Fossombrone in etwa zwölf Minuten. Damit lassen sich römische Geschichte, Flüsse, Brücken und regionale Etappen in einer gemeinsamen Reiseplanung berücksichtigen.
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