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Pogliano Milanese: Kirchen, Geschichte und Basso Olona

Unterkünfte in Pogliano Milanese

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Kirchen als Schlüssel zur Ortsgeschichte

Pogliano Milanese erschließt sich über mehrere Schichten italienischer Ortsgeschichte. Das Santuario Madonna dell'Aiuto war bis zur Fertigstellung der neuen Kirche im Jahr 1971 die Pfarrkirche des Ortes. Die neue Chiesa dei Santi Pietro e Paolo wurde am 12. April 1971 von Kardinal Colombo eingeweiht.

File:Chiesa Santi Pietro e Paolo (Pogliano Milanese).jpg File:Chiesa Santi Pietro e Paolo (Pogliano Milanese).jpg Foto: Iaznavi78 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Bereits 1566 wurde die Pfarrseelsorge per Dekret des Erzbischofs S. Carlo Borromeo von der alten Kirche S. Pietro auf die Kirche übertragen, die damals Oratorio di Sant’Ambrogio hieß. Das Santuario Madonna dell'Aiuto beherbergt außerdem ein Fresko mit dem Bildnis der Madonna dell'Aiuto aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Für kulturinteressierte Besucher verbindet sich hier die Entwicklung des Ortes mit einem konkreten Kunstwerk.

Die Chiesa San Giuseppe besitzt ein einschiffiges Langhaus mit einer hölzernen Kassettendecke aus dem späten 17. Jahrhundert und ein rechteckiges Presbyterium. Eine marmorne Balustrade aus dem 18. Jahrhundert führt zum Hochaltar aus dem 17. Jahrhundert. Es wird angenommen, dass die Kirche einst die Kapelle des Visconti-Palasts war. Derzeit wird sie als Filialkirche für Gottesdienste genutzt. Auch die Chiesa Santa Rita trägt mehrere Zeitschichten: Ihre heutige Gestalt geht auf Erweiterungsarbeiten zurück, die mit der Weihe am 28. September 1986 abgeschlossen wurden. Farbige Glasfenster mit Darstellungen aus dem Leben Jesu wurden 1984 von Padre Radaelli entworfen.

Erinnerungsorte und antike Spuren

Auf der Piazza del Santuario steht das Monumento ai Caduti am Ort des früheren Friedhofs von Pogliano Milanese. Das Denkmal erinnert an die im Ersten Weltkrieg auf dem Schlachtfeld gefallenen Kameraden. Es besteht aus einer 3,5 Meter hohen Pyramide aus weißem Granit von Alzo, die von vier Bronzekugeln getragen wird. Am Fuß befinden sich ein Bronzeadler mit einer unter den Füßen liegenden Fahne und einem Lorbeerkranz im Schnabel sowie zwei weitere Bronzekränze an den Seiten. Angestoßen wurde das Monument von Veteranen des Ersten Weltkriegs gemeinsam mit dem Pfarrer Don Angelo Corti und der zivilen Verwaltung.

Eine deutlich ältere Zeitschicht liegt an der Via Arluno: Die römische Nekropole von Via Arluno in Pogliano Milanese wird auf die Zeit vom Ende des 1. Jahrhunderts v. Chr. bis zum dritten Viertel des 1. Jahrhunderts n. datiert. Zusammen mit den Kirchen und dem Kriegerdenkmal zeigt dieser Ort, wie weit die historischen Bezüge der Gemeinde zurückreichen.

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Landschaft am Basso Olona

Zum Charakter von Pogliano Milanese gehört auch die Landschaft des Parco del Basso Olona. Sie ist durch Fontanili, Quellwasser, Ackerflächen, Wiesen, gartenbauliche Kulturen und die Haltung von Milchkühen geprägt. Der PLIS del Basso Olona bietet grüne Wege für das Wohlbefinden der Bürger und sieht die Entwicklung von Bildungs- und Erholungswegen zur Nutzung des Parks vor.

Orientierung für Ihre Reise

Für die räumliche Einordnung sind zwei Verkehrsbezüge wichtig: Die S.S. 33 del Sempione durchquert das Gemeindegebiet und trennt den Ortsteil Bettolino vom Ortszentrum. Außerdem verläuft die Bahnlinie Milano-Gallarate-Varese durch den Bereich des Hauptortes; der Bahnhof Vanzago-Pogliano liegt dagegen auf dem Gemeindegebiet von Vanzago. Je nach Schwerpunkt lässt sich Pogliano Milanese daher kulturhistorisch, archäologisch oder landschaftsbezogen erkunden. Diese Verbindung aus Sakralbauten, Erinnerungsorten, römischen Spuren und Basso-Olona-Landschaft macht den Ort zu einem vielseitigen Ziel für eine individuell geplante Italienreise.

Weitere Ziele im selben Gebiet: Casone, Arluno, Baranzate, Casorezzo, Inveruno, Colturano, Agrate Brianza, Boffalora Sopra Ticino.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mailand.

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